Nürnberger bleibt in Darmstadt
Der SV 98 kann weiterhin auf die Dienste von Fabian Nürnberger bauen. Die Lilien haben den auslaufenden Vertrag mit dem bulgarischen Nationalspieler verlängert.
Rückblick. Saison 2023/24. Es war der 23. Spieltag in der Fußball-Bundesliga und der SV Darmstadt 98 gastierte im Weserstadion beim SV Werder Bremen. Das 1:1 brachte den Lilien zwar einen Punkt, hinterließ jedoch bittere Gefühle bei allen Darmstädtern. Ein kurioser Spielverlauf und ein kontroverser Moment in der Nachspielzeit sorgten für reichlich Gesprächsstoff. Zunächst gerieten die Hessen durch ein Eigentor in Rückstand, bevor sie den Ausgleich erzielen konnten. Doch der große Aufreger folgte in der siebten Minute der Nachspielzeit: Tim Skarke sorgte mit seinem vermeintlichen Last-Minute-Siegtreffer für Ekstase pur – auf dem Feld, aber auch im Gästeblock. Die Freude aber, sie war nicht von großer Dauer. Denn das Schiedsrichtergespann nahm den Treffer aufgrund einer durchaus streitbaren Handspielregel zurück.
Trotz des Ärgers aus dem vergangenen Februar kann der SV Darmstadt 98 auf gute Erinnerungen gegen Werder Bremen zurückblicken. In der Hinrunde der Saison 2023/24 zum Beispiel besiegte man die Norddeutschen zuhause mit 4:2. Zudem verloren die Lilien seit 2015 nur zwei von acht Pflichtspielen gegen die Bremer, konnten allerdings im Weserstadion noch nie gewinnen. Aber wie heißt es so schön? Der Pokal hat seine eigenen Gesetze! Wir schauen uns den Achtelfinal-Gegner des SV 98 einmal genauer an.
| Top-Torjäger | Top-Vorlagengeber |
| Jens Stage – 5 Tore | Marvin Ducksch – 6 Assists |
| Marvin Ducksch – 5 Tore | Mitchell Weiser – 4 Assists |
| Keke Topp – 4 Tore | Justin Njinmah – 2 Assists |
| Justin Njinmah – 2 Tore | Romano Schmid – 2 Assists |
„Ich kenne keinen Spieler bei uns im Kader, der unter ihm nicht besser geworden ist.“
Mit diesen Worten lobte Bremens Stammtorhüter Michael Zetterer seinen Cheftrainer Ole Werner in einem Interview mit Sport 1. Seit 2021 steht der 36-Jährige an der Seitenlinie des SV Werder Bremen, am vergangenen Donnerstag (28.11.) feierte er sein dreijähriges Jubiläum an der Weser. Schon in seiner ersten Saison hatte Werner mit den Norddeutschen einen triftigen Grund zum Feiern: Mit dem SVW stieg er auf Anhieb in die Bundesliga auf. Seitdem hat er es geschafft, das Team kontinuierlich im Tabellenmittelfeld der höchsten deutschen Spielklasse zu etablieren.
Bevor Werner in Bremen anheuerte, sammelte er Erfahrungen bei seinem Ausbildungsverein Holstein Kiel. Dort sorgte er für großes Aufsehen, als er die „Störche“ beispielsweise bis ins Halbfinale des DFB-Pokals führte. Auf dem Weg dorthin gelang Werner und seinem Team im Viertelfinale mit eine der wohl größten Überraschungen im Pokal: Ein Sieg im Elfmeterschießen gegen den Rekordmeister und -Pokalsieger vom FC Bayern München. Nach dem Spiel zeigte sich Werner begeistert: „Ich habe gerade in der Kabine ziemlich viele verwirrte Menschen getroffen. Es ist ein außergewöhnliches Erlebnis und etwas, an das man sich in vielen Jahren noch erinnert.“
Werner weiß also, wie Pokal geht.
Abschalten nach einer Führung? Gegen den SV Werder Bremen ist das definitiv keine gute Idee. In der laufenden Bundesliga-Saison haben die Jungs von der Weser eindrucksvoll bewiesen, wie gefährlich sie auch nach Rückständen sein können. In acht Spielen lagen die Bremer zunächst hinten, doch sie retteten in der Hälfte dieser Partien mindestens einen Punkt. Dabei sammelten sie acht Zähler mit zwei Siege und zwei Unentschieden. Mit dieser Bilanz gehört Werder zu den stärksten Teams der Liga, wenn es darum geht, Rückstände aufzuholen. Lediglich der amtierende Deutsche Meister Bayer 04 Leverkusen konnte noch mehr Punkte nach Rückständen generieren (9).
Jens Stage. Ein Spieler in der wohlmöglich Form seines Lebens. Der dänische Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen erlebt aktuell eine herausragende Saison in der Bundesliga und hat bislang fünf Tore auf seinem Konto. Allein drei erzielte er dabei beim spektakulären Comeback der Werderaner in Hoffenheim, als sie nach 0:3-Rückstand noch 4:3 gewannen. Eine beachtliche Bilanz zudem, besonders für einen zentralen Mittelfeldakteur. „Ich habe immer gesagt, dass ich Tore machen muss. In meiner Karriere habe ich immer Tore erzielt. Nicht viele, aber die Anzahl ist okay. Für mich ist es wichtig, erst einmal in die richtigen Situationen zu kommen. Mit Selbstvertrauen macht man dann auch die Tore,“ erklärte Stage in einem vereinsinternen Interview.
Seine starken Leistungen im Werder-Dress blieben auch auf internationaler Ebene nicht unbemerkt. Im Oktober wurde der 28-Jährige nach drei Jahren ohne Nominierung wieder in die dänische Nationalmannschaft berufen – und zwar für die Nations-League-Spiele gegen Spanien und die Schweiz. Während er gegen den amtierenden Europameister Spanien noch nicht zum Einsatz kam, durfte Stage gegen die Schweiz sein zweites Länderspiel für die A-Nationalmannschaft bestreiten. Der Däne träumt in der Zukunft von weiteren Einsätzen im Trikot seines Heimatlandes: „Mein Ziel ist, wie für jeden Fußballer, dort zu spielen. Ich weiß, dass ich im Verein hart arbeiten und gute Leistungen zeigen muss. Ich versuche erst einmal für Werder mein Bestes zu geben und weiß, wenn ich die richtigen Momente finde, wird die Chance größer, für die Nationalmannschaft zu spielen.“