FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Eine unfassbare Mannschaftsleistung und ein entfesselter Serdar Dursun. Der SV Darmstadt 98 gewinnt das letzte Heimspiel der Saison - und zwar fulminant mit 5:1. Zwar gingen die Gäste früh in Führung, doch zeigten die Lilien abermals in dieser Spielzeit ihre Comeback-Qualitäten. Dank des schnellen Ausgleichs von Nicolai Rapp und einem Viererpack von Dursun feierten die Darmstädter den vierten Sieg in Folge. Dementsprechend überaus glücklich und zufrieden zeigten sich die blau-weißen Protagonisten an den Mikrofonen. sv98.de hat alle Stimmen zum Spiel zusammengefasst.
Frank Schmidt:
„Glückwunsch zum Sieg an Darmstadt 98. Wir sind brutal enttäuscht und hatten uns was ganz anderes vorgenommen. Das hat man aber nur in den ersten Minuten gesehen. Anstatt dass uns der Führungstreffer die Bestätigung gibt, wie man hier spielen muss, haben wir danach nur noch komische Sachen gemacht. Der Ausgleich fällt aus dem Nichts. Wir verlieren das Kopfballduell, ohne uns zu wehren. Wir sind danach oft hinterhergelaufen und haben die Bälle zu einfach verloren. Die Geschenke, die uns Darmstadt angeboten hat, konnten wir nicht nutzen, obwohl wir vor der Pause genau nach solchem das 2:2 hätten machen können. In der zweiten Halbzeit haben wir dann kaum stattgefunden. In puncto Aggressivität und Wille war uns Darmstadt mehr als einen Schritt voraus.“
Markus Anfang:
„Wir haben heute ein richtig gutes Fußballspiel von unserer Seite gesehen. Zuhause konnten wir leider über die gesamte Saison hinweg nicht so viele Siege einfahren. Heute haben wir aber eindrucksvoll bewiesen, dass wir das auch hier am Bölle können. Wir sind nicht gut in die Partie reingekommen und liegen früh hinten. Doch der Knackpunkt war dann, dass wir von hinten heraus Fußball gespielt haben und trotzdem aggressiv gegen den Ball gearbeitet haben. Im Ballbesitz waren wir mutig und haben heute richtig schöne Tore geschossen. Das waren keine Zufälle, sondern Angriffe, die von hinten herausgespielt wurden – mit Lösungen, die so auch nicht selbstverständlich sind. Wenn ich allein an das 4:1 denke, kann man es nicht viel besser spielen. Ich freue mich, dass sich die Mannschaft belohnt hat und wir unseren Weg weitergegangen sind. Der fußballerische Ansatz war heute der Kernpunkt, warum wir das Duell gewonnen haben. Nun werden wir alles daransetzen, die Rückrunde so abzuschließen, wie wir sie in den vergangenen zehn Spielen gestaltet haben.“
Nicolai Rapp:
„Der Spirit in der Mannschaft stimmt einfach. Wir wollten heute unbedingt nochmal drei Punkte holen, speziell Zuhause, da haben wir bislang einiges liegengelassen. Natürlich wäre es auch einmal gut, selbst in Führung zu gehen, aber danach haben wir ein super Spiel gemacht. Bei meinem Tor kommt der Ball perfekt von Fabi, diese Dinger kenne ich schon aus dem Training. Und dann ist es natürlich Wahnsinn, was Serdar geleistet hat. Wir versuchen ihn zu unterstützen, haben ihn heute gut gefunden und er kann sich auch bei uns bedanken. (lacht) Jetzt freuen wir uns auf ein geiles Spiel in Kiel, in dem wir sicherlich nichts herschenken werden.“
Fabian Holland:
„Das Gegentor nach dem Standard war zwar nervig, aber danach sind wir sehr gut zurückgekommen. Wir haben uns viele Torchancen herausgearbeitet und die dann auch konsequent genutzt, dann wird es natürlich sehr schwierig für Heidenheim. Über meine Vorlagen freue mich, die Dinger müssen aber auch erst einmal verwertet werden. Für Serdar freuen wir uns natürlich alle, die Szenen nach dem Spiel lassen uns nicht kalt. Für ihn hätte es heute keinen besseren Heimspiel-Abschluss geben können. Speziell heute tut es noch einmal weh, dass das Stadion leer bleiben muss – sonst hätte es sicherlich noch einmal gebrannt. Jetzt gibt es überhaupt keinen Grund um nachzulassen. Wir wollen auch in Kiel gewinnen.“
Serdar Dursun:
„Ich habe ein wenig gebraucht, bis ich realisiert habe, dass ich heute vier Tore geschossen habe und es mein letztes Heimspiel für die Lilien gewesen ist. Da sind mir die Tränen gekommen, es ist wirklich unbeschreiblich. Darmstadt ist wirklich zu meiner zweiten Heimat geworden. Vier Tore in meinem letzten Heimspiel in Darmstadt, das ist nicht zu fassen. Die Mannschaft hat ein überragendes Spiel gemacht, wir haben 23 Punkte in 10 Spielen geholt, das ist Wahnsinn. Ich will gar nicht wissen, was abgegangen wäre, wenn heute Zuschauer hier gewesen wären. Bei Bayern hat man gestern gesehen, dass alle für Lewandowski gespielt haben, heute haben meine Mitspieler auch alles versucht, um mich in Szene zu setzen. Als Marvin den Ball quergelegt hat, da dachte ich einfach nur ‘Wow!‘“