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13.05.2018 / Allgemein

„Es überwiegt die pure Erleichterung“

sv98.de hat die Stimmen zum 1:0 Sieg gegen Aue zusammengefasst.

Hannes Drews:
Glückwunsch an Darmstadt zum Klassenerhalt. Dirk und die Mannschaft haben in den letzten Wochen tolle Arbeit geleistet. Zum Spiel: Ich weiß nicht, was wir den Schiedsrichtern getan haben. Innerhalb von vier Wochen war es die dritte klare Fehlentscheidung gegen uns. Wenn wir mit 1:0 in Führung gehen, spielt uns das in die Karten und wir bekommen mehr Räume. Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, die zweiten Bälle gut verteidigt, nur der letzte Ball hat vielleicht gefehlt. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel im Griff gehabt. Aufgrund der Ergebnisse haben wir dann natürlich etwas mehr riskiert. Das Tor trudelt dann irgendwie durch alle durch – insgesamt hatte Darmstadt nur drei Torchancen, das haben wir gut verteidigt. Schade, dass wir heute den Deckel nicht drauf machen konnten, wir haben trotzdem gezeigt, was wir spielen können. Vielleicht ist in den nächsten Spielen auch mal der Fußballgott auf unserer Seite und es wird etwas genauer hingeschaut.
Dirk Schuster:
Danke für die Glückwünsche. Das beste am heutigen Tag ist der Klassenerhalt, der Sieg ist ein Nebengeräusch, über die Leistung heute hüllen wir besser den Mantel des Schweigens. Wir haben heute gegen eine bärenstarke Auer Mannschaft keine Lösungen gefunden. Wir hatten vielleicht ein Kopfproblem, nachdem wir heute nach den letzten Wochen das erste Mal etwas zu verlieren hatten. Das war eine gewisse Angst, die die Beine gelähmt hat. Wir hatten außergewöhnlich viele Abspielfehler und schlechte Ballannahmen. Respekt an Aue für die Leistung, ich kann den Unmut nach den Schiedsrichterentscheidungen auch verstehen. Aber ich denke, dass die Auer Mannschaft stark genug ist, um in der Relegation zu bestehen. Ich bin froh, dass wir nach dem langen, steinigen Weg auf einem zehnten Tabellenplatz landen, obwohl und viele schon abgeschrieben hatten. Wir hatten in den letzten Spielen sicher viel Glück, hatten zuvor in anderen Phasen viel Pech, ich denke es gleicht sich immer aus. Der Klassenerhalt mit zwei blauen Augen ist aber kein Grund zum Feiern, wir haben nichts Großartiges geschafft, wir haben einfach nur unseren Job gemacht.
Sandro Sirigu:
Gerade fällt eine extreme Last von mir und uns allen ab. Wir haben uns alle die Saison deutlich anders vorgestellt, besonders nach dem guten Start. Irgendwann hat der Kopf nicht mehr mitgemacht und wir sind unten rein gerutscht. Die Rückrunde war sehr passabel und wir sind überglücklich, dass es man Ende glimpflich ausging. Wahrscheinlich haben ein paar vor dem Spiel doch auf die Tabelle geschaut und gesehen, dass ein Unentschieden reicht. So kamen wir nicht gut ins Spiel und haben den Gegner kommen lassen. Das hat man in den letzten Wochen gesehen, dass das nicht unsere Stärke ist. Dass Tobi wieder das entscheidende Tor macht, ist sehr passend – wenn es um wichtige Treffer geht, ist er immer zur Stelle. Allein von dem Stein, der mir vom Herzen gefallen ist, bin ich 100 Kilo leichter geworden. 
Romain Bregerie:
Es war eine enge Kiste heute, es war kein Spiel für schwache Nerven. Aber das war keine Überraschung, die Saison war immer eng. Ich glaube, wir waren nie wirklich deutlich schlechter oder viel besser als die Gegner. Deswegen ist die Tabelle so eng. Und heute war ebenfalls ein gutes Beispiel, dass Kleinigkeiten die Spiele entscheiden. Kleinigkeiten entscheiden über Sieg und Niederlage. Wir haben auch heute die ganze Zeit gut gefightet, am Anfang haben wir aber zu viel zugelassen, nach der Pause waren wir dann besser im Spiel. Zum Glück haben wir es heute geschafft. Heute hatten wir sicher auch Glück mit dem Schiedsrichter, aber wir wissen alle, wie schwer ihr Job ist. Manchmal ist so eine Entscheidung für dich, manchmal nicht. Am Ende gleicht sich alles aus. Das Glück der letzten Wochen haben wir uns sicher hart erarbeitet. 
Aytac Sulu:
Es war eine harte Saison. Die Hinrunde war bitter, die Rückrunde tabellarisch für eine lange Zeit auch. In den letzten Spielen hat sich die Tabelle dann zum Positiven für uns gewandelt. Heute überwiegt die pure Erleichterung, aber wirklich genießen können wir dieses Saisonergebnis nicht. Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen, haben die Kurve noch gekriegt und einmal mehr gemerkt, dass wir bei Darmstadt 98 in jeder Woche alle an einem Strang ziehen müssen, weil es sonst immer schwer für uns wird. Heute hatten wir Glück, dass Aue das Tor aberkannt wurde, weil der Ball hinter der Linie gewesen ist. Heute und in Regensburg hatten wir sicherlich auch das Glück, das uns zuvor sehr oft gefehlt hat. Insgesamt war die Saison sehr hart und nervenaufreibend. Wir werden da recht schnell einen Strich durch machen und einen Haken dahinter setzen. Heute tun wir gut daran, nicht großartig zu feiern. Dafür gibt es wenig Grund nach so einer Saison. Wir müssen das mit Demut sehen, heute vielleicht nochmal zusammensitzen und erleichtert nach Hause gehen.
Tobias Kempe:
Es war ein schwieriges Spiel, in dem Aue die bessere Mannschaft war und wir Glück hatten, dass der Schiedsrichter den vermeintlichen Treffer nicht gegeben hat. Letztendlich haben wir aber gewonnen und stehen auch im nächsten Jahr in der zweiten Liga. Das ist, was unter dem Strich zählt. Nach Abpfiff war es dann die totale Erleichterung, da ist auch der Druck der letzten Wochen von uns abgefallen. Es war schön, den Fans etwas zurückgeben zu können für ihre Unterstützung in dieser Saison. Uns hatten schon viele abgeschrieben, aber wir sind dran geblieben, waren eine Einheit und haben füreinander gekämpft.
Rüdiger Fritsch:
Selbstverständlich haben wir heute noch einmal mitgelitten, weil viel auf dem Spiel stand und es bis zum Schluss in alle Richtungen gehen konnte. Es wäre alles schwieriger geworden, wenn wir die zweite Liga hätten verlassen müssen. Wir werden mit Demut aus dieser Saison herausgehen und haben gemerkt, wie schwer es für jede Mannschaft in der zweiten Liga ist. Heute sind wir aber wahnsinnig glücklich über den Klassenerhalt. Wir werden es immer nur schaffen, wenn wir alle zusammenhalten und den speziellen Darmstadt-Spirit leben. Ich muss unseren Fans ein wahnsinniges Kompliment machen, die das Motto „We fight together“ gemeinsam mit der Mannschaft gelebt haben. 

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