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12.02.2021 / Allgemein

„Die Jungs wissen, dass sie am Zug sind“

In zwei Tagen trifft der SV Darmstadt 98 im Heimspiel auf den VfL Osnabrück (14.2., 13.30 Uhr). Vorab fand am Böllenfalltor das Mediengespräch mit Markus Anfang und den via Zoom zugeschalteten Journalisten statt. Der Cheftrainer der Lilien beantwortete dabei die Fragen zum Personal sowie zur Herangehensweise für die kommende Partie.

… zum Personal:

Matthias Bader hat einen Schlag auf die Wade bekommen. Er hat einen Bluterguss, kann nicht laufen und nicht trainieren. Er wird für das Spiel am Sonntag ausfallen. Dazu ist Silas Zehnder im Training umgeknickt, wir warten noch auf die Diagnose. Patrick Herrmann und Felix Platte haben gestern einen Schlag bekommen. Herrmi hat heute nicht trainiert, Felix dagegen schon. Tobias Kempe hat die Trainingseinheiten gestern sowie heute mitgemacht und hatte keine Probleme. Mathias Wittek ist seit dieser Woche wieder im Mannschaftstraining und macht alle technischen sowie taktischen Übungen mit. Wir müssen nun schauen, wie sein Knie auf die Belastung des normalen Mannschaftstrainings reagiert. Es ist aber wichtig, dass er wieder da ist. Er ist eine Persönlichkeit auf dem Platz, bringt Lautstärke mit und sich selbst in die Gruppe ein.

… zur Herangehensweise:

Es wird ein klassisches Zweitligaspiel. Wir können nicht davon ausgehen, dass wir alles fußballerisch und schön lösen können. Was am Ende das Spiel entscheiden wird, sind Aktionen im Sechzehner – sowohl im eigenen als auch im gegnerischen. Das war auch für uns vor allem nach dem letzten Spiel das Hauptthema: das Verteidigen im eigenen sowie das Durchsetzen im gegnerischen Sechzehner. Wir müssen uns auf uns konzentrieren. Wir wollen ein gutes Spiel machen und die Punkte holen. Wir brauchen nicht auf die Ergebnisse des Gegners zu schauen. Es ist nur entscheidend, wie wir unsere Leistung auf den Platz bringen. Gegen Osnabrück wird wichtig sein, wie wir auf dem Platz kommunizieren. Das ist auch das, was wir aus den letzten Spielen mitnehmen: Wir müssen viel lauter und viel mehr kommunizieren.

Die Jungs wissen, dass sie am Zug sind. Es geht darum, wie wir uns im eigenen und gegnerischen Sechzehner verhalten. Das haben wir thematisiert. Wir können gerade in diesen Bereichen viele Dinge besser machen. Daran arbeiten wir. Wir müssen unsere Chance verwehrten, wenn wir erfolgreich sein wollen. Und die wenigen Situationen, die wir gegen uns zulassen, müssen wir besser verteidigen. Wir waren in der Vergangenheit gut in den Spielen drin und hatten viele Spielanteile. Das zeigt, dass wir in der Lage sind, Duelle für uns zu entscheiden. Aber am Ende werden wir nur dann mit Punkten belohnt, wenn wir uns im Sechzehner durchsetzen. Doch wir dürfen auch nicht verkrampfen. Wir kommen in viele gute Situationen, müssen diese aber besser ausspielen. Der Wille ist da. Es ist gut, dass sich die Jungs diesen positiven Druck machen und die Spiele gewinnen wollen.

… über den Druck im kommenden Spiel:

Das Osnabrück-Spiel ist genau so wichtig wie alle 13 Spiele, die danach folgen werden. Es bringt nichts, wenn du jetzt zwei Partien gewinnst und danach gar nichts mehr. Jeder, der Leistungssport betreibt, freut sich auf Wettkämpfe. Das Osnabrück-Spiel ist so ein Wettkampf. Ich sehe daher keinen erhöhten Druck. Du kannst ein Spiel gewinnen und das wollen wir. Mit dieser Einstellung werden wir in die Partie gehen. Man redet dann immer schnell von einem Sechs-Punkte-Spiel, aber das ist es nicht. Auch in diesem Duell kriegst du nur drei Punkten. Und wir müssen darum kämpfe, diese drei Zähler zu holen.

.. über den Kreis direkt nach Abpfiff:

Als Trainer fühlst du mit deiner Mannschaft nach Rückschlägen. Es ist gut, die Jungs recht schnell nach Abpfiff im Kreis beisammen zu haben und ihnen trotz aller Emotionen ein realistisches und ehrliches Feedback zu geben – auch wenn ich selbst enttäuscht bin. Wir sind eine Einheit. Die Jungs sind nach Abpfiff voller Emotionen, mit denen wir arbeiten können. Wir versuchen, diese zu kanalisieren und sie in die richtigen Bahnen zu lenken sowie letztendlich daraus Stärke zu ziehen – auch nach Niederlagen.

… über das eigene lautstarke Coaching:

Wenn es Phasen ohne Erfolgserlebnisse gibt, sind ich und mein Co-Trainer vermehrt im Coaching. Aber die Jungs wollen das so, ich habe sie gefragt. Es ist eine Hilfe für sie. Ich mache das nicht für mich. Es geht darum, dass ich in vielen Situation ein Hilfesteller für die Mannschaft bin. Die Mannschaft nimmt es dankend an. Wenn die Abläufe so laufen, wie sie sein sollten, und die Jungs gut im Spiel sind sowie selbst lautstark kommunizieren, dann brauche ich auch nicht viel coachen.

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