FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Hausaufgaben über das Wochenende sind ein Umstand, der bei Schulkindern in den meisten Fällen keine Jubelstürme auslöst. Was allerdings nichts daran ändert, dass die auferlegten Aufsätze, Rechnungen oder Vokabeln bis zum Wochenstart zur Zufriedenheit des Lehrers umgesetzt werden müssen. Auch wenn es rund um das Böllenfalltor keinen Pädagogen gibt, der montags bewertet, wie das Wochenende der Lilien verlaufen ist: Dirk Schuster spricht dennoch gerne von "Hausaufgaben, die gemacht werden müssen", wenn er die Zielsetzung für das anstehende Pflichtspiel seiner Mannschaft formuliert. So auch auf der Pressekonferenz vor der Partie in Kiel, für die sich der 50-Jährige wünscht, dass sein Team erneut "den Job erledigt."
Im Gegensatz zu manch einem Schulkind will die Mannschaft diese Aufgaben aber auch aus eigenem Antrieb zur vollsten Zufriedenheit erfüllen. Und die jüngere Vergangenheit beweist: Darin ist sie durchaus erfolgreich. Seit fünf Begegnungen sind die Lilien mittlerweile ungeschlagen, und die neun Punkte, die Schusters Team in diesem Zeitraum einfahren konnte, können sicherlich unter der Überschrift "Job erledigt" zusammengefasst werden. Allerdings folgt bereits seit Wochen auf jede gemeisterte Herausforderung postwendend die nächste Challenge, die von den Spielern im blau-weißen Jersey mit hundertprozentigem Leistungswillen angegangen werden muss.
Und so bezeichnet Schuster das bevorstehende Aufeinandertreffen mit den "Störchen" als "schwierige Hürde", die der Übungsleiter mit seiner Mannschaft "meistern" möchte. Dass der gebürtige Chemnitzer die Partie beim aktuell Tabellendritten durchaus selbstbewusst angeht, liegt auch an den Ergebnissen, die seine Elf zuletzt auch gegen die Spitzenteams der 2. Liga einfahren konnte: "Wir haben in den vergangenen Spielen unter Beweis gestellt, dass wir konkurrenzfähig sind, dass wir auch mit den Mannschaften mithalten können, die in der Tabelle weit über uns stehen, ihnen wehtun und Punkte klauen können. Das ist auch unser Ansatz für den Samstag."
"Respekt, aber keine Angst"
Die Bereitschaft, die nächste "Hausaufgabe" umfassend und qualitativ hochwertig zu erfüllen ist also vorhanden, ebenso wie das Wissen um den Schwierigkeitsgrad, den die Kieler dem SV 98 auferlegen werden. "Sie spielen eine sehr gute Runde, und ich bin davon überzeugt, dass sie alles versuchen werden, um dieses Wunder durchzuziehen", so Schuster am Donnerstag mit Blick auf die 45 Punkte, die die KSV als Aufsteiger bereits sammelte, bevor er schlussfolgerte: "Das macht die Aufgabe für uns brutal schwer."
"Brutal schwer", aber dennoch lösbar. Diese Einstellung strahlte Schuster in dem rund viertelstündigen Mediengespräch mit jedem seiner Worte aus: "Wir haben Respekt, aber keine Angst, weil wir wissen, was wir können. Wir müssen unseren Job mit aller Konsequenz und Konzentration erledigen."
Konzentration auf die eigene Leistung
Zudem machte Schuster klar, dass diese Vorgabe auch bedeutet, den Blick weiterhin nicht nach rechts oder links zu richten, um zu sehen, inwiefern die anderen Teams ihren Herausforderungen meistern: "Die Konzentration auf die eigene Leistung spielt eine große Rolle. Wir gucken auf uns und wollen das nächste Spiel in Kiel erfolgreich gestalten."
Verzichten muss der Chefcoach dabei auf Peter Niemeyer und den gesperrten Fabian Holland. Auch ein Einsatz von Felix Platte ist unwahrscheinlich. Ausfälle, die aber nichts an der grundlegenden Einstellung ändern, welche Schuster zum Abschluss noch einmal zu Protokoll gab: "Wenn man von sich überzeugt ist, den Glauben an die eigene Stärke hat und weiter sauber arbeitet, dann wird man auch belohnt werden."
Den nächsten Schritt dafür wollen die Lilien am Samstag gehen, um nach Abpfiff erneut einen Haken in das Hausaufgabenheft setzen zu können.