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11.09.2024 / Profis

Eintracht Braunschweig im Gegnercheck

Eintracht Braunschweig. Ein Name, der in der deutschen Fußballgeschichte fest verankert ist. Als Gründungsmitglied der Bundesliga gehörte der Verein jahrelang zur Beletage und gewann 1967 sogar die deutsche Meisterschaft. Auch die Geburtsstunde der Trikotwerbung ist mit den Löwen verbunden, da die Braunschweiger im März 1973 als erster Verein mit einem Sponsor auf der Brust ein Spielfeld betraten. Aktuell spielt die Eintracht in ihre dritte Zweitliga-Saison in Serie, auch in dieser Spielzeit ist der Klassenerhalt das erklärte Ziel des Traditionsvereins.

Foto: eibner-Pressefoto/Fabio Deinert

In den vergangenen zwei Spielzeiten gelang Eintracht Braunschweig erst spät der Klassenerhalt. Dieser ist auch in der dritten Zweitliga-Saison in Serie das angestrebte Ziel. 

Am 12. Mai und damit dem 33. Spieltag empfing die Braunschweiger Eintracht in diesem Jahr den SV Wehen Wiesbaden. Die Ausgangsituation war klar: Ein Sieg würde der Mannschaft von Daniel Scherning den Klassenerhalt sichern. In einer engen Begegnung sorte Thórir Helgason mit seinem Treffer für den knappen 1:0-Erfolg und bescherte den Braunschweigern damit den Ligaverblieb. Das positive Ende einer furiosen Aufholjagd, schließlich hatten die Löwen nach zwölf Spieltagen gerade einmal fünf Punkte aufzuweisen uns belegten den letzten Tabellenplatz. Zum 13. Spieltag übernahm dann Daniel Scherning das Zepter und führte die Mannschaft aus dem Tabellenkeller. 

Auch in dieser Spielzeit verlief der Saisonstart für die Braunschweiger alles andere als positiv, nach vier Spieltagen stehen noch keine Zähler auf der Habenseite, Tabellenplatz 18 ist die Folge. Doch insebsondere die Vorsaison hat bewiesen, dass die Eintracht stets alles versucht, um sich aus einer schwierigen Situation wieder herauszukämpfen. 

Wir nehmen den kommenden Gegner des SV Darmstadt 98 vor dem Duell am Samstag (14.9.) einmal genauer unter die Lupe. Eintracht Braunschweig im Gegnercheck.

Transferfenster

Top-Zugänge Top-Abgänge
Paul Jaeckel (Abwehr, 1. FC Union Berlin) Hasan Kuruçay (OH Leuven)
Walid Ould-Chikh (Offensives Mittelfeld, FC Volendam) Ron-Thorben Hoffmann (FC Schalke 04)
Sven Köhler (Defensives Mittelfeld, Odense Boldklub) Anton Donkor (FC Schalke 04)
Leon Bell Bell (Abwehr, 1. FC Magdeburg) Kaan Caliskaner (Motor Lublin)
Lennart Grill (Torwart, 1. FC Union Berlin) Sebastian Griesbeck (IK Start)

Der Trainer

„Mit Daniel haben wir einen Trainer bekommen, der immer die richtigen Worte findet“, so Ermin Bičakčić, Kapitän der „Löwen“, im Interview mit dem NDR. Das Lob des Spielführers verdeutlicht, dass Scherning seine Mannschaft seit dem ersten Tag erreicht hat und auch entsprechende Erfolge feiern konnte. Taktische Flexibilität, eine positive Einstellung und unermüdliches Engagement sind nur einige der Attribute, die dem gebürtigen Paderborner zugeschrieben werden können. 

Scherning startete seinen Trainerweg als Co-Trainer bei Arminia Bielefeld II. Bis zum Winter 2016 blieb der heute 40-Jährige in unterschiedlicher Funktion (Scout, Cheftrainer U19) auf der Alm aktiv, bevor er im Dezember 2016 Co-Trainer der Profimannschaft des SC Paderborn wurde. In seiner Zeit an der Pader attestierte Scherning insbesondere Steffen Baumgart, der ab April 2017 bis zum Juni 2021 Cheftrainer beim SCP war. 

Nach Stationen als Cheftrainer bei Arminia Bielefeld und des VfL Osnabrück steht Scherning seit November 2023 bei der Braunschweiger Eintracht in der Hauptverantwortung und führte das Team in der Vorsaison trotz schwieriger Ausgangssitution schlussendlich zum Klassenerhalt. 

Daniel Scherning (Eintracht Braunschweig, Trainer) GER, FC Schalke 04 vs. Eintracht Braunschweig, Fußball, 2. Bundesliga, 01. Spieltag, Spielzeit 2024/2025, 03.08.2024 DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO Foto: Eibner-Pressefoto/Fabio Deinert

Prunkstück

Trotz des punktlosen Saisonstarts weisen die Braunschweig die viertbeste Zweikampfquote (50,93) der Liga auf. Mit Paul Jaeckel, Ermin Bicakcic und Robert Ivanov verfügt das Team über eine äußerst erfahrene Defensivreihe, auch die Mittelfeldspieler Robin Krauße und Sven Köhler sind durchaus für ihre Zweikampfstärke bekannt. Für die Lilien wird es also auch darum gehen, sich voll auf die Duelle mit den Löwen einzulassen, um schlussendlich drei Punkte am Bölle zu behalten. 

All Eyes on ...

Rayan Philippe. Als Eintracht Braunschweig den Franzosen im Juli 2023 verpflichtete, sorgte der Transfer nciht wirklich große Schlagzeilen. Dabei hatte der Angreifer in der Vorsaison für sensationelle Statistiken gesorgt. 32 Toren und 26 Vorlagen gelangen dem Mann aus Nizza für den luxemburgischen Erstligisten Swift Hesperingen, der sich insbesondere Dank Philippe erstmals in seiner Vereinsgeschichte die Meisterschaft sichern konnte. 

Doch zwischen Luxemburgs höchster Spielklasse und der 2. Liga in Deutschland herrscht mit Sicherheit ein deutlicher Qualitätsunterschied, es stellte sich also die berechtigte Frage, ob Philippe diesen Sprung meistern würde. Nach 14 Monaten in Braunschweig kann sie mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden. 

„Er ist schnell, dribbelstark und torgefährlich – genau diese Eigenschaften sollen unsere Offensive variabler und gefährlicher machen“, sagte Eintracht-Sportdirektor Peter Vollmann bei der Verpflichtung. Und die Rakete (Top-Geschwindigkeit 35,44 km/h) zündete. 13 Torbeteiligungen gelangen dem 23-Jährigen in der Vorsaison, insebsondere nach der Verpflichtung von Cheftrainer Daniel Scherning blühte der Linksfuß auf. Auch in der aktuellen Saison traf Philippe bereits, den Fehlstart der Eintracht konnte er aber nicht verhindern. 

Foto: DFL/ Getty Images/ Lukas Schulze

Glanzstücke der Braunschweiger

  • Deutscher Meister: 1966/67
  • Deutscher Drittligameister: 2010/11
  • Landespokal-Niedersachsen-Sieger: 2003/04, 2010/11

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