FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Was für eine Mannschaft, was für eine bärenstarke Leistung. Trotz mehr als einstündiger Unterzahl gewinnt der SV Darmstadt 98 auch das dritte Heimspiel in Folge. Dabei zeigten die Lilien nach dem frühen Platzverweis eine eindrucksvolle Reaktion und verdienten sich somit die Führung. Auch im Anschluss marschierten die Blau-Weißen - angetrieben vom lautstarken Darmstädter Publikum - weiter nach vorn. Dynamo Dresden fand dagegen trotz langer Zeit in Überzahl kaum den Weg zum Tor. Grund dafür war vor allem die konzentrierte Defensivleistung sowie der große Kampf einer jeden Lilie. Dementsprechend stolz und glücklich zeigten sich die Südhessen im Anschluss an den Mikrofonen. sv98.de fasst die Stimmen zum Spiel zusammen.
Torsten Lieberknecht:
„Wir waren auch in Unterzahl die Mannschaft, die gut verteidigt hat und die gefährlicheren Chancen hatte. Dementsprechend war es ein nicht unverdienter Sieg. Wir hatten vor dem Spiel großen Respekt vor Dynamo Dresden und seiner hohen Geschwindigkeit im vorderen Bereich. Es war eine klare Rote Karte, auch wenn das Foul ohne Absicht war. Nach dem Platzverweis hat die Mannschaft die Räume gerade in der Defensive gut besetzt und so keine Chancen zugelassen. Die Jungs haben körperlich alles rausgeholt. Es war ein sehr physisches und laufintensives Spiel. Schön, dass die Mannschaft platt ist. Anders hätten wir dieses Spiel heute aber auch nicht gewonnen. Auch die Fans haben uns sehr geholfen. Das Darmstädter Publikum hat ein sehr gutes Gespür für die Situation der Mannschaft. Das war heute auch wieder so. In den entscheidenden Momenten haben uns die Fans nötigen Push gegeben. Dieser Sieg war eine Gesamtproduktion des ganzen Stadions – von Fans und Mannschaft.“
Alexander Schmidt:
„Unterm Strich war es ein verdienter Sieg für Darmstadt. Das müssen wir neidlos anerkennen. Wir sind ganz gut ins Spiel reingekommen und haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatte. Dann kam die Rote Karte. Und wie es so oft im Fußball ist: Man sieht sich im Vorteil und denkt, dass es gegen zehn Mann leichter werden würde. Das war aber nicht der Fall. Darmstadt hat sich in jeden Ball reingeworfen. Wir haben dagegen nicht die spielerischen Mittel gefunden, um geduldiger und präziser zu spielen. Wir haben es nicht geschafft, uns genügend Torchancen zu erarbeiten. Insgesamt kann ich der Mannschaft nicht die Mentalität und Willen absprechen. Wir müssen die Niederlage akzeptieren, weil wir spielerisch nicht stark genug waren.“
Fabian Holland:
„Das Spiel war wie erwartet sehr intensiv, geprägt von vielen Zweikämpfen. Wir wussten, dass Dresden viel über die Körperlichkeit kommen würde und wir dementsprechend viel Zweikampfstärke und Laufbereitschaft zeigen mussten. Die Tugenden mussten wir heute ohnehin auf den Platz bringen und nach der roten Karte, die natürlich vieles verändert hat, erst recht. Offensiv sind wir aber auch im zweiten Durchgang torgefährlich geblieben, wenn wir eine der Chancen genutzt hätten, wäre es vielleicht hinten raus ruhiger geworden. Natürlich hatten wir auch die Fans im Rücken, die wieder mal gezeigt haben, dass auf sie Verlass ist. Im Allgemeinen können wir sehr zufrieden sein, wie wir das Tor verteidigt haben.“
Tobias Kempe:
„Es war kein leichtes Spiel, noch dazu in Unterzahl, deswegen hat uns das Führungstor natürlich geholfen und den Spielverlauf beeinflusst. Es war eine Kampfleistung von allen – Hut ab, wie wir es dann auch am Ende verteidigt haben. Wir hätten aber vorher das eine oder andere Tor erzielen müssen, um es nicht so spannend zu machen. An den Umschaltaktionen können wir noch arbeiten. Insgesamt haben wir die Räume gut dicht gemacht, der Sieg geht in Ordnung. Wie die Fans uns in schwierigen Situationen gepusht haben, war Gänsehaut. Für mich ist es jedes Mal ein Genuss, hier zu spielen.“