Lilien siegen standesgemäß in Arheilgen
Der SV Darmstadt 98 hat den ersten Test der Vorbereitung deutlich für sich entschieden. Beim Gruppenligisten SG Arheilgen siegte der SV 98 mit 12:0 (4:0).
Von der Regionalliga bis in die 2. Bundesliga – und genau dort befindet sich die SV 07 Elversberg in ihrer nun schon zweiten Saison in Folge. In den letzten Jahren hat sich die SVE rasant entwickelt. Eine Erfolgsgeschichte, die wohl kaum jemand auf dem Radar hatte. Nach zwei unglücklichen Saisons, in denen die Mannschaft von Horst Steffen jeweils nur knapp den Aufstieg in die 3. Liga als Zweitplatzierter der Regionalliga verpasste, gelang 2022 endlich der Durchbruch. Der Aufstieg wurde ausgelassen gefeiert, doch damit nicht genug: Die Saarländer marschierten direkt durch, holten sich die Meisterschaft in der 3. Liga und stiegen in die 2. Bundesliga auf. Zur Krönung dieser beeindruckenden Entwicklung sicherte sich die SVE mit Platz elf den Klassenerhalt in ihrer ersten Zweitligasaison.
Auch in dieser Saison sieht es vielversprechend für die SV 07 Elversberg aus. Am 13. Spieltag schaffte es das Team, sich bis auf den dritten Tabellenplatz zu spielen und damit in Schlagdistanz zu den direkten Aufstiegsplätzen zu sein. Nur drei Spieltage später gelang sogar zwischenzeitlich der Sprung an die Tabellenspitze. Die Herbstmeisterschaft mussten die Saarländer jedoch letztlich an den 1. FC Köln abgeben und rutschten noch aus den Top-3 heraus. Vor dem Duell mit dem SV Darmstadt 98 (8.2./13 Uhr) rangiert die SV Elversberg aktuell auf Platz neun – ein mehr als stabiler Mittelfeldplatz für die Saarländer.
| Top-Torjäger |
Top-Vorlagengeber |
| Fisnik Asllani – 10 Tore | Fisnik Asllani – 5 Assists |
| Luca Schnellbacher – 6 Tore | Muhammed Damar – 4 Assists |
| Muhammed Damar – 5 Tore | Maurice Neubauer – 4 Assists |
| Lukas Petkov – 3 Tore | Elias Baum – 4 Assists |
| Robin Fellhauer – 2 Tore | Robin Fellhauer – 3 Assists |
Von der Regionalliga bis in die 2. Bundesliga. Und dazu ein Team geformt, das aktuell im deutschen Unterhaus um die oberen Plätze mitspielt. Seit sechs Jahren steht Horst Steffen an der Seitenlinie der SV Elversberg und hat in dieser Zeit gemeinsam mit dem Verein zahlreiche Erfolge gefeiert. Rückblick. Schon beim ersten Treffen zwischen Steffen und der SVE war klar, dass diese Zusammenarbeit funktionieren würde. Das erste Gespräch, es dauerte lange. Sehr lange. „Meine Frau ist in der Zeit um den See gewandert und dachte irgendwann, ich hätte sie vergessen“, erzählte der 55-Jährige schmunzelnd dem kicker.
Seine Spielphilosophie ist klar und offensiv ausgerichtet: Immer den direkten Weg zum Tor suchen, anstatt „abzukappen, wenn wir außen durch oder hinter der Kette sind“. In dieser Saison setzt Steffen vor allem auf die Systeme 4-2-3-1 und 4-2-2-2 und ist ein großer Befürworter der Viererkette. Zwar habe ihn Julian Nagelsmann in der Vergangenheit für ein Fünferkettensystem begeistern können, doch nach wenig erfolgreichen Erfahrungen mit dieser Grundordnung in seiner Zeit in Chemnitz kehrte er schnell zur Viererkette zurück.
Grundsätzlich verfolgt der erfahrene Coach eine klare Linie: Er stellt seine „besten“ Spieler auf deren stärksten Positionen auf und baut mit den übrigen Akteuren ein schlagkräftiges Team drumherum. Dabei legt Steffen besonderen Wert auf ein gutes Miteinander innerhalb der Mannschaft: „Das Wort Konkurrenzkampf stört mich. Die Spieler sollen nicht gegeneinander kämpfen und sauer auf den anderen sein, wenn der spielt statt man selbst, sondern für den Erfolg arbeiten.“
Die SVE reist zum SV Darmstadt 98 mit einem äußerst starken Sturmduo an. Die Angreifer Fisnik Asllani und Luca Schnellbacher kommen in dieser Saison gemeinsam auf beeindruckende 23 Scorerpunkte (16 Tore und 7 Assists) und gehören damit zu den gefährlichsten Sturmduos der Liga. Nur die Duos von Schalke, Hamburg, Karlsruhe und Magdeburg kommen auf mehr Tore. Mit insgesamt 35 Saisontreffern reiht sich der saarländische Verein im oberen Mittelfeld der torgefährlichsten Teams ein.
34. Spieltag der Bundesliga-Saison 2020/21. Die große Allianz Arena – und mittendrin ein junger Mann hinter der Seitenlinie, der nur darauf wartet, unter außergewöhnlichen Umständen sein Profidebüt zu feiern: Zwar gegen den deutschen Rekordmeister, aber vor leeren Rängen. In der 87. Minute war es dann so weit: Lukas Petkov betrat damals noch in den Diensten des FC Augsburg das Spielfeld. Die Hausherren gewannen damals mit 5:2. Doch trotz der Niederlage bleibt dieser Moment für den Offensivspieler unvergessen. „Dass es ausgerechnet beim FC Bayern war, bei der besten Mannschaft der Welt momentan, ist natürlich ein Optimum“, erklärte Petkov damals nach der Partie gegenüber dem kicker.
Nach seinem Debüt folgte eine Leihe in die 3. Liga zum SC Verl, später eine Rückkehr zum FCA und eine erneute Leihe – diesmal in die 2. Bundesliga zur SpVgg Greuther Fürth. Vor der aktuellen Saison schlug schließlich die SV Elversberg zu und verpflichtete den talentierten 24-Jährigen. In dieser Spielzeit erzielte der Rechtsaußen bisher drei Treffer in 18 Pflichtspielen – zwei davon in den letzten drei Zweitligapartien. Baut sich der Junge da gerade einen Lauf auf?
Auch auf internationaler Ebene war Petkov bereits im Einsatz und steht seit 2023 immer mal wieder im Kader der bulgarischen Nationalmannschaft – mitunter auch zusammen mit Darmstadts Linksverteidiger Fabian Nürnberger. Bislang absolvierte er fünf Länderspiele, darunter drei Freundschafts- und zwei EM-Qualifikationsspiele.