FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Er fasst sich ins Gesicht und blickt auf seine Hand. Was Felix Platte dabei sieht? Blut, viel Blut. Denn über seinem Auge rangt ein großer Cut. Der Stürmer des SV 98, der sich in jeden Zweikampf warf, musste viel einstecken - besonders in der 57. Minute. Als der Ellenbogen eines St. Paulianers über seiner rechten Augenbraue einschlug, spürte Platte aufgrund des vielen Adrenalins den Schmerz gar nicht so sehr. "Macht da schnell irgendwas drum, habe ich zu den Physios gesagt”, erinnert sich der Stürmer. Aber das ging nicht, die Blutung war zu stark. Er musste raus - ob er wollte oder nicht. Der Schmerz schoss ihm erst im Anschluss in den Kopf, auch wenn dieser doch stark abgemildert wurde. "Ich glaube, eine 0:4-Niederlage tut deutlich mehr weh als eine Platzwunde. Deswegen bin ich sehr froh, auf Darmstädter Seite zu sein", sagt er.
“Ein anderes Gesicht zeigen”, so das Motto der Lilien vor dem 27. Spieltag. Felix Platte hat jenes unfreiwillig wohl zu ernst genommen. Sein Gesicht sieht einen Tag nach dem Heimsieg lädiert aus, das Auge noch geschwollen. Doch trübt ihn das nicht über das positive Ergebnis sowie die Reaktion, die die Darmstädter nach dem Spiel in Karlsruhe zeigten. Ein wenig kraftlos, mutlos, insgesamt enttäuschend: Wörter, die oft Verwendung fanden, wurde über die 0:2-Niederlage des SV 98 zum Re-Start der 2. Bundesliga gesprochen – in den Medien, unter den Fans, aber auch innerhalb der Mannschaft. Sehr selbstkritisch sei diese in der Nachbetrachtung gewesen und habe schon unter Woche eine andere Herangehensweise an den Tag gelegt, betonte Dimitrios Grammozis auf der Pressekonferenz vor dem St. Pauli-Spiel. Doch galt es, diese Energie am Spieltag selbst umzusetzen.
Deutliche Reaktion und ein Dosenöffner