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20.11.2020 / Allgemein

„Eine gute Reaktion zeigen“

Zwei Tage vor dem Spieltag - Zeit für das Mediengespräch am Böllenfalltor. Bevor am kommenden Sonntag (22.11., 13.30 Uhr) zwischen dem SV Darmstadt 98 und dem FC Erzgebirge Aue der Ball rollt, beantwortete Markus Anfang am Freitagmittag (20.11.) die Fragen der via Zoom zugeschalteten Journalisten. Der Cheftrainer des SV 98 lieferte das gewohnte Personalupdate, warf einen Blick auf den kommenden Gegner und sprach über Fabian Holland sowie die aktuelle sportliche Lage.

… zum Personal:

Nicolai Rapp fehlt aufgrund seiner Gelb-Roten-Karte gesperrt. Fabian Holland ist noch bis Samstag in Quarantäne, er wird deshalb auch nicht dabei sein. Bei Victor Palsson müssen wir abwarten. Er ist erst am Donnerstag von der Nationalmannschaft zurückgekehrt und hat heute nur ein Auslaufen absolviert. Bis dato hat Victor also noch überhaupt nicht mit dem Team trainiert. Zudem hatte er in den letzten Wochen eine sehr hohe Belastung. Sollte er in Aue spielen, hat Victor binnen 15 Tagen fünf Partien bestritten – davon vier Auswärtsspiele inklusive der Reisestrapazen mit der Nationalmannschaft. Daher müssen wir aufpassen, weil wir die Woche darauf am Freitag direkt wieder spielen. Ansonsten stehen uns aber bis auf Mathias Wittek alle zur Verfügung.

… über den Zustand von Fabian Holland:

Es geht ihm mittlerweile besser. Er kommt erst morgen aus der Quarantäne zurück. Es ist daher nicht geplant, dass er direkt ins Mannschaftstraining einsteigt. Stattdessen wird Fabi am Montag in allen Bereichen getestet. Die Gesundheit ist das allerwichtigste. Und dann werden wir sehen, wann er wieder in der Lage ist, zusammen mit der Mannschaft zu trainieren. Er wird seine Zeit brauchen. Denn in der Quarantäne konnte er auch aufgrund seiner Symptome nicht wirklich trainieren. Mittlerweile fühlt sich Fabi aber wieder gut, soweit ist alles ok. Unsere medizinische Abteilung ist mit ihm in einem permanenten Austausch.

… zum kommenden Gegner:

Dirk Schuster war als Trainer in Darmstadt sehr erfolgreich. Er hat hier seine sehr positiven Spuren hinterlassen. Er steht für einen sehr kompakten, aber auch aggressiven Fußball gegen den Ball. Derweil wartet Aue auf die entscheidenden Umschaltmomente. Mit dem FC Erzgebirge erwartet uns daher ein harter Brocken. Doch wir sind darauf vorbereitet. Wir müssen schon in der Offensive Druck auf den Gegner erzeugen und kompakt stehen. Weiter wird es sehr auf die Zweikampfführung ankommen. Entscheidend beim Anlaufverhalten des Gegners ist unsere Reaktion: Wenn der Gegner hoch presst, haben wir hinter der Kette viele Räume. Wenn er das nicht tut, haben wir mehr Räume vor der Kette. Die Jungs können beides bespielen. Für uns wird es daher darauf ankommen, die vielen technischen Fehler abzustellen. Ich hoffe, dass die Jungs gerade nach dem letzten Pflichtspiel eine gute Reaktion zeigen.

… zur aktuellen Situation:

Jetzt nur noch über das 0:4 gegen Paderborn zu sprechen, macht keinen Sinn. Die Jungs wissen genau, was sie nicht gut gemacht haben und was sie besser machen können. Daran haben wir gearbeitet. Dennoch kann es vermutlich nochmal vorkommen, dass wir Phasen haben, in dem unser Spiel mal nicht so läuft. Wir müssen akzeptieren, dass Fehler passieren. Die Jungs sollen Erfahrungen sammeln. Wir sind in einem Prozess, in dem so ein Spiel wie gegen Paderborn passieren kann. Wir wollen das nicht, aber es kann eben passieren. Das soll uns nicht zurückwerfen. Denn an sieben von acht Spieltagen waren wir die klar bessere Mannschaft, auch wenn es uns nicht immer gelungen ist, die Spiele für uns zu entscheiden. Die Partien, die wir gewonnen haben, haben wir zurecht gewonnen. Und die Duelle, die wir verloren haben, hätten wir eigentlich gewinnen müssen. Wir machen jetzt nicht alles am Paderborn-Spiel fest. Wir haben vorher nicht gesagt: alles ist super. So sagen wir jetzt auch nicht: alles ist schlecht. Ich bin davon überzeugt, dass wir uns belohnen werden, wenn wir weiter dranbleiben.

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