Der eigene Vater war Trainer, die Schwester einst Profifußballerin. Kein Wunder, dass auch Thomas Wörle der Versuchung des Fußballs nicht widerstehen konnte. Zunächst schnürte der heutige Cheftrainer des SSV Ulm selbst die Fußballschuhe und spielte auf Profiniveau für Vereine wie den FC Augsburg, 1860 München, Kickers Offenbach und Greuther Fürth. Beim Kleeblatt musste er seine aktive Laufbahn allerdings schon mit 26 Jahren aufgrund von gesundheitlichen Problemen früh beenden.
Sofort sei jedoch klar gewesen, dass es für ihn in der Trainerrolle weitergehen könnte. Zu sehr hatte ihn sein Vatter und dessen Beruf als Trainer geprägt und für genau diesen Job begeistert. So startete der 42-Jährige als Chefcoach der Frauenmannschaft des FC Bayern München. Die Fußballerinnen des Deutschen Rekordmeisters etablierte er in kurzer Zeit sowohl national als auch im internationalen Geschäft. In seinen neun Jahren bei den Bayern an der Seitenlinie gewann er zweimal die Meisterschaft und einmal den DFB-Pokal. Im Jahr 2021 folgte der Wechsel in den Herrenfußball in die Regionalliga Südwest, wo er seine neue Liebe, den SSV Ulm, übernahm. „Das Ulmer Projekt, das wir 2021 begonnen hatten, fesselte mich von der ersten Minute an, weil wir wussten, dass auch hier einiges möglich ist“, betonte Wörle in einem Interview mit dfb.de: „Wir wollten uns keine Grenzen setzen.“ Gesagt, getan. Bereits in seiner ersten Saison stiegen die Spatzen 2022 in die 3. Liga auf. Von dort schafften sie unter der Führung von Wörle den Durchmarsch in die 2. Bundesliga. „Absoluter Wahnsinn“, beschreibt der ehrgeizige sowie bodenständige Übungsleiter diese erfolgreichste Phase der Vereinsgeschichte.