FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Nein, zu einer ausgiebigen Stadtbesichtigung ist es auch in der zurückliegenden Länderspielpause nicht gekommen. Dafür gab es auch in den pflichtspielfreien Tagen zu viele Themen, mit denen sich Dimitrios Grammozis beschäftigen wollte. Zwar bot die Unterbrechung im Spielbetrieb auch ein wenig Zeit zum Durchschnaufen für die Lilien, für den Cheftrainer stand aber vor allem eine Thematik im Vordergrund: Die Pause bestmöglich zu nutzen. Und dieses Vorhaben sei auch absolut gelungen, erklärte der 40-Jährige auf der Pressekonferenz am Donnerstag.
Ein wenig Wehmut sei bei dem einen oder anderen schon dabei gewesen, angesichts des Breaks nach den erfolgreichen Spielen gegen Kiel und in Hamburg. Viele Jungs hätten mit dem "guten Gefühl" der Erfolge gerne sofort weitergespielt. Doch Grammozis konnte der zusätzlichen Zeit mit dem Team viel Positives abgewinnen: "Insbesondere das Freundschaftsspiel gegen Aschaffenburg hat neue Erkenntnisse gegeben. Insgesamt konnten wir uns ein noch besseres Bild verschaffen. Die Pause hat gutgetan."
"Nicht alles rosarot"
Zumal in dieser Saison keine weitere Unterbrechung im Spielbetrieb mehr folgen wird. Die verbleibenden acht Partien werden im wöchentlichen Rhythmus absolviert, alle Kräfte für das letzte Saisonviertel benötigt. Da hilft es natürlich, dass die Mannschaft mit einem doppelten Erfolgserlebnis in die Pause ging, nachlassen dürfen die Lilien deshalb aber keineswegs, wie auch der Übungsleiter betonte: "Wir dürfen nicht alles rosarot sehen und sollten auf dem Boden zu bleiben. Der Sieg gegen den HSV hat uns viel Selbstvertrauen gegeben, aber ein Selbstläufer wird die nächste Partie deswegen nicht."
Die demonstrierte "Charakterstärke" der jüngeren Vergangenheit müsse sich der SV 98 aber dennoch unbedingt bewahren. Insbesondere, da diese laut Grammozis nicht nur in der Mannschaft, sondern im gesamten Verein und auch bei den Fans vorherrsche: "Das ist schon was Besonderes."
Zumal der gebürtige Wuppertaler nicht nur weitere Erkenntnisse über seine Akteure sammeln konnte, auch mit dem eigenen Anhang kam Grammozis in der Pause in den persönlichen Kontakt: "Wir hatten die Möglichkeit, bei der aktiven Fanszene vorbeizuschauen. Die Leidenschaft, mit der sie die Fans im Stadion mitreißen, ist schon beeindruckend."
Diese Leidenschaft wird nun auch auf dem Rasen gegen den nächsten Gegner aus Regensburg gefragt sein, um möglichst den dritten Sieg in Folge einzufahren. Wie schwer dieses Unterfangen wird, dessen ist sich der Grieche bewusst: "Die Regensburger haben eine starke Mentalität und mit Achim Beierlorzer einen Trainer, der einen guten Job macht", so Grammozis, der den kommenden Gegner zuletzt vor Ort im Spiel gegen Greuther Fürth beobachten konnte.
Schnelle Rückkehr
Begünstigt durch die Pause bietet sich Grammozis am Samstag mit Christoph Moritz eine weitere Option. Auch der Mittelfeldspieler, der sich im Spiel gegen Dynamo Dresden an der Schulter verletzte, hat die Unterbrechung optimal nutzen können und steht früher als erwartet wieder parat: "Er ist wieder voll im Mannschaftstraining integriert und haut sich in jeden Zweikampf rein", erzählte Grammozis, der den 29-Jährigen als "Kandidat für den Kader" bezeichnete.
Fehlen wird hingegen der gelbgesperrte Kapitän Fabian Holland, auf dessen Position in den Traininsgwochen verschiedene Optionen getestet wurden. Erschwert wird eine konkrete Planung auch durch eine kleinere Verletzung bei Sebastian Hertner, der nach einem Schlag auf die Rippe erst am Freitag wieder ins Training einsteigen soll. Doch unabhängig von der Startformation wollen die Lilien nach diesem Wochenende dem Ziel Klassenerhalt ein Stück nähergekommen sein. Auch damit Dimitrios Grammozis vielleicht in absehbarer Zukunft die Zeit für eine entspannte Stadttour finden kann.