FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Ein emotionaler Nachmittag am Bölle, dem die sportliche Krönung verwehrt blieb: Mit 0:2 (0:2) endete die Partie des SV 98 gegen den Europapokal-Anwärter Hertha BSC. Darmstadt versuchte viel, kam auch durchaus zu guten Möglichkeiten - am Ende fehlten aber wohl die entscheidenden 1-2 Prozent. Dominik Stroh-Engel und Benjamin Gorka erhielten nach ihrer Verabschiedung vor Anpfiff noch einmal einen Heimspiel-Einsatz und wurden würdevoll gefeiert.
Die Lilien begannen mutig und kamen gleich nach fünf Minuten zur ersten Chance des Spiels: Nach einem Eckball gelangte der Berliner Klärungsversuch bei Holland, der auf der linken Außenbahn Vrancic bediente. Der Bosnier steckte auf Heller durch, der vom Strafraumrand knapp über den Torgiebel schlenzte (5.). Auf der Gegenseite zwang Darida aus 22 Metern Heuer Fernandes zu einer Parade (7.). Die Gäste blieben gefährlich und hatten nach zehn Minuten die nächste Gelegenheit: Essweins Hereingabe fand im Strafraum Haraguchi, der aus rund elf Metern am linken Pfosten vorbei ballerte.
Die Zuschauer im Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor sahen einen ausgeglichenen Spielbeginn, mit viel Herz und Leidenschaft auf Darmstädter Seite, aber auch individueller Klasse in Reihen der Berliner. Das zeigte sich in der 14. Minute: Daridas scharf getretene Flanke von rechts segelte zu Kalou, der sich hochschraubte und aus 7 Metern wuchtig zum 1:0 einnickte. Die Hausherren schüttelten sich nur kurz und sichteten dann wieder den Weg zum gegnerischen Tor.
In der 21. Minute brachte Vrancic einen Standard aus dem Halbfeld gefährlich vor den Berliner Kasten, wo Banggaards Kopfball nur Zentimeter am Tor vorbeiköpfte. Statt 1:1 stand es wenig später plötzlich 2:0: Nach einem Plattenhardt-Standard ebenfalls aus dem Halbfeld tauchte Torunarigha am lange Pfosten auf und köpfte die Hereingabe aus kurzer Distanz ins Netz (28.). Ein bitteres Ergebnis.
Anschließend plätscherte die Partie vor sich hin, ehe die Lilien in der 40. Minute wieder auf sich aufmerksam machten: Eine Rosenthal-Flanke von links wurde punktgenau auf Plattes Stirn getimed, der beförderte das Spielgerät per Kopf knapp am Kasten vorbei. Gezählt hätte der Treffer ohnehin nicht, das Schiedsrichtergespann hatte wohl fälschlicherweise auf Abseits entschieden. Anschließend passierte nichts mehr – mit 0:2 ging es die Kabinen.
Auch nach dem Wiederanpfiff tat sich lange nichts. Beide Seiten neutralisierten sich, der SV 98 entwickelte nicht genügend Durchschlagskraft – bis zur 56. Minute. Sirigu zog eine Flanke gefährlich vor das Tor, wo Rosenthal den Ball an den langen Pfosten verlängerte. Dort verpassten gleich zwei Darmstädter, ehe die Verlängerung knapp neben dem linken Pfosten landete.
Anschließend waren die Lilien am Drücker und schnürten die Berliner in der gegnerischen Hälfte ein. Nach 61 Minuten vergaben erst sowohl Rosenthal und Heller die Doppelchance zum Anschlusstreffer, wenige Momente später verfehlte Plattes Seitfallzieher das Ziel um Zentimeter. Fast im Gegenzug hämmerte Esswein das Spielgerät bei einem Entlastungsangriff an den Pfosten.
In der 63. Minute erhob sich dann das Publikum: Unter lautstarkem Applaus kam Stroh-Engel zu seinem letzten Pflichtspieleinsatz am Bölle. Torsten Frings wechselte offensiv – und so spielte der SV 98 auch. Nur: Das nötige Glück schien den Südhessen an diesem Nachmittag zu fehlen. Erneut verpasste Platte in der Folge zweimal den Anschluss. Es blieb beim 0:2.