FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Ab sofort wird an jedem Freitag im Vorfeld des bevorstehenden Wochenend-Punktspiels ein Spieler, Trainer, Funktionär, Journalist oder eine ehemalige Lilie zu Wort kommen. Dabei liegt der Fokus natürlich auf dem des SV 98 und seinem jeweiligen Gegner.
Heute: Michael Blättel
Michael Blättel (*29.9.1960) absolvierte insgesamt 102 Erst- und 159 Zweitligapartien für Eintracht Frankfurt, 1. FC Saarbrücken, Fortuna Düsseldorf, FC 08 Homburg und den SV Darmstadt 98. Seine sportliche Blütezeit erlebte Michael Blättel nach eigenem Bekunden beim 1. FC Saarbrücken, mit dem er 1985 in der Relegation in die Bundesliga aufstieg. Als größten sportlichen Triumph nennt er den UEFA-Cup-Sieg 1980 mit der Frankfurter Eintracht. Für den SV Darmstadt 98 absolvierte der einstige Mittelfeldspieler zwischen 1988 und 1991 insgesamt 99 Pflichtspiele und erzielte dabei 28 Tore.
SV 98: Hallo Michael, wie geht’s?
MB: Danke gut, ich kann mich nicht beschweren.
SV 98: Was machst Du zurzeit beruflich?
MB: Zur Zeit betreibe ich in meiner Heimatstadt Elz ein Sonnenstudio. Dort stehen meinen Kunden auch Fitness- und Reha-Geräte zur Verfügung.
SV 98: Neben dem Sonnenstudio bist Du dem Fußball aber weiterhin verbunden geblieben, oder?
MB: In den letzten Jahren hatte ich Engagements beim FSV Frankfurt als Cheftrainer und arbeitete als Co-Trainer beim FSV Mainz 05. Bei den 05ern trainierte ich zudem auch die U19, später ebenfalls die U19 des SV Wehen Wiesbaden. Zur Zeit schnüre ich meine Fußballstiefel ab und zu auch noch für die Traditionsmannschaft der Frankfurter Eintracht.
SV 98: Das aktuelle Profigeschäft verfolgst Du aber weiterhin?
MB: Selbstverständlich! Ich würde in absehbarer Zeit schon wieder gerne einen Posten als Trainer auf der Bank annehmen. An einer Vielzahl von Wochenenden besuche ich daher regelmäßig Spiele von der Bundesliga bis hinunter in die oberen Amateurklassen. Man muss auf dem aktuellsten Stand bleiben, wie sich der Fußball entwickelt.
SV 98: Das heißt, dass Du also auch ein besonderes Augenmerk auf die Clubs richtest, bei denen Du einst gespielt hast. Folgerichtig darf man Dich auch als Tribünengast unter den Zuschauern in Darmstadt oder Saarbrücken begrüßen.
MB: In Darmstadt war ich zuletzt vor anderthalb Jahren, als die „Lilien“ noch in der Regionalliga spielten. In Saarbrücken hingegen bin ich zweimal im Jahr, da ich aus meiner aktiven Zeit ins Saarland noch eine Menge guter Freunde und Kontakte habe.
SV 98: Wobei wir beim Thema wären: Als Aktiver hast Du sowohl für den 1. FC Saarbrücken, als auch für den SV Darmstadt 98 gespielt. Was zeichnet beide Vereine aus?
MB: Zunächst einmal die Tradition, die beide Vereine aufweisen. In ihrer jeweiligen Region binden sie eine Vielzahl von Anhängern, die mit ihrem jeweiligen Verein mitfiebern. Für beide Traditionsvereine sind die lautstarken und treuen Fans ein großer Faustpfand und Rückhalt. Zudem tragen beide Clubs ihre Heimspiele heute noch an altehrwürdigen Spielstätten aus. Sowohl der Ludwigspark als auch das Böllenfalltor ähneln sich sehr in ihrem Charme. Ich glaube, seit meiner aktiven Zeit hat sich dort wenig verändert (lacht).
SV 98: Wie beurteilst Du den bisherigen Saisonverlauf Deiner Ex-Clubs und wo werden sie am 38. Spieltag stehen?
MB: Mit den bisherigen Zwischenständen bin ich recht zufrieden. Dass es für den SV 98 als Aufsteiger seit dem ersten Spieltag nur um den Klassenerhalt gehen kann, versteht sich von selbst. Dafür schlagen sie sich achtbar und bestreiten ihren Weg erfolgreich mit Bedacht. Am Saisonende werden die Lilien daher auf alle Fälle über dem Strich stehen, davon bin ich überzeugt. Für den 1. FC Saarbrücken wird am Ende ein Platz unter den ersten Sechs herausspringen. Derzeit haben sie jedoch leider ein kleines Tief. Wenn es den Schwarz-Blauen zeitig gelingt wieder positive Ergebnisse einzufahren, kann der FCS vielleicht noch ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden.
SV 98: Zum Schluss möchte ich natürlich noch Deinen Tipp zum Spiel Darmstadt gegen Saarbrücken wissen.
MB: Mir fällt es immer schwer Duelle meiner ehemaligen Vereine vorauszusagen, wenn diese direkt aufeinandertreffen. Die „Lilien“ werden die Partie aufgrund ihrer vorhandenen Heimstärke nicht verlieren und Saarbrücken teilte sich in den letzten fünf Partien viermal die Punkte. Auch wenn in der jeweiligen Situation ein Unentschieden für beide augenblicklich zu wenig erscheinen mag, so halte ich es mit einem 2:2 salomonisch.