Der Mittwochvormittag war ein erster, ganz kleiner Schritt in Richtung Normalität, auch wenn an ein gewöhnliches Mannschaftstraining noch längst nicht zu denken ist. Seit dieser Woche darf der SV Darmstadt 98 unter strengen Bestimmungen den Trainingsbetrieb am Böllenfalltor wieder aufnehmen (siehe Extrameldung). In den vergangenen Wochen hielten sich die Lilienprofis dagegen in den eigenen vier Wänden mit individuellen Plänen fit, jetzt sind sie zurück auf dem Platz – mit nötigem Sicherheitsabstand und in Kleinstgruppen.
Während um 10.30 Uhr die ersten zwölf Lilienprofis aufgeteilt in zwei Sechsergruppen die beiden Trainingsplätze am Bölle betraten, schnürten eine Stunde später zwei weitere Sechsergruppen die Fußballschuhe. Nur Mathias Wittek (Kreuzbandriss), Immanuel Höhn (Außenknöchelbruch) und Patrick Herrmann (Sprunggelenksprobleme) fehlten verletzungsbedingt. Cheftrainer Dimitrios Grammozis teilte die Gruppen positionsgetreu ein. An ein komplexes Training war allerdings nicht zu denken. Schließlich achteten alle Akteure strikt darauf, eine große räumliche Distanz zu wahren. Selbst die Trinkpause, bei der sonst alle Spieler zusammenkommen, unterlag der strengen Einhaltung der Vorschriften: So hatte jeder der sechs Spieler auf dem Feld seine eigene Trinkstation mit ausreichend Abstand zu den Teamkollegen.