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19.12.2019 / Allgemein

„Die gleiche Hausnummer wie der VfB“

Das kommende Heimspiel des SV Darmstadt 98 gegen den Hamburger SV (21.12./13 Uhr) ist das Highlight zum Jahresabschluss. "Wir freue uns darauf, noch einmal alles reinzuhauen, um uns vor den Weihnachtstagen gut von unseren Fans zu verabschieden", so Dimitrios Grammozis im Mediengespräch vor dem Duell mit dem HSV. Außerdem sprach er über den kommenden Gegner, resümierte das vergangene Jahrzehnt und gab ein ausführliches Personal-Update.

…zum kommenden Spiel:

Der HSV ist die gleiche Hausnummer wie der VfB Stuttgart. Es wird daher ein ähnliches Spiel, in dem der Gegner der Favorit ist. Wir dagegen versuchen, wie schon gegen Stuttgart, eine gute Stabilität in der Defensive zu zeigen. Trotzdem werden wir uns nicht nur hinten reinstellen, sondern auch eigene Akzente in der Offensive setzen. Wenn das gelingt, bin ich guter Dinge, dass wir ein gutes Spiel machen – gerade vor diesem fantastischen Publikum. Ich hoffe auf die gleiche Stimmung wie schon gegen den VfB. Darauf freue ich mich besonders.

…zur Herangehensweise:

Wir werden auch gegen den HSV in einige Kontersituationen kommen, da Hamburg eine sehr spielstarke Mannschaft ist, die viel Ballbesitz hat. Wenn wir die nötigen Ballgewinne haben, brauchen wir natürlich Geschwindigkeit, um dann nach vorne zu kommen. Wichtig wird außerdem sein, dass wir es so wie im Hinspiel angehen: mit einer sehr guten Defensive, mit der nötigen Kompaktheit, und dem Gegner wenig Räume bieten. Wenn HSV von der Leine gelassen wird, wenn sie die Räume vor sich haben, haben sie eine brutale Dynamik im vorderen Bereich. Daher wollen wir wieder eine gute Defensive, Mentalität und Einstellung vor heimischem Publikum zeigen.

…zum Personal für Samstag:

Matthias Wittek fällt bekanntlich längere Zeit aus. Ihm wünsche ich alles Gute für die Reha, da er nun seine zweite OP hinter sich gebracht. Ich hoffe, dass der Junge so schnell wie möglich wieder auf die Beine kommt. Ansonsten hat Ognjen Ozegovic weiter Adduktorenprobleme und wird auch für das HSV-Spiel ausfallen. Bis auf Victor Palsson, der weiterhin gesperrt fehlt, sind ansonsten alle Mann an Bord. Tim Skarke mussten wir gegen Stuttgart auswechseln, weil er Probleme mit der Müdigkeit hatte und doch sehr kaputt war. Heute und morgen werden wir uns noch einmal gut vorbereiten und schauen, wie es dann personell aussieht. Hamburg hat zwar die gleiche Qualität wie der VfB. Aber vielleicht müssen wir auch taktisch auf ein oder zwei Dinge personell reagieren. Bei Braydon Manu sieht es sehr gut aus. Er macht alles mit und hat die Trainingsintensivität sehr gut weggesteckt. Für das Spiel gegen die Hamburger ist er auf jeden Fall eine Alternative.

…über das letzte halbe Jahr:

Man muss sich vor Augen halten, wie schnell das Jahr vorbeigegangen ist. Kaum ist das eine Spiel zu Ende, muss man sich wieder auf das nächste vorbereiten. Wir trainieren, gehen nach Hause, um selbst von dort aus zu versuchen, die Mannschaft weiter zu verbessern und nach vorne zu bringen. Und auf einmal steht schon wieder das letzte Spiel des Jahres an. Speziell das vergangene halbe Jahr ist daher sehr schnell verflogen. Aber es war ein sehr schönes halbes Jahr. Jetzt freuen wir uns darauf, noch einmal alles reinzuhauen, um uns vor den Weihnachtstagen gut von unseren Fans zu verabschieden.

