"Es ist natürlich eine schöne Angelegenheit, gegen den Ex-Verein zu spielen. Ich habe ja fast sieben sehr schöne Jahre da verbracht", so Grammozis angesprochen auf das Wiedersehen, dessen Bedeutung der gebürtige Wuppertaler aber ganz klar dem sportlichen Ziel unterordnete: "Das Hauptaugenmerk liegt aber nichtsdestotrotz auf den drei Punkten. Das Wiedersehen können wir dann nach dem Spiel genießen."
Eine einleuchtende Herangehensweise, angesichts der Tatsache, dass sowohl die Südhessen als auch der VfL noch Zähler für den sicheren Klassenerhalt benötigen.
Einen großen Schritt nach vorne machen
Mit der Theorie eines bereits feststehenden Ligaverbleibes im Falle eines Heimsieges wollte Grammozis aber nicht konform gehen: "Wir wollen dieses Spiel wie jedes andere gewinnen, aber es stehen noch insgesamt fünf Spieltage an." Aber auch Grammozis gab zu, dass die Lilien mit einem Sieg "einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt" machen würden.
Selbiges gilt jedoch auch für den Gegner, der zwei Zähler mehr als die Lilien auf dem Konto aufweist und mit dem Rückenwind eines Heimsieges nach Südhessen reicht. Am vergangenen Spieltag gelang dem Team von Robin Dutt nach Rückstand ein 3:2-Erfolg gegen Greuther Fürth. "Dass sie das Spiel drehen konnten, zeigt ihre Qualität", lobte Grammozis, der trotz der Ausfälle auf Bochumer Seite von "einem starken Gegner" sprach, gegen den die Lilien "volle Kanne Gas geben" wollen, um sich im Optimalfall mit einem weiteren Dreier belohnen zu können.
Mehlem einsatzbereit
Dabei mithelfen könnte auch wieder Marvin Mehlem, der nach seinem Infekt und zwei Spielen Pause einsatzbereit ist. Ob der Mittelfeldmann bereits in die erste Elf rücken wird, werde dabei das morgige Abschlusstraining zeigen. Und auch der verletzungsgeplagte Felix Platte trainiert inzwischen wieder mit der Mannschaft und könnte eine Option für den Kader darstellen.
Weiterhin nicht dabei sein wird indes Marcel Franke. Da auch Mathias Wittek gelbgesperrt fehlen wird, ergibt sich eine neue Innenverteidiger-Konstellation. Wer neben Immanuel Höhn auflaufen wird, wollte Grammozis allerdings noch nicht verraten: "Ich will Robin Dutt ja noch die Möglichkeit geben, sich selbst ein paar Gedanken zu unserem Vorhaben zu machen", erklärte der 40-Jährige mit einem Augenzwinkern.
Spätestens Sonntagmittag werden alle darüber Bescheid wissen, mit welcher Elf die Lilien auf die Zielgerade des Rennens um den Klassenerhalt einbiegen. Und wenn das geschafft ist, bleibt mit Sicherheit auch noch Zeit für das eine oder andere Wiedersehen.