FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Schon der 1. Spieltag hat den Lilien gezeigt: Geschenkt bekommst du in dieser Liga nichts. Trotz der Niederlage gegen Jahn Regensburg haben die Südhessen in den 90 Minuten einen ersten zarten Beweis erbracht, dass sie bereit sind, sich den anstehenden Herausforderungen zu stellen und Widrigkeiten zu trotzen.
Vorab: Die erste Viertelstunde verlief überhaupt nicht nach dem Wunsch der Gäste. Fabian Holland: „Ich glaube, schlechter kann man nicht in ein Spiel starten, so hat man sich das natürlich nicht vorgestellt.“ Angeknockt vom Gegentreffer nach nicht mal 20 Sekunden, waren die physischen Regensburger griffiger und in den entscheidenden Momenten durchsetzungsfähiger. Doch: Die Mannschaft von Torsten Lieberknecht berappelte sich und grub sich Minute für Minute in die Partie. Es sei ein unglücklicher Beginn gewesen, gab der Cheftrainer auf der anschließenden Pressekonferenz zu: „Und trotzdem hatten wir ab der 20. Minute die Spielkontrolle, hatten gute Abschlüsse, auch wenn am Ende die letzte Präzision gefehlt hat.“
Der nächste Schlag in die Magengrube folgte jedoch noch in der ersten Halbzeit: Patric Pfeiffer wurde mit Gelb-Rot vorzeitig vom Platz gestellt, eine in ihrer Gesamtheit extrem strittige Entscheidung. Aber erneut fanden die nun unterbesetzten Südhessen Mittel und Wege, um sich gegen dieses Hindernis zu stemmen. Vor allem im zweiten Durchgang trat der SV 98 druckvoll auf und schnürte den Gegner phasenweise in der eigenen Hälfte ein. „Wir haben den Gegner immer angelaufen und uns in Unterzahl gute Chancen erspielt“, befand Marcel Schuhen: „Ich denke, man konnte die Unterzahl kaum sehen, da wir trotzdem mutig gespielt haben.“ Ins gleiche Horn blies auch sein Kapitan. Holland: „Wir haben mit einem Mann weniger dagegen gehalten und über 90 Minuten gezeigt, dass wir wollen und alles reinwerfen.“
Gleich mehrfach hatten die Lilien vor dem 0:2 in Person von Warming (52.), Bader (56.) und Ronstadt (58.) Chancen auf den Ausgleich. Und auch nach dem zweiten Gegentreffer des Tages spielten die Gäste weiter mutig nach vorne. Ein Umstand, den Lieberknecht nach Spielschluss hervorhob: „Ich habe großen Respekt vor der Mannschaft, denn sie hat versuchst sich mit allem gegen die Niederlage zu stemmen. Das Ergebnis ist ärgerlich, aber nicht das Auftreten der Mannschaft.“ Und fügte ergänzend hinzu: „Die gute Sache ist, dass die Mannschaft auch in Unterzahl konditionell voll in Schuss ist.“
Was also bleibt übrig nach diesen ersten 90 Minuten der Saison? Ein verpatzte Anfangsphase und keine Punkte, soweit zum Negativen. Aber auch die Erkenntnis, dass die Mannschaft wie schon in der vergangenen Spielzeit sich am eigenen Schopf aus misslichen Lagen ziehen kann und eine Resilienz entwickelt. Eine Begegnung, an dessen Ende die Lilien zwar mit leeren Händen dastehen, die aber auch belegt hat, dass das Team nicht auseinanderfällt, sondern willensstark und leidensfähig ist. Allesamt weiche Faktoren, die aber mit Blick auf die lange Spielzeit noch wichtig werden können.