FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
185 Pflichtspiele hat Marcel Heller bereits im Trikot der Lilien absolviert, zahlreiche auch unter Flutlicht. Und der 33-Jährige genießt die Partien zur Abendstunde, fiebert daher auch der kommenden Begegnung in Osnabrück entgegen. Im Vorfeld sprach der Flügelflitzer mit uns über Flutlicht-Atmosphäre, die Bremer Brücke und mitreisende Lilienfans.
sv98.de: Marcel, haben Flutlichtspiele für dich einen besonderen Reiz?
Marcel Heller: Die Atmosphäre unter Flutlicht ist noch einmal eine andere. Es ist dunkel, die Masten leuchten, das gibt schon beim Einlaufen ein besonderes Gefühl. Für mich persönlich haben diese Spiele ihren eigenen Charme, die Stimmung ist meist bombastisch, ich freue mich immer auf die Abendspiele und genieße sie dementsprechend.
sv98.de: Auch auf den Rängen ist es unter Flutlicht gefühlt noch einen Ticken lauter. Nimmst du das auch so war?
Heller: Generell bin ich immer fokussiert auf das Spiel, sodass ich nicht alles im Umfeld genau wahrnehme. Aber ich habe schon das Gefühl, dass die Leute diese Spiele mögen, wenn der Rasen angestrahlt ist und dann Fußball gespielt wird. Das kitzelt sicherlich auch noch ein paar Prozentpunkte in der Stimmung hervor.
sv98.de: Wie ist es als Spieler abends zu spielen, wenn man eigentlich einen anderen Ablauf gewohnt ist. Bedeutet das für euch eine Umstellung?
Heller: Wir haben in dieser Woche einmal zur Anstoßzeit trainiert, um den Biorhythmus auf die späte Belastung vorzubereiten und den Körper darauf einzustellen. Aber für mich bedeuten die späten Spiele keine besondere Umstellung, ich freue mich generell darauf, Fußball zu spielen. Ich weiß nicht, wie es die anderen Spieler halten, da hat jeder auch eine andere Herangehensweise.
sv98.de: Das letzte Spiel, das um 20.30 Uhr angepfiffen wurde, dürfte dir in guter Erinnerung geblieben sein. Der 2:1-Heimsieg gegen St. Pauli, bei dem du das 1:1 erzielen konntest. Eines dieser Spiele, das auch durch den späten Anpfiff unter Flutlicht nochmal diese Dynamik annehmen konnte?
Heller: Wir waren lange in Rückstand, konnten das Spiel am Ende noch zu unseren Gunsten drehen und da haben wir schon gemerkt, was für eine Atmosphäre unter Flutlicht – speziell auch am Bölle – entstehen kann. Es war schon Wahnsinn, was hier los gewesen ist, nach dem 2:1 sind sicherlich einige Bierbecher durch die Luft geflogen. (lacht) Die Leute genießen diese Spiele auch und mit Sicherheit werden wir auch in dieser Saison noch das eine oder andere Heimspiel unter Flutlicht bestreiten können.
sv98.de: Zunächst steht aber ein Auswärtsspiel am Abend vor der Tür. Das letzte Duell mit dem VfL Osnabrück fand im Januar 2014 statt, damals wart ihr an der Bremer Brücke zu Gast. Du warst bereits mit dabei. Kannst du dich an das Spiel erinnern?
Heller: Ich weiß natürlich, dass es in der 3. Liga war und ich glaube, wir haben 1:1 gespielt und einen Punkt mitgenommen. Definitiv in Erinnerung geblieben ist mir die Bremer Brücke, ein spezielles Stadion mit großer Atmosphäre. Es ist traditionell und kompakt und der VfL lebt sicherlich auch von der Stimmung dort. Für die Auswärtsteams ist es immer enorm schwierig und unangenehm, an der Bremer Brücke zu spielen und das wird uns am Montag auch wieder erwarten. Aber wir freuen uns auf die Aufgabe und sind sicherlich gut gerüstet.
sv98.de: Zumal ihr mit vier Punkten und dem souveränen Sieg im Pokal im Gepäck anreist…
Heller: Natürlich ist es schön, dass wir aus den zwei schwierigen Spielen zum Auftakt vier Punkte mitnehmen konnten. Das macht die Brust breiter, wir fahren mit viel Selbstvertrauen nach Osnabrück. Wir haben schon viele gute Inhalte gezeigt von dem, was wir in dieser Saison umsetzen wollen, können aber natürlich auch noch einiges verbessern. Daran arbeiten wir in den Einheiten und wollen möglichst schon am Montag wieder einen Schritt nach vorne machen.
sv98.de: Trotz der längeren Anreise und dem Termin am Montagabend werden euch wieder mehrere hundert Lilienfans begleiten. Immer wieder eine besondere Unterstützung?
Heller: Ich bewundere unsere Fans schon seit Jahren für das, was sie auf die Beine stellen. Ob es Auswärtsfahrten mit dem Schiff oder dem Flugzeug sind, oder einfach die wöchentliche Unterstützung, die wir erfahren dürfen. Ich bin wirklich froh, dass uns so viele Leute live sehen möchten und uns immer begleiten. Der Termin am Montag ist für viele Leute schwierig, die Fahrt dauert ein paar Stunden. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass sich so viele auf den Weg machen werden. Uns bringt jeder einzelne Fan nach vorne, wir werden gepusht und wollen natürlich nach Abpfiff gemeinsam mit den Fans feiern.