FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
"Das war zu wenig." Die erste Antwort nach Abpfiff erhielten die Journalisten, ohne zuvor eine Frage gestellt zu haben. Tobias Kempe sprach die Erkenntnis des Abends aus, bevor er darum gebeten werden konnte. Die Erkenntnis, die sich bei allen Lilien schnell einstellte und die sich speziell um fehlende Prozentpunkte drehte.
"Wenn wir nur 99 Prozent abrufen, nur ein Prozent fehlt, dann verlieren wir so ein Spiel in Regensburg", machte Wilson Kamavuaka deutlich, wie klein der Unterschied zwischen Erfolg und Niederlage sein kann. Schon nach der Pokal-Auslosung und dem feststehenden Duell bei einem Ligakonkurrenten waren sich die Lilien darüber bewusst, dass nur eine Leistung im Maximalbereich ausreichen würde, um in die nächste Runde einzuziehen. An diesem Bereich kratze der SV 98 allerdings nur phasenweise, wie auch Markus Steinhöfer eingestehen musste: "Regensburg hat es von Beginn an besser gelöst und bei uns hat einiges gefehlt. So reicht es für uns auswärts bei einem Ligakonkurrenten nicht."
Aytac Sulu wählte ebenfalls den Weg der Prozentrechnung, um die Gründe für die Niederlage im ligainternen Duell zu finden: "Die Gier, jeden Zweikampf zu gewinnen und jeden Ball zum Mitspieler zu bringen, war nicht einhundertprozentig vorhanden. Die fifty-fifty-Bälle gingen zu 80 Prozent an Regensburg und wir kamen nicht an die Leistungsgrenze."
Umgekehrt führten die fehlenden Prozentpunkte dazu, dass Torsten Frings nach Spielende seinem Gegenüber Achim Beierlorzer "zum tausendprozentig verdienten Sieg" gratulieren musste.
Dieses Ergebnis der zuvor durch seine Spieler aufgestellten Rechnung verdeutlichte einmal mehr, was bereits die beiden vorangegangenen Ligaspiele aufgezeigt hatten. Auch in der 2. Liga braucht der SV 98 die volle Prozentzahl, um Punkte zu sammeln, oder eben gegen einen Ligakonkurrenten in die nächste Pokalrunde einzuziehen.
"Es funktioniert schon sehr viel", zog Sulu ein erstes Fazit nach drei absolvierten Pflichtspielen, unterstrich dann aber erneut: "Es braucht immer elf Mann an der Leistungsgrenze, dann werden wir die Spiele auch gewinnen. Aber sobald wir ein bisschen weniger machen, wird es schwierig. Das haben wir heute gesehen."
Doch auch, wenn eine Niederlage im Pokal nicht mehr wettzumachen ist, so bietet sich den Lilien bereits am Freitag die Chance, die nötigen Prozentpunkte wieder draufzupacken. "Wir haben eine Super-Woche vor uns, die Spieler werden heiß sein, etwas gutzumachen und dann bin ich gespannt, wie wir uns am Freitag gegen Pauli präsentieren", schaut Frings bereits auf die anstehende Herausforderung.
Eine Blickrichtung, die auch Steinhöfer nach der ersten Enttäuschung wählte: "Wir sind enttäuscht, aber wir müssen jetzt den Mund abwischen und es am Freitag besser machen", so der 31-Jährige, der seine Interviewrunde mit der Thematik des Tages beendete: "Jetzt gilt die hundertprozentige Konzentration auf die Liga."