FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Es geht Schlag auf Schlag: Bereits am Dienstag (26.5./18.30 Uhr) gastiert der SV Darmstadt 98 beim FC Erzgebirge Aue. Vor dem 28. Spieltag der 2. Bundesliga fand am Böllenfalltor das virtuelle Mediengespräch mit Dimitrios Grammozis statt. Der Cheftrainer der Lilien blickte zurück auf den Heimsieg gegen St. Pauli, sprach über Selbstvertrauen, den kommenden Gegner sowie die tabellarische Situation und lieferte das gewohnte Personalupdate.
…zum Personal:
Unsere langzeitverletzten Spieler, Mathias Wittek und Immanuel Höhn, fehlen weiterhin. Sie sind aber auf dem Weg der Besserung und ziehen ihr Reha-Programm derzeit super durch. Felix Platte hat sich am Samstag eine Platzwunde zugezogen und hatte nach dem Spiel etwas Kopfschmerzen. Aber wir haben grünes Licht bekommen: Er wird heute mit ein bisschen Vorsicht trainieren, aber die Einheit voll absolvieren können. Matthias Bader war gegen St. Pauli wieder im Kader und sogar eine Option für die Startelf. Wir haben uns aber für Patrick Herrmann entschieden, der – wie die gesamte Mannschaft – eine gute Leistung gezeigt hat.
…über das vergangene St. Pauli-Spiel:
Wir haben uns über die Art und Weise gefreut, wie die Mannschaft aufgetreten ist. Vor allem darauf haben wir ganz besonderes Augenmerk gelegt. Im Gegensatz dazu haben wir uns in Karlsruhe nicht so präsentiert, wie wir uns präsentieren möchten. Gegen St. Pauli haben wir es viel besser gemacht und die Mannschaft hat die Vorgaben super umgesetzt. Mich hat besonders gefreut, dass wirkliche alle Jungs sehr gut performt haben – auch die Spieler, die nicht von Beginn an gespielt haben und dann reinkamen. Sie haben uns in einer Phase sehr geholfen, in der es sehr eng wurde und St. Pauli offensiv wechselte. Ich bin daher sehr zufrieden mit unserer Leistung. Aber natürlich habe ich mir das Spiel noch einmal in der Nachbetrachtung angeschaut und Punkte gefunden, die wir verbessern können. Doch insgesamt freue ich mich darüber, dass wir über die verbesserungswürdigen Punkte auf sehr hohem Niveau diskutieren. Die Jungs haben sich in der letzten Zeit enorm weiterentwickelt und einen Schritt nach vorne gemacht.
…über das gewonnene Selbstvertrauen für das Spiel in Aue:
Wir haben nach dem guten Spiel gegen St. Pauli viel Selbstvertrauen. Aber – das habe ich auch schon den Jungs gesagt und werde es nochmal betonen – mit Aue wartet ein starker Gegner auf uns, der sehr viel Qualität und gute Spieler in der Mannschaft hat. Das haben sie zuletzt gegen Nürnberg gezeigt. Sie stehen kompakt, sind sehr zweikampf- und konterstark. Gerade in der Offensive haben sie mit Florian Krüger, Dimitrij Nazarov und Jan Hochscheidt gefährliche Spieler. Daher wird es wieder eine schwierige Aufgabe für uns. Aber wir freuen uns darauf, nach Aue zu fahren und uns mit ihnen zu messen. Dirk Schuster und seine Mannschaft wollen uns schlagen und gegen uns punkten. Unser Ziel ist das gleiche. Die Zuschauer vor den Bildschirmen können sich auf ein interessantes Spiel freuen.
…über die Heimstärke des FC Erzgebirge Aue:
Bis zur Corona-Pause hatten die Zuschauer im neuen Stadion, das viel enger als das alte Stadion ist, eine große und positive Wirkung auf die Mannschaft. Die Fans sind sehr mit der Stadt und dem Verein verbunden und unterstützen ihr Team lautstark. Das war ein wichtiger Faktor. Wir fahren mit dem Wissen nach Aue, dass der Gegner alles versuchen wird. Wir werden genauso alles raushauen. Wir wollen den positiven Weg weitergehen.
…über die unterschiedlichen Gesichter nach dem Re-Start:
Wir waren nach dem KSC-Spiel sehr enttäuscht. Davor haben wir aber sehr viele Spiele nicht verloren und mit einer sehr guten Art und Weise die Partien bestritten. Daher kommt es auch mal vor, dass die Mannschaft keinen guten Tag erwischt. Viel wichtiger war aber die Reaktion: Wir haben keine Alibis gesucht, sondern uns selbstkritisch mit der Niederlage auseinandergesetzt – ohne aber alles schwarzzumalen. Wir haben die Fehler angesprochen und die Jungs haben eine super Reaktion gezeigt. Ihnen macht es schließlich auch viel mehr Spaß, mit einem guten Gefühl nach einer guten Mannschaftsleistung nach Hause zu fahren. Dieses Gefühl wollen wir auch nach dem Spiel in Aue wieder genießen.
…über eine mögliche Rotation in der Englischen Woche:
Wir werden auf der einen oder anderen Position überlegen, wie wir die Spiele angehen werden. Drei Partien in sechs Tagen sind für die Spieler eine hohe Belastung. Aber auch taktische Gründe können eine Rolle spielen, warum wir auf der einen oder anderen Position rotieren. Wir werden heute das Training abwarten und uns dann entscheiden, welche Elf wir gegen Aue auf den Platz schicken.
…über Dirk Schuster:
Dirk Schuster und ich kennen uns nicht so gut. Wir haben uns auf einer Trainerfortbildung sowie nach dem Spiel in der Hinrunde unterhalten, hatten aber noch nicht die Möglichkeit, uns näher kennenzulernen. Weiter brauche ich vermutlich nicht alle Erfolge und Dinge aufzuzählen, die er für den Verein getan hat. Dirk Schuster wird morgen Abend aber sein Darmstadt-Herz beiseitelegen und gegen uns gewinnen wollen.
…über den Vorsprung auf die Abstiegsplätze:
Nein, der Klassenerhalt ist noch nicht sicher. Wir haben wieder einen wichtigen Schritt getan. Man hat aber in den vergangenen Jahren gesehen, wie eng die 2. Bundesliga in den letzten Spieltagen noch werden kann. Da können auf einmal auch Mannschaften eine Serie starten, die im Moment weiter unten stehen. Wir dürfen in keinster Weise nachlassen und nicht denken, dass wir einen Gang zurückschalten oder ein paar Prozentpunkte weniger geben können. Wir müssen vielmehr noch eine Schippe drauflegen. Wir haben in diese Woche zwei wichtige Spiele vor der Brust und nur darauf liegt zu einhundert Prozent unser Fokus.
…über den Blick nach oben:
Auch wenn vielleicht einige schon nach höheren Zielen streben: Für uns ist es wichtig, von Spiel zu Spiel zu denken. Das werden wir weiterhin tun und damit sind wir bislang sehr gut gefahren. Wir gucken nicht, was in zwei oder drei Wochen sein könnte. Stattdessen konzentrieren wir uns nur auf unsere Leistung und die wollen wir morgen wieder abrufen.