Unentschieden bei der Generalprobe
Der SV Darmstadt 98 und der englische Zweitligist FC Portsmouth haben sich bei der Generalprobe vor dem offiziellen Saisonstart mit einem torlosen Remis getrennt.
Was braucht es, um gegen den FC Bayern München zu gewinnen? Wie sieht es personell bei den Lilien aus? Und wie blickt Torsten Lieberknecht auf die ersten acht Spiele dieser Saison? Auf der Pressekonferenz am Donnerstag (26.10.) beantwortete der Cheftrainer des SV Darmstadt 98 diese und weitere Fragen vor dem Auswärtsspiel der Südhessen in der Allianz Arena (28.10./15.30 Uhr). Wir haben die wichtigsten Lieberknecht-Aussagen für Euch zusammengefasst.
Fabio Torsiello befindet sich noch in der Reha. Aaron Seydel trainiert zwar wieder, ist aber keine Option für das Bayern-Spiel. Ansonsten werden – Stand heute – alle Mann am Freitag wieder auf dem Trainingsplatz stehen.
Momentan ist es einfacher, eine Startelf hinzubekommen als einen Kader auszuwählen. Dass alle Mann an Bord sind, ist für mich als Trainer kein Luxusproblem. Denn viele Jungs trainieren auf einem Level und zeigen sich engagiert. Bei mir gibt es dann immer Parameter, die mir wichtig sind wie die Dauer der gezeigten Leistung oder die Ausfallzeit bei Verletzungen. Manchmal müssen es die Jungs aber auch einfach hinnehmen, wenn sie nicht im Kader stehen. Natürlich möchte jeder in den Kader reinrutschen. Doch die Jungs wissen, dass es auch Härtefälle geben wird.
Thema bei uns nach dem Leipzig-Spiel waren weniger die beiden Gegentore. Wichtig war vielmehr, dass wir eine gute Reaktion gezeigt und uns schnell geschüttelt haben. Es ist wichtig, für meine Jungs zu wissen, dass sie sich von frühen Gegentoren schnell erholen können. Die Bayern haben in den letzten Spielen immer recht früh ihre Tore geschossen. Das werden wir versuchen zu verhindern.
Ein Spiel bei den Bayern, das ist Bundesliga. Dieses Bundesliga-Spiel haben wir uns erarbeitet. Daher spüren wir Vorfreude. Jeder weiß, dass es kein einfacher Gegner ist, auf den wir am Samstag treffen. Trotzdem wollen wir uns als Mannschaft gut präsentieren. Wir wissen, dass wir mit Sicherheit viel in der Defensive beschäftigt sein werden. Die Jungs werden von uns so vorbereitet, dass sie ihre beste Leistung auf dem Platz zeigen können. Zudem wollen wir ihnen eine Sicherheit in unserem Spiel mitgeben – sowohl mit als auch gegen den Ball. Trotzdem hat natürlich der Gegner seine Klasse und Stärke, das ein oder andere zu bespielen. Egal, was ist: Die Bayern haben die Qualität, alle Situationen aufzulösen. Wir dagegen brauchen einen perfekten Tag und einen Moment der Schwäche der Bayern, um am Samstag erfolgreich zu sein. Vielleicht gibt es den einen Schwächemoment, den die Bayern bislang so noch nicht gezeigt haben.
Wir hatten einen schweren Start, trotzdem haben wir uns reinentwickelt in diese Liga. Es gab in dieser Saison schon Spiele, in denen wir hätten mehr mitnehmen können – wie in Frankfurt oder zuhause gegen Gladbach. Wir haben jetzt sieben Punkte. Die Ausbeute ist ok. Wichtig ist vor allem aber die Art und Weise, wie wir die Punkte geholt haben. Unsere Siege waren verdient. Die Fans merken, dass sich die Mannschaft entwickelt und die Jungs in einer noch langen Saison in der Lage sind, sich die Chance zu erhalten, auch im nächsten Jahr in dieser Liga zu spielen.