FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Zu den schwierigsten Aufgaben eines Cheftrainers gehört mit Sicherheit die allwöchentliche Benennung des Spielerkaders. Vor der Partie in Braunschweig löst sich diese Herausforderung für Torsten Frings aber fast von allein. "Wir pfeifen personell momentan quasi aus dem letzten Loch", zeigte sich der 40-Jährige auf der Pressekonferenz dementsprechend unglücklich über die Dezimierung seiner Mannschaft, betonte aber auch die Chance, die sich durch die Ausfälle auftut.
Neben dem gesperrten Hamit Altintop fehlen den Lilien in Braunschweig Daniel Heuer Fernandes, Peter Niemeyer, Tobi Kempe und nun auch Felix Platte. Auch hinter Jan Rosenthal, der sich mit Adduktorenproblemen herumplagt, steht ein Fragezeichen. Frings: "Das sind wichtige Spieler. Aber es ist die Zeit, in der sich jeder zeigen kann. Die Jungs können beweisen, was sie draufhaben. Und zwar gegen eine richtig gute Mannschaft."
Zwar hinken die Braunschweiger mit 16 Zählern aktuell ein wenig den eigenen Ambitionen hinterher, eine größere Anzahl an Punkten wäre aber mit Sicherheit möglich gewesen, wie auch Frings aufgrund seiner Beobachtungen feststellte: "In vielen Spielen haben sie unglücklich verloren oder nur einen Punkt geholt."
"Vorbild" Braunschweig
Im heimischen Eintracht-Stadion stimmt zudem auch in dieser Saison die Ausbeute, angesichts von 11 Zählern und dem fünften Platz in der Heimtabelle. "Zu Hause sind sie enorm stark", ist sich Frings daher auch der Schwere der Aufgabe bewusst, die er mit seiner umformierten Mannschaft aber gerne annimmt: "Wir sind zu Umstellungen gezwungen, aber werden trotzdem versuchen, dort etwas mitzunehmen", so der frühere Nationalspieler, der auch den Weg zu möglichen Auswärtspunkten vorzeichnete: "Wichtig ist, dass wir an uns glauben, weiter arbeiten und das Erfolgserlebnis erzwingen."
Diesem angestrebten Erfolgserlebnis stellt sich mit den Niedersachsen eine Mannschaft in den Weg, die Frings aufgrund der letzten Jahre durchaus als "Vorbild" für die Lilien sieht. "Nach dem Bundesliga-Abstieg haben sie sich Zeit genommen, um sich zu entwickeln", blickte der Cheftrainer auch auf die starken Braunschweiger Platzierungen in den letzten Jahren – verbunden mit der Hoffnung, in den nächsten Jahren "einen ähnlichen Weg" mit dem Ziel der Etablierung beschreiten zu können.
"Können uns alle auf das Spiel freuen"
Als kurzfristiges Ziel steht zunächst aber etwas Zählbares im Eintracht-Stadion auf dem Wunschzettel. Eine Aufgabe, die auch Kevin Großkreutz trotz der Personalprobleme mit Optimismus angeht: "Es fehlen viele Spieler, aber unser Kader ist stark genug. Wir wollen auch in Braunschweig gewinnen."
Der 29-Jährige lief in seiner Karriere bislang zweimal in Braunschweig auf und trat die Rückfahrt jeweils mit drei Zählern im Gepäck an. Nicht der einzige Grund, warum der Allrounder der Auswärtsreise entgegenfiebert: "Dort herrscht immer eine super Atmosphäre. Es wird ein geiles Spiel, da können wir uns alle drauf freuen."
Bislang haben sich bereits 750 Lilienfans mit Tickets eingedeckt, vor Ort werden weitere Karten an der Tageskasse erhältlich sein.