FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Eine denkbar bittere erste Hälfte und ein aufopferungsvoller zweiter Spielabschnitt. So lässt sich das 0:2 der Lilien bei Jahn Regensburg zusammenfassen. Nach der Begegnung sprachen die Protagonisten über die missratenen Anfangsminuten, die Hinausstellung von Patric Pfeiffer und die eigene Leistung.
Torsten Lieberknecht:
Wir haben gleich am ersten Spieltag alle Facetten aufgezeigt bekommen, die den Fußball ausmachen. Es war ein unglücklicher Beginn und trotzdem hatten wir ab der 20. Minute die Spielkontrolle, hatten gute Abschlüsse, auch wenn am Ende die letzte Präzision gefehlt hat. Nach der Gelb-Roten-Karte mussten wir umstellen und der Mannschaft den Glauben geben, dass man auch in Unterzahl etwas erreichen kann. Ich denke, die Mannschaft hat dann auch eindrucksvoll gezeigt, dass wir die Situation annehmen. Bis zum 2:0 waren wir die klar spielbestimmende Mannschaft und hatten fast im Minutentakt Abschlüsse. Wir hätten es mit Sicherheit nicht verdient gehabt, den Platz heute als Verlierer zu verlassen. Ich habe trotzdem großen Respekt vor der Mannschaft, denn sie hat versuchst sich mit allem gegen die Niederlage zu stemmen. Das Ergebnis ist ärgerlich, aber nicht das Auftreten der Mannschaft. Die gute Sache ist, dass die Mannschaft auch in Unterzahl konditionell voll in Schuss ist. Es gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft, heute war es die glücklichere.
Mesad Selimbegovic:
Wenn du so startest und früh in Führung gehst, kann es natürlich nicht besser laufen. Aber auch damit muss man umgehen können – ich weiß nicht, ob wir das heute so gut gemacht haben. Wir wussten, was auf uns zukommt, wir wussten, dass Darmstadt aus jeder Lage Gefahr erzeugen kann. In Gleichzahl hätten wir das besser gemacht als in Unterzahl, nach der Halbzeit waren wir zu passiv und nicht mutig genug. Wir haben Darmstadt kommen lassen und haben nicht konsequent verteidigt und waren auch im Umschaltspiel nicht konsequent nicht. Mit dem Tor haben wir das Spiel dann etwas beruhigt, haben es danach aber verpasst, den Sack zuzumachen. Manchmal brauchst du das Matchglück und das hatten wir heute definitiv.
Marcel Schuhen:
Wir haben in der ersten Aktion geschlafen und kassieren direkt das 0:1. Dann nimmt der Schiedsrichter mit einer – aus meiner Sicht – klaren Fehlentscheidung Einfluss auf das Spiel. Wir hatten vor einer Woche eine Schiedsrichterschulung und in dieser ging es um Fingerspitzengefühl, das war heute einfach nicht vorhanden, wenn man einem Innenverteidiger bei der ersten Aktion direkt eine gelbe Karte gibt. So bekommen wir dann auch die Gelb-Rote-Karte und so ist es natürlich ein komplett anderes Spiel. Wir haben trotzdem den Gegner immer angelaufen und uns in Unterzahl gute Chancen erspielt. Ich denke, man konnte die Unterzahl kaum sehen, da wir trotzdem mutig gespielt haben. Der Trainer hat nach dem Spiel wichtige Worte gefunden und gesagt, dass wir trotzdem ein vernünftiges Spiel gemacht haben. Im Fußball geht es immer darum, Dinge zu lernen und clever zu sein, das müssen wir in Zukunft besser machen.
Fabian Holland:
Ich glaube, schlechter kann man nicht in ein Spiel starten, so hat man sich das natürlich nicht vorgestellt. Aber trotzdem haben wir mit einem Mann weniger dagegen gehalten und über 90 Minuten gezeigt, dass wir wollen und alles rein werfen. Ich glaube, man hat nicht gesehen, dass wir ein Mann weniger waren. Wie das Ergebnis heute zustande gekommen ist, ist einfach Wahnsinn.