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12.08.2025 / Profis

Der VfB Lübeck im Gegnercheck

Ab in den Norden! Doch diesmal geht es für den SV Darmstadt 98 zum DFB-Pokalauftakt nicht wie letztes Jahr nach Hamburg zu Teutonia Ottensen. Nein, in der ersten Runde treffen die Lilien auf den VfB Lübeck. Anstoß ist am kommenden Samstag (16.8.) um 18 Uhr im Stadion an der Lohmühle. Zeit genug noch, den Pokalgegner des SV 98 etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Wer ist der Cheftrainer? Zum wievielten Mal steht der VFB Lübeck eigentlich im DFB-Pokal? Und wie ist der VfB in die aktuelle Saison gestartet?

Torjubel Manuel Farrona Pulido (VfB Luebeck, #10) nach Tor zum 1:2
Foto: Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn

Der VfB Lübeck spielt nun schon seit zwei Jahren in der Regionalliga Nord. Drei Spieltage sind in der aktuellen Saison absolviert, doch so richtig angekommen im Ligaalltag scheint die Mannschaft von der Lohmühle noch nicht zu sein. Nach einem gelungenen Auftakt mit einem 2:0-Heimsieg gegen den Bremer SV folgte eine 1:3-Niederlage beim SV Meppen. Am dritten Spieltag setzte es schließlich eine deutliche 0:4-Auswärtsschlappe gegen den VfB Oldenburg. Damit stehen für Lübeck bislang drei Zähler zu Buche.

Verinac on fire

Antonio Verinac heißt der Mittelstürmer des VfB Lübeck. Wenn einer für die Mannschaft aus Schleswig-Holstein trifft, dann wohl er. In den drei bisherigen Regionalliga-Spielen traf der erst 20-Jährige bereits zweimal. Alle drei Partien absolvierte der über 1,90 Meter große Stürmer über die volle Distanz.

Seit diesem Sommer steht Verinac beim VfB unter Vertrag und soll für die Norddeutschen weiter auf Torejagd gehen. Der hohe Norden ist für den Deutsch-Kroaten jedoch kein unbekanntes Terrain. Ausgebildet beim FC St. Pauli, bei Werder Bremen und beim VfB Lübeck begann Verinac seine Laufbahn im Herrenfußball bei Lok Leipzig. Über Stationen beim SSV Jeddeloh II und der U21 des 1. FC Köln gelang ihm beim ETSV Hamburg in der Oberliga Hamburg mit 25 Toren in 29 Spielen eine beachtliche Saison. Dieses Talent blieb nicht lange unentdeckt. Im Sommer dieses Jahres kehrte er schließlich an die Lohmühle zurück, wo er seine Torserie fortsetzen will.

Antonio Verinac: Hier noch in Diensten von der U21 des 1. FC Köln. Seit diesem Sommer geht er für den VfB Lübeck auf Torejagd. (Foto: eibner Pressefotos)
Antonio Verinac: Hier noch in Diensten von der U21 des 1. FC Köln. Seit diesem Sommer geht er für den VfB Lübeck auf Torejagd. (Foto: eibner Pressefotos)

Der Trainer

Guerino Capretti (VfB Luebeck, Trainer)

Name: Guerino Capretti

Cheftrainer des VfB Lübeck
  • Geburtsdatum (Alter): 05.02.1982 (43)
  • Geburtsort: Maddaloni, Italien
  • Nationalität: Deutschland/Italien
  • Im Amt seit: 01.07.2024
  • Erste Station als Cheftrainer: Delbrücker SC
  • Weitere Trainerstationen: SC Verl, Dynamo Dresden, FC Ingolstadt

 

Randnotiz: Im April dieses Jahres verlängerten Capretti und sein Co-Trainer Pierre Becken ihre Verträge beim VfB Lübeck um zwei weitere Jahre bis mindestens zum Sommer 2027. Der Cheftrainer selbst sagt dazu: „Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit. Der Anfang ist gemacht und ich habe gemerkt, was in diesem Verein steckt. Auch deswegen bin ich überaus überzeugt davon, den weiteren Weg beim VfB Lübeck zu gehen.“

Pokalhistorie

Der VfB Lübeck blickt auf eine lange Fußballtradition und zahlreiche regionale Erfolge zurück. Insgesamt hat der Verein bislang 39 Spiele im DFB-Pokal bestritten. Die Premiere fand in der Saison 1954/55 statt, als vor 20.000 Zuschauern ein 2:1-Auswärtssieg beim Spandauer SV gelang.

Siebenmal holte der VfB den Landespokal Schleswig-Holstein – in den Jahren 2025, 2023, 2022, 2019, 2016, 2015 und 2012. Der jüngste Erfolg datiert vom 24. Mai 2025, als Lübeck im Finale mit 2:1 gegen Kaltenkirchen siegte und sich damit erneut die Teilnahme am DFB-Pokal sicherte.

Die erfolgreichste DFB-Pokalsaison der Norddeutschen liegt jedoch schon etwas zurück: In der Spielzeit 2003/04 – damals noch als Zweitligist – marschierte der VfB bis ins Halbfinale. Dort endete der Traum vom Finale in Berlin erst in der Verlängerung mit einer 2:3-Niederlage gegen Werder Bremen, den späteren Pokalsieger.

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