Allgemeines
Erstmals in seiner Vereinsgeschichte tritt Dynamo Dresden am Böllenfalltor an. Die Schwarz-Gelben und die Blau-Weißen schafften es seit der Wiedervereinigung immer wieder, sich aus dem sportlichen Weg zu gehen. Auch bei Dynamo Dresden gab es mehrere Spielzeiten, in denen viertklassiger Fußball die wöchentliche Kost darstellte. Mittlerweile hat sich Dynamo wieder im Profifußball etabliert. Als Aufsteiger gelang letzte Saison ein starker fünfter Rang in der Abschlusstabelle. Im Elbflorenz durfte zwischenzeitlich sogar von einer Rückkehr in die Bundesliga geträumt werden.
Kader
Im Sommer spülte der Wechsel von Marvin Stefaniak zum VfL Wolfsburg 2 Millionen Euro in die Kasse der Dresdener. Dynamo zog zudem die Kaufoption bei Mittelfeldmann Akaki Gogia (FC Brentford), den die Sachsen im Anschluss gewinnbringend an Union Berlin verkauften. Große Ausgaben wurden bei den Neuzugängen dennoch nicht getätigt. Einzig für Sascha Horvarth (Sturm Graz) und Last-Minute-Einkauf Peniel Mlapa (VfL Bochum) wurden Ablösen fällig. Bereits frühzeitig nahm Dynamo zudem Rico Benatelli (Würzburger Kickers), Sören Gonther (FC St. Pauli), Patrick Möschl (SV Ried / Österreich) und Lucas Röser (SGS Großaspach) unter Vertrag.
Kurz vor Transferschluss verpflichtete die SGD neben Mlapa zudem die Mittelfeldspieler Seguin (VfL Wolfsburg/Leihe) und Haris Duljevic (FK Sarajevo) und den finnischen Nationalstürmer Eero Markkanen. Die größte Zweitligaerfahrung weist Verteidiger Fabian Müller auf, der fast 200 Partien im Unterhaus absolvierte. Im Tor von Dynamo steht mit dem 22-jährigen Marvin Schwäbe ein Südhesse. Er spielte in der Jugendzeit wie einst Yannick Stark bei Hassia Dieburg.
Saisonauftakt
Der achtfache DDR-Meister und siebenfache DDR-Pokalsieger startete mit einer kleineren Punktausbeute in die Saison. Bis zum 5. Spieltag standen fünf Punkte auf dem Konto, wobei mit einem 1:0-Heimsieg gegen den MSV Duisburg und einem darauf folgenden 1:1 beim FC St. Pauli verheißungsvoll gestartet wurde. Im DFB-Pokal kam Dresden mit einem knappen 3:2-Sieg bei der TuS Koblenz weiter, seitdem kam in der Liga noch ein Punkt im Heimspiel gegen Greuther Fürth (1:1) hinzu.
Wissenswertes
Verbindungen beider Vereine lassen sich lediglich über vier Transfers der Vergangenheit in irgendeiner Weise herstellen. Als Darmstadt vor drei Jahren in die 2. Bundesliga aufstieg, kamen von der SGD Romain Bregerie und Tobias Kempe. Beide trugen wesentlich zum Aufstieg in die Bundesliga bei. Ein anderer Doppelwechsel, diesmal vom Woog an die Elbe, dürfte manchem treuen Lilienfan noch in Erinnerung sein. Kein anderer als der damalige Publikumsliebling Ignjac Kresic verließ genauso wie Torjäger Goran Skeledzic die 98er nach dem Aufstieg 1999 in Richtung Dresden.