FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Obwohl bereits mehrere klangvolle Vereinsnamen in dieser Saison im Merck-Stadion am Böllenfalltor zu Gast waren, nimmt das Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern aufgrund der nahen Distanz und der aktuellen Konstellation wohl noch mal eine Ausnahmestellung ein.
Die "Roten Teufel", deren große Tradition nicht zuletzt auf die sportlichen Erfolge der Mannschaft um 1954er-Weltmeister Fritz Walter gründet, reisen als heißer Aufstiegsanwärter an.
Dabei wurde sich dieses Vorhaben zu Saisonbeginn nicht groß auf die Fahnen geschrieben, als Ex-Lilien-Trainer Kosta Runjaic bewusst auf junge, hochtalentierte Nachwuchskräfte setzte, was einem identitätsstiftenden Radikalschnitt gleichkam. Gleich im ersten Saisonspiel gegen 1860 München konnte durch ein 3:2 nach 0:2-Rückstand wieder neues Feuer im Stadion auf dem Betzenberg entfacht werden, nun erwartet man dort wohl nichts sehnlicher als die Rückkehr in die Eliteklasse des deutschen Fußballs.
In der Winterpause wurden im Kader durch die positive Entwicklung keinen nennenswerten Änderungen vorgenommen. Einzig Stürmer Simon Zoller kehrte nach einem halbjährigen Intermezzo beim 1. FC Köln wieder zurück in die Stadt an der Lauter. Er ersetzte den abtrünnigem Srdjan Lakic, der nun beim SC Paderborn spielt, und schlug sofort ein. Zudem verfügen die Pfälzer über eine Vielzahl an Torschützen, worunter auch die Abwehrrecken Chris Löwe, Willi Orban und Jean Zimmer insgesamt schon zehn Treffer beisteuerten konnten. Im Mittelfeld sticht der Finne Alexander Ring hervor, mit aktuell sechs Treffern bester Schütze.
Im Rückrundenverlauf punktete der FCK konsequent weiter und verlor erst ein Spiel 2015 beim FSV Frankfurt.
Die historischen Duelle sind relativ schnell zusammengefasst. Obwohl die beiden Städte nur etwa hundert Kilometer trennen, blieb man sich in den vergangenen Jahren voneinander fern. Als Gründungsmitglied und Dauerbrenner der 1. Bundesliga war der 1. FCK erst dreimal in Südhessen zu Gast, zuletzt vor mehr als 30 Jahren. Während die beiden Bundesligapartien unentschieden endeten (2:2 in 1978 sowie 0:0 in 1980) konnten die Lilien dazwischen im Jahre 1979 für eine Überraschung im DFB-Pokal sorgen, als die Pfälzer mit einem 4:0 mit Toren durch Bechtold, Neumann, Seiler und Weiler nach Hause geschickt wurden.
Neben der erwähnten sportlichen Brisanz kehrt in FCK-Trainer Kosta Runjaic auch eine bedeutende 98er-Persönlichkeit der jüngeren Vergangenheit nach über zweieinhalb Jahren zurück ans Böllenfalltor. Der Aufstiegstrainer von 2011 formte in seinem zweiten Jahr eine schlagkräftige Truppe, die mit einem Auswärtssieg für ein Novum sorgen könnte. Bisher gab es für den FCK nämlich am Bölle keinen Dreier zu holen.