FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Auch als die zahlreichen Ehrenrunden ein Ende genommen hatten, die unzähligen Geschenke entgegengenommen waren und so ziemlich jeder Lilienfan ein Erinnerungsfoto geschossen hatte, fand Sandro Sirigu noch keine ruhige Minute. Denn als der 30-Jährige eine knappe Stunde nach Abpfiff die Kabine betrat, da feierten ihn seine Teamkollegen noch einmal ausgiebig. Das größte Geschenk hatten sie ihm bereits zuvor bereitet – drei Punkte und einen verdienten Heimsieg beim abschließenden Lebewohl.
"Wir konnten den Fans und den Spielern, die den Verein verlassen, einen schönen Abschied bescheren", erklärte Yannick Stark und brachte den gesamten Tag mit einem weiteren Satz auf den Punkt "Es war eine runde Sache."
Eine Formulierung, die sich im Gesamtfazit der Saison auch auf weitere Aspekte übertragen lässt. Mit bärenstarken 31 Punkten weist die Heimtabelle der Saison die Lilien auf Platz drei aus, mit sechs ungeschlagenen Heimspielen in Folge machte das Team das Bölle in den vergangenen Wochen endgültig wieder zu einer Festung. Auch die Rückrundentabelle zeugt von der Konstanz, die schlussendlich im entspanntesten Saisonfinale seit langem mündete. 27 Punkte an den Spieltagen 18 bis 34 sind ein Wert, der von nur drei Teams übertroffen wird – Zweitliga-Meister Köln sammelte in diesem Zeitraum ebenso viele Zähler.
Sorgenfreies Saisonende
All diese Statistiken wurden am gestrigen Sonntag von dem 1:0 über Erzgebirge Aue abgerundet. Einem Sieg, der die Lilien mit 46 Punkten auf Tabellenplatz 10 hievte und zudem unterstrich, dass der vorzeitige Klassenerhalt in Köln nichts an der Punkte-Gier des SV 98 geändert hat. Sechs Zähler erspielten sich die Lilien an den drei "sportlich bedeutungslosen" Spieltagen zum Abschluss, dementsprechend zufrieden zeigten sich dann auch die Akteure mit dem finalen Akt. "Wir haben die drei Punkte geholt, das freut uns speziell für die Zuschauer, die uns die ganze Saison unterstützt haben. Wir wollten ihnen nochmal einen Sieg schenken", so Siegtorschütze Tobias Kempe, der mit Blick auf die vergangenen Wochen resümierte: "Wir wollten eine sorgenfreie Saison spielen, zumindest zum Saisonende hin haben wir das auch geschafft."
Auch deshalb konnte sich zum Saisonabschluss vieles auf den Abschied von Sandro Sirigu konzentrieren. Weg von der sportlichen Ungewissheit des Vorjahres und dem angespannten Nervenkostüm eines möglichen Abstieges feierten die Lilienfans ihre Nummer 17 schon weit vor Abpfiff mit Sprechchören, bei Sirigus Einwechslung in der 66. Minute erhoben sich alle von ihren Plätzen. "Ich bin normalerweise nicht der Typ, der gerne im Mittelpunkt steht. Aber das heute war unbeschreiblich – schöner hätte ich es mir nicht ausmalen können. Es war ein tolles Ende nach tollen sechs Jahren", bilanzierte der Mann des Tages im Anschluss seines Einsatz, den er mit "wackligen Knie" absolviert hatte.
Verdienter Urlaub
Für Sirigus langjährigen Mitspieler Yannick Stark Momente, die sich der Allrounder mehr als verdient hatte: "Sandro wurde zurecht abgefeiert und wir freuen uns sehr, dass wir es geschafft haben, dass er mit einem Sieg verabschiedet werden konnte."
Dabei hatten die Lilien nicht nur den Dienstältesten mit dem neunten Heimsieg des Spieljahres gebührend verabschiedet, sondern auch sich selbst einen perfekten Abschluss beschert. "Ich denke, wir haben uns den Urlaub verdient", stellte daher auch Kempe richtigerweise fest, bevor er aus der Mixed-Zone in die Kabine verschwand. Wo die gesamte Mannschaft den perfekten Abschluss feierte. Und natürlich speziell Sandro Sirigu.