FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Im ersten Durchgang teilweise wie im Rausch, nach dem Wiederanpfiff kurz gewackelt, hintenraus dann souverän und abgezockt nach Hause gebracht. So lassen sich die 90 Minuten des 6:1-Heimerfolgs gegen den FC Ingolstadt zusammenfassen. Mit einem insgesamt beeindruckenden Auftritt brachten die Lilien die ersten Saisonpunkte unter Dach und Fach - und ordneten nach dem Abpfiff die drei Punkte ein.
Roberto Pätzold:
„Glückwunsch an Torsten und Darmstadt für den absolut verdienten Heimsieg. Nach dem Weiterkommen im Pokal sind wir mit großen Erwarten hierhergekommen, um die ersten Punkte zu holen. Das ist uns nicht geglückt, weil wir in fast allen Belangen deutlich unterlegen waren. In Sachen Tempo, Körperlichkeit und Zielstrebigkeit wurden uns klar die Grenzen aufgezeigt. Bevor wir einige Dinge in der Halbzeit korrigieren konnten, stand es schon 4:0. Wir haben den Darmstädtern zu viele Räume gelassen, sodass sie uns auskombinieren konnten. Vor allem im Sturmzentrum war Darmstadt heute zu gut für uns. Das Ergebnis fällt dementsprechend aus. In der zweiten Halbzeit wollten wir uns mit allen Kräften wehren. Leider hat es nur noch für ein Tor gereicht. Unseren Fans hätten wir gerne ein bessere Spiel geboten.“
Torsten Lieberknecht:
„Wir hatten die Stärken der Ingolstädter gut im Griff, standen in der Defensive sowie gegen ihre Umschaltmomente mit einer sehr jungen Innenverteidigung sehr gut. Wir haben zudem die Flügel gut bespielt und konnten im Sechzehner immer wieder eine gewisse Wucht erzeugen. Nach der Pause haben wir kurz gewackelt, haben dann aber schnell die anfänglichen Probleme in den Griff bekommen, weil viele Jungs auf dem Platz standen und die Ruhe bewahrt haben. Ich habe den Jungs vorher in der Kabine gesagt, dass wir das Spiel als stolze Mannschaft beenden wollen. Und ich bin massiv stolz auf die Jungs. Auf die Spieler, die auf dem Platz standen, aber auch auf die, die heute gar nicht aktiv waren. Dieser Zusammenhalt und Spirit hilft uns, über unsere Situation hinwegzukommen. Die Jungs haben heute diesen Stolz gespürt und sich als Mannschaft das Erfolgserlebnis geholt. Jeder, der die Lilie auf der Brust trägt – ob Fans oder Mannschaft – darf heute stolz sein. Wir wissen aber auch, dass der nächste Gegner der HSV ist, auf den wir uns jetzt vorbereiten werden.“
Luca Pfeiffer:
„Es ist ein sehr schöner Nachmittag. Gerade nach den letzten schweren und bitteren Wochen haben wir uns das heute einfach verdient. Wir haben immer an uns geglaubt, das hat man heute gesehen. Das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung. Es hat einfach unfassbar viel Spaß gemacht und es ist einfach geil, wenn man zuhause vor den ganzen Fans die Tore schießt. Das ist ein geiles Gefühl. Dafür spielen wir Fußball. Natürlich darf uns das Gegentor nach der Pause nicht passieren. Aber letztendlich kann man nur stolz auf die Mannschaft sein, wie wir das Ruder heute in unsere Richtung gerissen haben. Wir haben allen gezeigt, dass in der Mannschaft ganz viel Moral und Herz steckt. Für mich persönlich war es natürlich wunderschön, einmal auf jeder Seite zu treffen und vor den Fans zu jubeln. Das erste Tor ist mir dabei ganz gut vom Fuß gerutscht. Im Endeffekt bin ich aber einfach nur froh, dass wir gewonnen haben.“
Klaus Gjasula:
„Es hat heute alles gestimmt und alles gepasst. Wir haben eine super Leistung gezeigt. Nach dem 1:0-Führungstreffer haben wir Blut geleckt. Jeder wollte mehr, weshalb wir vor der Pause mit insgesamt vier Toren belohnt wurden. Gerade hier zuhause ist es natürlich optimal, so in die Halbzeit zu gehen. Ich persönlich bin noch nicht lange in Darmstadt, habe heute mein erstes Spiel gemacht. Es hat alles gestimmt. Meine ersten Eindrücke von der Mannschaft haben sich bestätigt. Es war unfassbar schön, hier vor den Fans auf dem Rasen zu stehen. Die Kulisse hat uns getragen, das war überragend. Mit einem 6:1-Sieg im Gepäck fahren wir jetzt nächste Woche nach Hamburg und werden auch dort mit breiter Brust auflaufen. Wir müssen weiter so mutig bleiben.“
… auf die Frage, warum er keinen Helm mehr trägt:
„Ich wollte einen Cut machen und hier in Darmstadt neustarten – den neuen Klaus Gjasula präsentieren. Ich habe mir länger darüber Gedanken gemacht. Außerdem war es heute so warm und mit Helm wäre es noch wärmer gewesen (lacht). Darum habe ich ihn weggelassen und beginne hier ein neues Kapitel.“