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24.04.2019 / Allgemein

Gegner im Fokus: 1. FC Köln

Am kommenden Freitag (26.4./18.30 Uhr) gastieren die Lilien beim Tabellenführer aus Köln. Vor dem zwölften Vergleich der Vereinsgeschichte haben wir die Geißböcke unter die Lupe genommen.

Allgemeines
Mit dem klaren Ziel Wiederaufstieg ist der 1. FC Köln in die aktuelle Spielzeit gestartet und vier Spieltage vor Schluss befindet sich der "Effzeh" auch auf dem besten Wege, die Rückkehr ins Oberhaus zu realisieren. Die mögliche Schale für den Zweitliga-Meister würde sicherlich ihren Platz im Vereinsmuseum finden, höchstwahrscheinlich aber nicht als Prunkstück bei der Reise durch die Vereinsgeschichte fungieren. Zu groß und zahlreich sind die Erfolge aus der Vergangenheit beim Team aus der Domstadt. Drei Deutsche Meisterschaften zieren den Briefkopf des Vereins, 1962, 1964 und 1978 gelang der nationale Triumph. Die Meisterschaft 1964 machte die Kölner zudem zum ersten Meister in der Geschichte der damals neu-gegründeten Bundesliga.
Mit den Jahren liefen zwar andere Vereine den Kölnern den absoluten Spitzenrang ab, die Geißböcke blieben aber für eine lange Zeit eine feste Größe im deutschen Oberhaus und sicherten sich zwischen 68 und 83 zudem vier Mal den DFB-Pokal. Auch international machten sie von sich reden: 1986 war der Verein kurz davor, den UEFA-Cup an den Rhein zu holen – nur die königlichen Finalgegner von Real Madrid hatten etwas dagegen. In den 90er-Jahren fand sich der Verein dann immer öfter im Mittelmaß der Bundesliga wieder, bevor 1998 der erste Abstieg der Vereinsgeschichte folgte. Aus dem ehemaligen Meister wurde folglich eine Fahrstuhlmannschaft, die immer wieder zwischen Zweitklassigkeit und Oberhaus pendelte. Einen positiven Ausreißer verzeichneten die Kölner 2017, als sich das Team unter Trainer Peter Stöger überraschend für die Europa League qualifizieren konnte. Auch aufgrund der neuen Doppelbelastung folgte dann im vergangenen Jahr der erneute Abstieg in die Zweitklassigkeit. Der sich nun anbahnende Aufstieg wäre der insgesamt sechste in der Historie.
Kader

Wer an Torjäger in der zweiten Liga denkt, der kommt nicht um den Namen Simon Terodde herum. Auch in dieser Spielzeit befindet sich der Stürmer ohne jegliche Konkurrenz auf dem Weg zur Torjägerkanone. Ganze 28 Mal hat Terodde bislang eingenetzt, auch sein Kollege Jhon Cordoba war bereits 16 Mal erfolgreich. Beide Spieler stehen symbolisch für die Vielzahl an bekannten Akteuren, die trotz des Bundesliga-Abstiegs weiterhin im Trikot der Rot-Weißen auflaufen. Besonders hervorzuheben sind hierbei der 42-fache Nationalspieler Jonas Hector oder Torwart Timo Horn, die sich trotz zahlreicher Angebote für einen Verbleib am Geißbockheim entschieden. Zu den bekannten Gesichtern beim Effzeh gesellten sich vor Saisonbeginn weitere namhafte Akteure, die den Traditionsverein zum absoluten Aufstiegsfavoriten machten. Insbesondere Dominick Drexler (24 Scorerpunkte/ FC Midtjylland), Rafael Czichos (Holstein Kiel) und Louis Schaub (15 Scorerpunkte/Rapid Wien) haben ihren Wert bereits zurückzahlen können. Für großes Aufsehen sorgte die Rückhol-Aktion von Anthony Modeste, der nach seinem Gastspiel in China im November nach Köln zurückkehrte. Auch der Franzose konnte in nur 345 Einsatzminuten bereits 5 Treffer erzielen. Mit Florian Kainz (Werder Bremen) und Johannes Geis (Schalke 04) nahmen die Kölner im Winter zwei weitere Spieler unter Vertrag, die nicht nur beim Aufstieg mithelfen sollen, sondern sicherlich auch als ein kleiner Vorgriff für das angestrebte kommende Bundesligajahr gedacht sind.
Saisonverlauf
Der Großteil der Bundesliga-Absteiger zählt im Folgejahr zum engeren Favoritenkreis in der zweiten Liga. So auch in diesem Jahr, in dem sowohl der Hamburger SV als auch die Kölner als klarer Spitzenteams an den Start gingen. Und über weite Strecken der bisherigen Saison sind die Geißböcke diesem Anspruch bislang auch gerecht geworden. Es gab kaum einen Spieltag, an dessen Ende man nicht auf einem Aufstiegsplatz stand. Seit Ende Februar wird auch die Position an der Tabellenspitze nicht mehr hergegeben. Ein wahres Spektakel lieferten die Kölner beim 8:1 in der Hinrunde gegen Dynamo Dresden ab, insgesamt bedeuten 75 Tore die stärkste Offensive der Liga. Aus den vergangenen drei Begegnungen konnten allerdings nur zwei Zähler eingefahren werden, nachdem zuvor sechs Siege am Stück gelungen waren. Dennoch rangieren die Kölner mit 59 Punkten aktuell sechs Punkte vor dem HSV acht Zähler vor dem Relegationsplatz, der zurzeit vom SC Paderborn besetzt wird.
Bilanz
Dass die Geißböcke nicht gerade der Lieblingsgegner der Lilien sind, klingt beim Blick auf die Bilanz der beiden Teams noch reichlich untertrieben. Elfmal trafen die Rheinstädter und die Südhessen bislang aufeinander. Einen Sieg konnte der SV 98 dabei noch nie einfahren, zweimal wurden die Punkte zumindest untereinander aufgeteilt. In den restlichen neun Partien hatten stets die Kölner am Ende die Nase vorn. So auch im Hinspiel, als es nach 90 Minuten am Böllenfalltor 3:0 für die Gäste stand. 

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