Nürnberger bleibt in Darmstadt
Der SV 98 kann weiterhin auf die Dienste von Fabian Nürnberger bauen. Die Lilien haben den auslaufenden Vertrag mit dem bulgarischen Nationalspieler verlängert.
Mittwochabend, Flutlicht und ein pickepackevolles Rudolf-Harbig-Stadion. Und damit rein in den Pokalmodus. Für die Lilien geht es in der 2. Runde des DFB-Pokals auswärts gegen Drittligist Dynamo Dresden. Anpfiff am Mittwoch (30.10.) ist um 20.45 Uhr. Um für den Pokalfight bestens gewappnet zu sein, haben wir uns den Gegner des SV 98 einmal genauer angeschaut und alles Wissenswerte für Euch in unserem Gegnercheck zusammengefasst.
Die Aufstiegsplätze sind in Reichweite für Dynamo Dresden. Ohnehin ist das Aufstiegsrennen in der 3. Liga aber nach zwölf Spieltagen noch super eng. Die Plätze eins bis sechs trennen gerade einmal zwei Punkte. Dynamo Dresden befindet sich dabei mit 21 Zählern auf dem vierten Rang – hinter Bielefeld (22), Sandhausen und Cottbus (beide 23), vor Saarbrücken und Wiesbaden (beide 21). Nachdem die Dresdner zuletzt vier Spiele in Folge nicht gewinnen konnten, sammelten sie am vergangenen Wochenende dann doch noch mächtig Selbstvertrauen für den Pokalfight am Mittwochabend. So siegte die SGD gegen die Zweitvertretung von Hannover 96 dank eines späten Treffers in der Nachspielzeit vor heimischer Kulisse mit 2:1.
| Top-Torjäger | Top-Vorlagengeber |
| Christoph Daferner – 6 Tore | Niklas Hauptmann – 2 Assists |
| Tony Menzel – 4 Tore | Philip Heise – 2 Assists |
| Robin Meißner – 4 Tore | Oliver Batista Meier – 2 Assists |
| Stefan Kutschke – 3 Tore | Tony Menzel – 2 Assists |
BVB-Profi und Nationalspieler Nico Schlotterbeck und Yannick Keitel vom VfB Stuttgart oder Torhüter Noah Atubolu vom SC Freiburg sowie viele weitere erst- und zweitligaerfahrene Spieler. Sie alle trainierten einst unter Thomas Stamm, dem Cheftrainer von Dynamo Dresden. Lange Zeit arbeitete der 41-jährige Schweizer für den SC Freiburg erst im Jugendbereich, dann für die zweite Mannschaft und leistete dort von 2015 bis 2024 hervorragende Arbeit. Mit der Freiburger U23 gelang ihm unter anderem das Erreichen des zweiten Platzes in der 3. Liga, was den Aufstieg in die 2. Bundesliga zur Folge gehabt hätte, wenn denn Zweitvertretungen hätten aufsteigen dürfen.
Im Sommer diesen Jahres erhielt der in Zürich geborene, frühere Mittelfeldspieler die Chance, erstmals als Cheftrainer eine Herrenmannschaft im Profifußball zu übernehmen. Dynamo Dresden klopfte an, Stamm sagte ja. Grundsätzlich legt der Übungsleiter viel Wert auf das Spiel mit dem Ball. Von seiner Mannschaft fordert er lange Ballbesitzphasen, die im besten Falle mit einer Torchance enden. Gegen den Ball versucht Stamm mit seinem Team, das Zentrum so schnell wie möglich eng zu bekommen, sodass der Gegner wenig Durchschlagskraft über die Mitte erzeugen kann.
Ungemütlich ist es wohl für jede Gastmannschaft im Rudolf-Harbig-Stadion. Ungemütlich wird es wohl auch für die Darmstädter, wenn sie die Heimspielstätte der SG Dynamo Dresden betreten. Denn die Dynamo-Fans, die für den Pokalabend das Motto „Alle in Gelb“ ausgerufen haben, machen es mit ihrem lautstarken Support jedem Gegner schwer, dort zu spielen und einen Auswärtssieg mitzunehmen. Der Beweis: Bislang verlor Dynamo Dresden in dieser Saison noch kein einziges Heimspiel, darunter zählt auch der 2:0-Erfolg in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Zweitligist Fortuna Düsseldorf. In der Heimtabelle der 3. Liga belegen die Sachsen den dritten Rang – nur Cottbus und Sandhausen (beide 13) sammelten mehr Punkte vor heimischer Kulisse als Dynamo (12).
Christoph Daferner und Dynamo Dresden. Das passt einfach zusammen. Von 2020 bis 2022 kickte der Mittelstürmer bereits für die Sportgemeinschaft aus der sächsischen Landeshauptstadt. Zusammen stiegen sie in die 2. Bundesliga auf. Und obwohl es für Dynamo direkt wieder eine Liga runter ging, wusste Daferner im schwarz-gelben Trikot zu überzeugen und erzielte 13 Tore.
Nachdem es dem mittlerweile 26-Jährigen anschließend in Nürnberg auf Dauer nicht gelang, an seine Dresdner Leistungen anzuknüpfen, folgte nach einer Leihe zu Fortuna Düsseldorf dann im Sommer die Rückkehr zur alten Liebe. „Die Zeit bei Dynamo war hochemotional und hat mich geprägt. Ich werde alles dafür tun, in der kommenden Saison meinen Beitrag zum Erfolg der Mannschaft beizutragen“, berichtete der 1,89 Meter große Stürmer bei seiner Vertragsunterzeichnung. In der bisherigen Drittligasaison schlug Daferner in zwölf Spielen bereits sechsmal zu, steht zurzeit auf Platz fünf der Torjägerliste der 3. Liga und ist bester Torschütze seiner Mannschaft.