FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Im Alltag wird als “schön” meist etwas bezeichnet, was einen besonderen Eindruck hinterlässt. Das kann ein schöner Körper sein, ein schönes Lied oder ein schönes Erlebnis - aber eben auch ein Fußballspiel. Schönheit wird sichtbar, wenn man sich gut fühlt und mit sich im Reinen ist. Schönheit bringt einen selbst und andere zum Lächeln. Und ein solches Lächeln zauberten die Lilien sowohl sich als auch allen Darmstädter Anhängern ins Gesicht - dank der Ästhetik ihres Spiels, dank des bravourösen Einzugs ins DFB-Pokalachtelfinale.
Der souveräne und ungefährdete 3:0-Erfolg des SV 98 war der Inbegriff für das, wofür der südhessische Fußball in dieser Saison stehen soll – aktiver Fußball mit seinem besonders offensiven Antlitz, kombiniert mit einer sicheren Defensive sowie der nötigen Leidenschaft. Und das von Minute eins bis neunzig. “Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen: Wir haben gegen eine richtig gute Mannschaft ein richtig gutes Spiel gemacht”, lobte Markus Anfang. Die Darmstädter, sie zeigten diesen unbedingten Siegeswillen. Dass die Mannen in den blau-weißen Trikots im Streifenlook am Ende unbedingt als Sieger vom Platz gehen wollten, wurde schnell deutlich. Zu dominant traten die Südhessen beim so formstarken Tabellenführer der 3. Liga auf – bei der SG Dynamo Dresden, die zuvor sieben der letzten acht Spiele gewonnen hatte. “Dass wir hier heute so auftreten, ist keine Selbstverständlichkeit”, sagte der Chefcoach der 98er, der von Stürmer Serdar Dursun verbale Unterstützung bekam: “Wir waren von der ersten Minute an präsent, wir waren sofort im Spiel und haben den Ball laufen lassen.”
Seit drei Spielen ohne Gegentor
Folgerichtig gingen die Lilien in Führung, legten im zweiten Durchgang noch zwei weitere Treffer nach. Tore, die schöner nicht hätten sein können. Ein Gewaltschuss von Fabian Schnellhardt – wunderschön. Eine Vorarbeit per Hacke von Dursun, die Seung-ho Paik eiskalt veredelte – traumhaft. Ein Treffer des Darmstädter Stürmers, welchem eine maßgeschneiderte Vorarbeit von Fabian Holland vorausging – entzückend. Drei Höhepunkte, die die Schönheit und Dominanz des Darmstädter Spiels an diesem Dienstagabend untermauerten. “Das war der perfekte Jahresabschluss”, zeigte sich Fabian Schnellhardt zufrieden.
Perfekt, weil das Jahr 2020 mit dem Einzug ins Achtelfinale endete. Perfekt aber auch, weil die harte Arbeit des vergangenen halbes Jahres in den Ergebnissen endlich Früchte trägt. Der Sieg in Dresden, es war der dritte in Folge. Zudem sind die Lilien seit 270 Minuten ohne Gegentor und haben derweil in der Offensive insgesamt neunmal geknipst. “Die letzten Spiele waren sehr positiv. Nicht nur von der Spielweise, sondern insbesondere, weil wir uns endlich belohnt haben”, fasste Schnellhardt zusammen und schob nach: “Die beiden Siege zuvor haben uns Rückenwind gegeben, wir sind sehr selbstbewusst aufgetreten.” Dieses Selbstvertrauen war in jeder Faser eines jeden Darmstädters zu spüren – in den Bewegungen, in den Abläufen, im Passspiel, im Torabschluss. “Jetzt stellen sich nach und nach die Ergebnisse ein”, erkannte Anfang.
Kurz Luft holen, dann Konzentration auf Bochum
Ergebnisse, die die Lilien auch im neuen Jahr bestätigen wollen. Und es geht Schlag auf Schlag. Eine Winterpause gibt es in dieser enggetakteten Saison nicht. Gleich am 2. Januar 2021 geht es direkt mit dem nächsten Ligaspiel weiter. Doch zuvor genießen die Lilien das Weihnachtsfest, sie haben es sich verdient. “Wir werden über die Weihnachtstage viel Kraft tanken und dann freuen wir uns schon wieder darauf, nach Bochum fahren zu dürfen”, betonte Schnellhardt mit Blick auf das Duell gegen den VfL, der aktuell auf Platz vier der 2. Bundesliga weilt. Dort wollen die 98er an dieses so ästhetische Pokalspiel anknüpfen, die Schönheit des Lilienfußballs wieder auf den Platz bringen. Anfang: “Das Dresden-Spiel ist jetzt die Messlatte für den nächsten Wochen.”