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17.10.2017 / Allgemein

Entscheidende Fehler

Die Aufarbeitung des Vorabends begann im Mannschaftskreis auf dem Trainingsplatz. Bevor die Lilien in die Einheit starteten, ging Torsten Frings eine knappe Viertelstunde auf das Spektakel des Vortages ein. Der Cheftrainer sprach sowohl über die überzeugenden 51 Minuten bis zum 1:2 und die eigenen Offensivqualitäten, aber eben auch über die Fehler, die seine Mannschaft unter Flutlicht gemacht hatte. Fehler, die gegen eine starke Nürnberger Mannschaft schlussendlich entscheidend waren.

"Wenn wir so viele individuelle Fehler machen, ist es schwer ein Spiel zu gewinnen", hatte Frings bereits auf der Pressekonferenz nach Abpfiff den Hauptgrund für die 3:4-Niederlage ausgemacht. Dass der Club aus Nürnberg diese Fehler gnadenlos bestrafte, sorgte schlussendlich dafür, dass der SV 98 den Platz nach 93 Minuten als Verlierer verließ.
"Es ist klar, dass diese neuformierte Mannschaft auch Fehler macht. Leider sind es aktuell oftmals entscheidende", ärgerte sich Jan Rosenthal vor allem über die Konsequenzen, die durch die Unachtsamkeiten auf dem Feld entstanden waren und die den Gast aus Franken überhaupt erst in die Partie gebracht hatten. Denn der SV 98 mit Rückkehrer Rosenthal war hervorragend in die Partie gestartet und zeigte bis zur 51. Minute eine Leistung, die eher auf einen Sieg hindeutete, als nach einer knappen Niederlage aussah. "Wir hatten das Spiel im Griff", resümierte Rosenthal daher folgerichtig, zumal Yannick Stark diese Überlegenheit mit seinem Treffer bereits nach 6 Minuten in Zählbares ummünzte. Es war zu spüren, wie sehr die Spieler in den blauen Trikots auf dieses Spiel hingefiebert hatten.
Starker erster Durchgang, 1:2 aus Abseitsposition
Zwei Drittel der Zweikämpfe entschieden die Lilien bis zur Pause für sich, der ambitionierte Gast erspielte sich keine einzige Torchance. Und trotzdem stand der Pausenstand von 1:1 geschrieben, da Cedric Teuchert den ersten Fehler in der Defensive sofort bestrafte. Eine Effizienz, die sich dann auch nach Wiederanpfiff fortführte. "Wir waren in den entscheidenden Momenten nicht konzentriert genug", konstatierte Hamit Altintop, der sichtlich enttäuscht ergänzte: "Wir haben extrem viel Arbeit investiert, dann tun solche Gegentore natürlich besonders weh."
Schmerzhaft war insbesondere das 2:1 der Nürnberger, das Mikael Ishak aus einer Abseitsposition heraus erzielte und damit das Spielgeschehen drastisch veränderte. "Nach dem 1:2 haben wir etwas die Ruhe verloren und Nürnberg hat seine Konterchancen konsequent genutzt. Da sind wir ein wenig auseinandergerissen worden", beschrieb Altintop die wilde Phase im Spiel, als seine Mannschaft offensiv alles investierte und defensiv eiskalt bestraft wurde.
"Wenn wir weiter so eine Moral zeigen, dann werden wir auch wieder Spiele gewinnen."
Sowohl auf die Nackenschläge zum 1:3 und zum 2:4 konnten die Lilien anschließend mit eigenen Toren reagieren –  an einem Abend, in dem gefühlt jeder Nürnberger Schuss sein Ziel fand, zeigten die Hausherren Steherqualitäten und Charakter. "Wir können alle vier Tore verhindern", analysierte Frings am Dienstagmorgen, hatte aber bereits am Montagabend betont: "Wenn wir weiter so eine Moral zeigen wie gestern, dann werden wir auch wieder Spiele gewinnen."
Bereits am Freitag bietet sich den Lilien die Chance, die entscheidenden Fehler abzustellen und so zu verteidigen, wie es der Mannschaft gegen Nürnberg über eine lange Zeit gelang. Zumal die eigenen Offensivqualitäten erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurden. "Wir wollen natürlich, dass dort lange die Null steht. Wir machen in jedem Spiel unsere Tore, von daher wird Düsseldorf uns auch mit Respekt begegnen", so Rosenthal mit Blick auf das kommende Spiel. Wohl wissend, dass im Gastspiel beim Tabellenführer nahezu gar keine Fehler gemacht werden dürfen.

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