FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Exakt 26 Minuten und 38 Sekunden dauerte die Pressekonferenz vor dem Spiel der Lilien gegen den 1. FC Union Berlin. Ein zeitlicher Umfang, der nach kurzer Diskussion unter den Medienvertretern als Höchstwert seit Dirk Schusters Dienstantritt ausgemacht wurde. Auffällig in dem fast halbstündigen Mediengespräch, trotz Fragen etwa nach den Rückspiel-Chancen von Bayern München gegen Real Madrid: Lilien-Cheftrainer legte den Fokus ganz klar auf die eigene Mannschaft. Und darauf, den eingeschlagenen Weg der vergangenen Wochen auch am Samstag weiterzuführen.
"Wir wollen einen weiteren Schritt in die richtige Richtung machen", formulierte Schuster die Zielsetzung für das vorletzte Heimspiel der aktuellen Saison. Die angesprochene Richtung soll möglichst im Klassenerhalt münden und damit im großen Ziel, dem die Lilien nach dem Punkt in Sandhausen wieder etwas näher gekommen sind. "Wir robben uns langsam heran", fasste Schuster die Ergebnisse und tabellarischen Veränderungen der zurückliegenden Wochen mit einem leichten Schmunzeln zusammen, gab aber auch zu, dass der gesamte Verein eine gewisse Sehnsucht nach dem "Punch" in Form von drei Punkten verspürt.
"Glück muss man sich hart erarbeiten, da sind wir auf einem guten Weg", erklärte Schuster verbunden mit der Hoffnung, dass das teilweise fehlende Quäntchen der jüngeren Vergangenheit am Samstag zu den Lilien zurückkehrt. Positiv stimmen Schuster dabei auch die Eindrücke der bisherigen Trainingswoche, die der gebürtige Chemnitzer mit den Medienvertretern teilte: "Die Mannschaft wirkte sehr konzentriert und engagiert, hat aber auch eine gewisse mentale Lockerheit an den Tag gelegt. Genau dieser Mix könnte der Schlüssel sein, um die Berliner zu besiegen."
"Die Serie kommt nicht von ungefähr"
Ein weiterer Ansatz, um das Schloss der Köpenicker zu entriegeln, liegt in der Leistungsbereitschaft und Spielweise, die dem SV 98 zuletzt acht ungeschlagene Spiele in Folge bescherte und damit auch keinen großen Anlass für Veränderungen hervorruft: "Die Serie kommt nicht von ungefähr. Es wäre der völlig falsche Ansatz, der Mannschaft etwas komplett Neues einzuimpfen, womit sie vielleicht nicht umgehen kann. Wir sind mit unserer Strategie bisher gut gefahren", erklärte Schuster auf die Frage nach einem möglichen Geheimrezept für Samstag, ergänzte dann aber: "Wir werden uns aber auch etwas einfallen lassen, wie wir Union vielleicht überraschen können."
Denn analysiert haben Schuster und sein Trainerteam die "Eisernen" genau. "Wir sind gut gerüstet für dieses Spiel", äußerte sich Schuster optimistisch, ohne aber konkret auf die geplante Herangehensweise für das Spiel gegen "eine sehr gute Mannschaft" einzugehen: "Wir haben viele Gedankenspiele, wie wir auf die Berliner Waffen reagieren können, aber auch selbst agieren und unser Spiel durchbringen können."
Und dann kehrte Schuster sofort wieder zu seiner Mannschaft zurück und zu einem allgemeinen Versprechen für das anstehende Kräftemessen: "Die Mannschaft ist in einer sehr guten körperlichen Verfassung und glaubt daran, dass wir die Spiele gewinnen können. Alles, was in unserer Macht steht und was wir beeinflussen können, wollen wir zu einhundert Prozent abrufen."
"Die Gemeinschaft und das Motto ‚We fight together‘ wird von allen gelebt"
Eine wichtige Rolle in Schusters Überlegungen spielen erneut auch die Lilienfans, die seit Wochen einen gewaltigen Teil zur konstanten Punktejagd der Lilien beitragen: "Die Gemeinschaft und das Motto ‚We fight together‘ wird von allen gelebt. Jeder weiß, dass man es nur gemeinschaftlich schaffen kann. In den letzten Wochen ist richtig etwas zusammengewachsen. Das gegenseitige Geben und Nehmen funktioniert hervorragend", schwärmte Schuster förmlich von dem Rückhalt, den sein Team von den Rängen erfährt, um dann in Richtung der Anhänger anzufügen: "Dafür können wir uns verbal bedanken, was ich auch tun möchte, aber auch mit Leistung zurückzahlen."
Das tun die Lilien seit Wochen. Nun wollen sie auch gemeinsam den "Punch" landen.