FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Es wird zur Gewohnheit bei Auswärtsspielen der Lilien: Aufopferungsvoll gekämpft, über weite Strecken gut mitgehalten, das Spiel zwischenzeitlich gedreht - und dennoch: Am Ende ein 2:3 (2:1) beim FC Ingolstadt kassiert.
Tempo, Zweikämpfe, Leidenschaft – bereits die ersten Minuten gaben den Rhythmus für die erste Halbzeit vor. Beide Seiten setzten erste Duftmarken ab, Colaks Distanzschuss konnte von Hansen erst im Nachfassen entschärft werden (4.), auf der Gegenseite wurden Essers Handschuhe von Kittel geprüft (9.). Pech hatten die Gäste einr Zeigerumdrehung später, als Platte von Leckie im Strafraum gehalten wurde, der Pfiff jedoch ausblieb.
Anschließend verlagerte sich das Spielgeschehen stärker in die Darmstädter Hälfte. Nach 15 Minuten fehlten Leckie bei seinem Abschluss nur Zentimeter, zuvor war der Australier von Groß freigespielt worden. Kurz drauf stand Groß erneut im Mittelpunkt, diesmal aber als Vollstrecker. Über Lezcano gelangte der Ball zu Cohen, der im Strafraum querlegte, dort schob Groß aus kurzer Distanz zum 1:0 ein (19.). Auch nach dem Gegentreffer hatten die Lilien Mühe, sich aus der eigenen Spielhälfte zu befreien, Ingolstadt hielt das Tempo weiter hoch.
Aber: Die Lilien bewiesen ihre Kaltschnäuzigkeit. Nach 34 Minuten segelte eine Steinhöfer-Flanke auf Platte, der auf Vrancic abtropfen ließ. Per Direktabnahme feuerte der Bosnier aus rund 18 Metern unhaltbar in das flache Eck zum 1:1. Nun waren die Lilien plötzlich am Drücker. In der 38. Minute drang Colak entschlossen in den Sechzehnmeterraum, wo Gegenspieler Tisserand beim Stürmer einhakte – diesmal entschied Referee Gräfe auf Elfmeter. Vrancic ließ sich die Chance und verwandelte cool zum 2:1. Führung für die Südhessen, Doppelpack für Vrancic (39.). Darmstadt zeigte sich weiter gallig, musste aber kurz vor dem Halbzeitpfiff einen gegnerischen Konter hinnehmen: Kittel flankte flach von rechts auf Lezcano, der aus rund sechs Metern an Esser scheiterte – Glanzparade vom Lilien-Schlussmann.
Die Südhessen konnten ihr Momentum konservieren und zwangen dem FCI nach dem Wiederanpfiff weiter ihr Spiel auf. In der 47. Minute fasste sich Colak am rechten Strafraumrand ein Herz, Hansen musste sich ganz lang strecken, um den fiesen Aufsetzer noch zur Ecke zu klären. Nach rund einer Stunde musste der Däne erneut seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, als Altintops direkter Freistoß die Lücke in der FCI-Mauer fand. Die Schanzer blieben offensiv blass: Erst nach 65 Minuten verzeichneten sie im zweiten Durchgang ihre erste Chance – aber die hatte es in sich. Groß brachte das Spielgerät per Grätsche gen Fünfmeterraum, wo Sulu Lezcanos Abschluss zunächst abblocken konnte. Im Liegen beförderte der FCI-Stürmer den Ball aber doch noch in Richtung Tor, wo Esser die Möglichkeit mit einer Glanztat vereitelte, ehe Höhn den Ball von der Linie kratzte .
Drei Minuten später mussten die Südhessen dann jedoch trotzdem den Ausgleich hinnehmen. Ein Standard sprang zu Cohen, der zum 2:2 netzte (68.). Nun kam es für die Lilien knüppeldick: Nur vier Minuten später verwandelte Suttner einen Freistoß vom rechten Strafraumrand – 3:2. Die Lilien versuchten im Anschluss nochmal alles, gingen früh drauf, wechselten offensiv, aber es half nicht: Eine weitere Wendung sollte diese spektakuläre Partie nicht nehmen, es blieb beim 2:3. Den Schlusspfiff erlebte Colak nicht mehr auf dem Platz mit, ebenso wie Bregerie. Bei einem Zweikampf untereinander leistete sich Bregerie eine Tätlichkeit, auch Colak sah von Gräfe die zweite Gelbe Karte an diesem Nachmittag.