FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Wie zart, wirklich hauchzart die Lilien gegen Jahn Regensburg an dem anvisierten Dreier vorbeischrammten, zeigten die letzten Momente des Spiels. Da nämlich - die Nachspielzeit tickte langsam den Ende entgegen - schraubte sich Marcel Franke nach einem Eckball am höchsten, wuchtete die Flanke mit seinem Schädel aber nur Zentimeter am Tor vorbei. Es wäre der verdiente Sieg gewesen. Und natürlich ärgerten sich die Beteiligten über den verpassten überfälligen Dreier. Und dennoch überwog das positive Gefühl über die ansprechende Mannschaftsleistung.
"Das, was wir uns vorgenommen haben, haben wir sehr gut auf den Platz bekommen", konstatierte Cheftrainer Dimitrios Grammozis im Anschluss an das dritte ungeschlagene Spiel in Serie. Und auch Mittelfeldmann Yannick Stark, der von Anfang an auf dem Feld stand, lobte: "Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, uns viele Chancen erarbeitet und herausgespielt." Im Grunde waren die Bedingungen für einen Dreier also gegeben, nur war ein Faktor bei dieser Rechnung noch nicht mit einbezogen: das nötige Spielglück. Das schien an diesem sonnigen Samstagnachmittag, anders als noch in Hamburg, nicht auf der Seite der Südhessen zu stehen. "Die Chancenverwertung war sicher nicht optimal, der gegnerische Torwart hat ein paar Mal gut reagiert, es kam vieles zusammen" resümierte Stark.
Viele Chancen erarbeitet, viele Chancen vergeben
In der Tat hatten die Darmstädter den Gast aus Regensburg mehr als eine Stunde lang weitestgehend im Griff und hätten auch schon mit zwei oder drei Toren führen können. Das taten sie aber nicht, weil die oft schön herausgespielten Tormöglichkeiten aufgrund eines glänzend aufgelegten Philipp Pentke lediglich ein Mal zu einem Treffer führten. Und zwar als Serdar Dursun eine passgenaue Flanke von Marcel Heller per Volleyabnahme zu verwerten wusste. Quasi aus dem Nichts traf Regensburgs Andreas Geipl dann zum Ausgleich, was gleichzeitig zu einem offeneren Spiel führte. Näher an einem Sieg waren aber auch nach dem Gegentreffer die Lilien. Das sah auch Grammozis so: "Wenn man den Kopfball von Franke in der letzten Sekunde sieht, muss man eigentlich gewinnen." Der Innenverteidiger und gestrige Kapitän pflichtete ihm einen Tag später beim Auslaufen bei: "Den muss ich natürlich machen. Aber das hebe ich mir dann auf für die nächsten Spiele auf." Dieser Mix aus leichtem Ärger über den verpassten Dreier, aber dennoch auch Optimismus aufgrund der Leistung war auch bei der Einheit am Sonntag gegenwärtig. Denn: Unabhängig vom Ergebnis schafft es die Mannschaft immer mehr, ihr Spiel durchzudrücken und es dem Gegner zu diktieren. Die Entwicklung der vergangenen Wochen wurde am Samstagnachmittag im Böllenfalltor weiter fortgeführt.
Automatismen greifen immer mehr
Dass die Automatismen immer mehr greifen, findet auch Heller: "Als Mannschaft finden wir immer besser in das Spielsystem, was der Trainer vorgibt." Es ist eine Entwicklung, die Hoffnung macht, bei der es aber auch wieder Rückschläge geben kann. Tage, an denen man nicht so gut ins Spiel reinkommt, oder die gegnerische Defensive scheinbar keine Lücken zulassen wird. Denn: So wenig, wie der Jahn "sicher keine Laufkaufkundschaft" (Heller) gewesen sei, so wenig sind es auch die beiden kommenden kniffligen Auswärtsaufgaben in Fürth und in Magdeburg. Jetzt gelte es, "auf dem Spiel aufzubauen und im nächsten Spiel in Fürth Punkte zu sammeln." Und damit die positive Entwicklung weiter zu führen.