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01.11.2019 / Allgemein

„Fahren voller Selbstvertrauen dorthin“

Im heutigen Mediengespräch sprach Dimitrios Grammozis über die Erkenntnisse der Pokal-Niederlage, das kommende Spiel in Fürth (2.11./13 Uhr) und die Stimmung im Team. Zudem gab der Cheftrainer ein Update zum Personal und äußerte sich zur Ausgeglichenheit der Liga.

Grammozis über:

… das anstehende Spiel:
Zunächst einmal freuen wir uns darüber, dass es nach dem Spiel gegen Karlsruhe nun direkt in der Liga weitergeht. Wir wollen den Rückenwind der letzten beiden Spiele in der Meisterschaft mitnehmen und dann auch in Fürth, gegen einen guten Gegner, wieder eine gute Leistung zeigen. Wir fahren voller Selbstvertrauen dorthin.

…die Erkenntnisse aus dem Pokal:
Jedes Spiel bringt uns wichtige Erkenntnisse. Es war ein Spiel, in dem beide Mannschaften den Willen hatten, in die nächste Runde einzuziehen. Für mich hat auch nicht unbedingt die bessere Mannschaft gewonnen, sondern eher die glücklichere, weil sie den Lucky Punch setzen konnten. Trotzdem hatten wir gute Ballzirkulationen und hatten gute Spielzüge nach vorne. Uns haben allerdings ein wenig die Abschlüsse gefehlt. Man darf aber nicht vergessen, dass wir wieder sehr stabil standen. Bei allen Gedanken, dass uns in der Offensive die Durchschlagskraft ein wenig fehlt, muss man auch sehen, dass wir eine sehr gute Defensive haben. Nur Hamburg und Bielefeld haben in der Liga weniger Spiele verloren, das passt auch zu unserem Auftrag, die Mannschaft defensiv zu stabilisieren. Nur vier Teams haben weniger Gegentore kassiert, da sind wir wirklich stabil. Und zur Defensive tragen auch die Offensivspieler bei.

…die Stimmung im Team:
Natürlich war die Mannschaft geknickt, weil sie nicht weitergekommen ist. Aber wir haben nicht die Zeit, um drei oder vier Tage heulend rumzulaufen. Wir haben das Spiel analysiert, sowohl die guten als auch die weniger guten Sachen aufgezeigt. Jetzt geht es mit dem vollen Fokus nach Fürth. Und wir haben Lust auf diese Herausforderung und fahren mit einem guten Gefühl dorthin.

… das Personal:
Yannick Stark hat noch immer Probleme im Bauchmuskel-Leistenbereich, da müssen wir abwarten. Felix Platte ist weiterhin im individuellen Aufbau und steigert sein Programm. Braydon Manu kommt auch peu à peu wieder zurück und wird dann Reha und individuellen Aufbau miteinander verbinden.

…die Offensiven beider Teams (jeweils 11 Tore):
Meistens fallen in solchen Spielen dann plötzlich die meisten Tore (lacht). Wir werden uns wieder auf einen guten Gegner einstellen, der Fußball spielen möchte. Sie haben auch Spieler, die den Unterschied machen können. Wir brauchen wieder unsere Basis und die Balance, die die Jungs momentan sehr gut findet. Wir sind keine Mannschaft, die nur mauert, sondern haben es auch spielerisch gut gelöst. Diese Ansätze wollen wir aber noch mehr in Tore ummünzen.

…die eigene Herangehensweise:
Wir können nicht dorthin fahren und nur gucken, was der Gegner macht. Wir müssen selber Optionen kreieren. Wir wissen, dass der Gegner aggressiv und nach vorne verteidigt. Wir müssen schnelle Entscheidung treffen, um nicht in das Gegenpressing zu laufen.

…die eigene Standardstärke (6 Tore) und die Stärke des Gegners bei gegnerischen Standards (0 Gegentore):
Ein klarer Auftrag an die Jungs: Fürth mit einem Standardtreffer schlagen (lacht). Wenn es so einfach wäre, würden wir es natürlich machen. Wir hätten natürlich nichts dagegen, wir würden uns aber auch alle über einen Treffer aus dem Spiel heraus freuen. Das haben sich die Jungs in den vergangenen Wochen verdient, da haben sie einige Chancen kreiert. Die wollen wir in Tore ummünzen.

…die Ausgeglichenheit der Liga:
Viele Mannschaften befinden sich auf einem Niveau. Der HSV und Stuttgart sind natürlich Top-Teams, aber auch sie tun sich gegen viele Teams schwer. Es ist eine sehr gute Liga, die Qualität ist hoch, die Trainer stellen ihre Teams sehr gut ein. Für uns ist es immer eine große Herausforderung, sich auf den nächsten Gegner einzustellen. Wir freuen uns auf jedes Spiel, weil jede Partie ihre eigenen Facetten mitbringt. Man hat in jedem Spiel eine Chance, wenn man eine Top-Leistung bringt. Umgekehrt kann man auch gegen alle Teams verlieren, wenn man ein paar Prozentpunkte weniger abruft.

…Ognjen Ozegovic:
Oggy kam auf den letzten Drücker und hatte dann auch sofort ein paar Kurzeinsätze. Ihm fehlt aktuell ein wenig die Bindung zur Art und Weise, wie wir Fußball spielen möchten. Er hatte viele Jahre verschiedene Trainer, die ihm Input gegeben haben. Dadurch hatte er seine Art des Verteidigens als Stürmer, seine Spielweise und seine Laufwege. Das hat sich ein wenig von unserer Art unterschieden. Aber er arbeitet sehr gut im Training und will sich seine Chance verdienen. Er ist definitiv eine Option und auf einem guten Weg.

…Tobias Kempe:
Es liegt immer am Spieler selbst, ob er sich in der Startelf festspielen kann. Tobi hat bei St. Pauli und gegen Aue seinen Beitrag zu den positiven Ergebnissen geleistet. Aber er spielt natürlich nicht alleine, sondern die ganze Mannschaft hat gut agiert. Auch die Spieler, die von der Bank gekommen sind. Tobi kann immer wieder gute Impulse geben, aber wir werden nicht sagen, dass er gesetzt ist. Wir wollen der Mannschaft und dem Kader immer wieder die Chance geben, sich zu beweisen und die Qualitäten auf den Platz zu bringen. Es ist oft auch vom Gegner abhängig, wie wir taktisch aufstellen. Da ist jeder gefragt in unserem Kader.

Hier die Pressekonferenz in voller Länge anschauen.

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