FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
sv98.de hat die Stimmen zum Last-Minute Punktgewinn in Fürth zusammengefasst.
Dirk Schuster:
Ich glaube, dass wir hier heute einen sehr glücklichen Punkt mitgenommen haben. Wenn du in der letzten Sekunde mit so einem Sonntagsschuss den Ausgleich machst, dann ist das ziemlich glücklich. Der Zähler ist gut für die Mannschaft, die bis zur letzten Sekunde daran geglaubt hat und immer wieder das Fürther Tor berannt hat.
Wir waren von Anfang an gut in der Partie und hatten durch Felix Platte zwei richtig gute Kopfballchancen. Mit den ersten 20 Minuten bin ich sehr zufrieden, wir haben fast alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten: Defensiv standen wir stabil und haben im Umschaltspiel für viel Gefahr gesorgt. Nach den 20 Minuten haben die Fürther dann das Zepter übernommen, und wir konnten nicht mehr so für Entlastung sorgen, haben uns aber trotzdem defensiv ordentlich verhalten und bis auf wenige Chancen nichts zugelassen. Dann gehen wir durch einen schönen Freistoß in Rückstand, da kann man wenig machen, das sah auch einstudiert aus. Wir sind dann gut aus der Kabine gekommen, haben uns Chancen erspielt, diese aber leider nicht genutzt. Danach hatten wir ein bisschen Glück, weil Fürth die Konterchancen nicht ausspielte und wir so bis zur Nachspielzeit im Spiel blieben. Die Mannschaft hat sich für den Einsatz belohnt, aber wir haben noch genug Baustellen, die wir in der Winterpause bearbeiten müssen – vor allem im taktischen Bereich. Die kämpferische Einstellung hingegen hat absolut gestimmt und ich bin froh, dass wir hier was mitnehmen konnten.
Es ist jetzt noch ein positiver Start geworden und die Mannschaft hat ihren Glauben bestärkt, dass man fast aussichtslose Dinge noch in positive Energie umwandeln kann. Das wird die Mannschaft beflügeln. Wir werden jetzt in einer kurzen aber harten Vorbereitung dir richtigen Grundlagen schaffen, denn trotz des Punkts müssen wir noch viel arbeiten. Heute hatten wir spielerische Defizite, dafür standen wir defensiv stabiler – an der Balance müssen wir in der Wintervorbereitung arbeiten.
Damir Buric:
Heute war ein richtig bitterer Moment für uns und wir wurden nicht für unsere Art Fußball zu spielen belohnt. Wir haben immer an uns geglaubt, nach vorne gespielt und wollten das Spiel früh klar machen. Wenn du das nicht schaffst, hat der Gegner immer eine Möglichkeit, in der 94. Minute ein Tor zu machen. Du musst immer konzentriert bleiben, sonst kann so etwas passieren. Es ist bitter und ein Schlag ins Gesicht. Es tut uns leid, dass wir die Fans heute nicht mit dem Dreier beschenken konnten.
Hamit Altintop:
Der Ball sollte scharf in die gefährliche Zone, schlussendlich ist er im Tor runtergekommen. Also dort, wo er zuvor nicht reinfallen wollte. Das war nicht so gewollt, aber trotzdem ein unbeschreibliches Gefühl. Wir haben heute alles versucht und nehmen den Punkt gerne mit. In der ersten Halbzeit haben wir ein sehr ordentliches Auswärtsspiel gemacht. Wir standen kompakt und hatten die beiden guten Chancen durch Felix. Das war auch unser Plan. Nach der Pause hatte Fürth mehr vom Spiel, ohne allerdings zu wirklich klaren Chancen zu kommen. Trotzdem hat die zweite Hälfte auch gezeigt, dass uns die letzten Wochen viel Kraft und Selbstvertrauen gekostet haben. Aber wir haben heute das Ziel erreicht, einen direkten Konkurrenten nicht vorbeiziehen zu lassen. Auch wenn die letzte Aktion natürlich glücklich war.
Immanuel Höhn:
Wir haben heute kämpferisch eine Riesenleistung geboten. Vor der Pause haben wir bis auf das Freistoßtor fast gar nichts zugelassen. Den Punkt haben wir uns hart erkämpft und verdient. Wir haben heute wieder kompakter agiert, die Grundordnung war etwas defensiver, und so haben wir auch kaum etwas zugelassen. Aus so einem Spiel wie heute einen Punkt mitzunehmen, ist eminent wichtig für die Moral, das tut allen im Team gut. Auch wenn heute nicht alles Gold war, pusht uns der Punkt. Nicht mit leeren Händen nach Hause zu fahren, ist ein richtig gutes Gefühl. Defensiv haben wir ein gutes Spiel gemacht, darauf wollten wir auch nach der Pause aufbauen. Wir sind alle ruhig geblieben: Das hat sich ausgezahlt.
Aytac Sulu:
Das ist auf jeden Fall ein Punkt der Moral. Wir haben eine gute Darmstädter Mannschaft gesehen. Heute haben wir das Spiel ein Stück weit defensiver gestaltet, und man hat gesehen, dass es uns gelungen ist, die Darmstädter Tugenden aufzufrischen. Jeder hat heute geackert und an seinem Leistungslimit gekämpft, so soll es immer sein. Das Tor in letzter Sekunde war sehr wichtig, diese Emotion müssen wir mitnehmen und daraus Kraft schöpfen für den Trainingsstart im Januar. Wir haben heute nie aufgegeben, das war wertvoll. Das Tor mag glücklich sein, aber man muss das Glück auch erzwingen. Und nach den letzten Wochen haben wir uns dieses Glück auch mal verdient.