…über das vergangene Jahrzehnt:

Vor zehn Jahren war ich noch als Spieler aktiv. Aber mit meiner Spielerkarriere habe ich dann sehr schnell abgeschlossen. Man sieht, wie schnelllebig der Fußball ist: Ich wollte früh nach Karriere ins Trainergeschäft einsteigen und bin froh, dass ich hier bei diesem tollen Verein die Möglichkeit bekommen habe. Aber es ist schon Wahnsinn, wie schnell zehn Jahren vorbeigehen.

…über Felix Platte:

Was Felix betrifft, bin ich jeden Tag mit unserer medizinischen Abteilung im Gespräch, um eine gute Mischung zu finden, wann wir ihn wieder integrieren können – für den Kader oder auch für einen Spieleinsatz. Ob er am Samstag im Kader stehen wird oder nicht, werden die nächsten Tage zeigen. Aber eines ist klar: Wir haben alle das Ziel, dass Felix gesund bleibt und dass er seine Qualität über einen längeren Zeitraum beweisen kann, was er für ein außergewöhnlich guter Spieler ist. Es ist gut, dass wir eine medizinische Abteilung haben, die sehr gut mit uns zusammenarbeitet und kommuniziert. Wir versuchen zusammen, einen guten Weg für den Spieler zu finden. Wir wollen alle nur das Beste für den Jungen und stimmen da sehr genau ab.

…über Seung-ho Paik:

Er hat bereits bewiesen, dass er 90 Minuten spielen kann. Aber man darf nicht vergessen, mit welchen Voraussetzungen er zu uns gekommen ist. Bei seinem vorherigen Verein hat er sehr wenig gespielt und hatte dementsprechend nicht die nötige Spielfitness. Hinzukommt die Umstellung, welche dazu beiträgt, dass er noch nicht zu Einhundertprozent in diesem Zustand ist, den wir uns alle wünschen. Und dennoch: Er hat in der kurzen Zeit, in der er hier ist, der Mannschaft sehr viel gegeben. Außerdem freue ich mich immer, wenn seine koreanischen Landsleute zum Spiel oder Training kommen und sich freuen, ihn Fußballspielen zu sehen. Es ist schön für die Jungs, so in der Öffentlichkeit zu stehen. Dennoch darf man nicht vergessen, dass das für die Spieler manchmal auch nicht so einfach ist, was von der Öffentlichkeit auf sie einprasselt. Bei Paik ist aber alles im Rahmen. Ich hoffe, dass er weiter so beliebt bleibt, weil er ein guter sowie total positiver Junge ist, der immer alles für die Mannschaft gibt. Darum freue ich, dass wir so einen Spieler zu uns nach Darmstadt holen konnten.

…über Marcel Heller:

Er ist immer eine Alternative. Mit seiner Schnelligkeit kann er stets gute Akzente im Spiel setzen, das hat Marcel schon im Hinspiel im Hamburg gezeigt. Nur müssen wir am Samstag schauen, wie es taktisch am besten gegen den HSV klappt. Marcel ist Profi genug, um die derzeitige Situation zu überstehen. Wir versuchen, eine gute Kommunikation untereinander an den Tag zu legen. Wenn ich sehe wie er im Training ackert, Gas gibt und immer wieder versucht, das umzusetzen, was wir möchten, dann ist das top. Dafür muss ich ihm ein Kompliment aussprechen. Deswegen spielt er in unserer Planung absolut eine Rolle – auch für das HSV-Spiel. Ich bin froh, dass ich ihn habe, weil er vom Typ her die anderen mitreißt.

…über Mathias Honsak:

Ähnlich wie bei Erich Berko hat ihm die Verletzung nicht in die Karten gespielt. Beide standen uns längere Zeit nicht zur Verfügung. Mathias hat sich dann nochmal verletzt und nie so richtig die Möglichkeit gehabt, den Sommerrhythmus mitzumachen. Aber wir werden an ihm noch viel Freude haben, weil er ein Spieler ist, der sehr viel Talent mitbringt. Seine Zeit wird kommen, davon bin ich zu einhundert Prozent überzeugt.

…über mögliche Winterneuzugänge:

Es macht nur Sinn – und so haben wir es bis jetzt immer gehandhabt – wenn wir unseren Kader qualitativ verbessern können. Natürlich müssen wir die lange Verletzung von Matthias Wittek berücksichtigen. Doch erst einmal liegt unser Fokus auf dem HSV-Spiel. Alles weitere besprechend wir dann.

Hier die Pressekonferenz in voller Länge ansehen.

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