FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Kommenden Sonntag (14.12.) steht für die Lilien zum Vorrundenschluss eine bemerkenswerte Auswärtsfahrt an, es geht in die Hansestadt zum mit Ecken und Kanten versehenen FC St. Pauli.
Allgemeines
Als Gegenentwurf zu anderen Vereinen im höherklassigen Fußball erhält der Klub auch über Hamburgs Landesgrenzen hinaus bundesweit hohen Zuspruch. Selbst zu Zeiten in unterklassigen Ligen strömten viele Fans ins altehrwürdige Millerntor-Stadion, das sich nur einen Steinwurf entfernt von Hamburgs "sündigster Meile" -der Reeperbahn -befindet. Zum Leidwesen einiger Lilienfans ist derzeit die Kapazität etwas eingeschränkt, da die letzte Umbauphase kürzlich eingeläutet wurde und die Tribüne in Richtung des markanten Luftschutzbunkers neu errichtet wird.
Kader
Nach einem achten Platz in der vergangenen Saison hat sich St. Pauli lediglich punktuell verstärkt und zu Saisonbeginn wenige Änderungen im Kader vorgenommen. So kam für eine Million Ablöse der kroatische Stürmer Ante Budimir von Lokomotive Zagreb ebenso an die Elbe wie die zweitligaerfahrenen Spieler Daniel Buballa (VfR Aalen) und Michael Görlitz (FSV Frankfurt). Als nennenswerter Abgang ist Fin Bartels zu erwähnen, der nun mit Werder Bremen um den Klassenerhalt eine Etage höher kämpft.
Saisonverlauf
Die Hinrunde verlief für die Paulianer nicht wie erwartet, sie stecken immer noch mitten im Abstiegskampf. Durch den vermasselten Start im Sommer wurde frühzeitig Trainer Roland Vrabec durch Thomas Meggle ersetzt. Die Pauli-Ikone konnte bisher jedoch keine entscheidende Trendwende einleiten. Vor allem die fehlende Konstanz im Abwehrverbund trug zu bisher 35 Gegentoren bei. Umso wichtiger sind die restlichen drei Begegnungen vor Jahresfrist, um sich durch Punktgewinne eine gute Ausgangsposition für das neue Jahr zu verschaffen.
Bilanz
Bei alleiniger Betrachtung der Bilanz stehen die Chancen für einen Zähler der Lilien eher schlecht, alle vier Zweitligabegegnungen am Millerntor gingen bisher verloren -und zwar jeweils mit drei Gegentoren. Ganz im Zeichen des Aufstiegskampfs stand einst die Begegnung im Oktober 1987, als sich beide Clubs damals berechtigte Hoffnungen auf Bundesligafußball machen konnten und ein denkwürdiges Spiel ablieferten: Zwar konnte Oliver Posniak und Uwe Kuhl die als Tabellenführer angereisten 98er mit 2:0 in Front bringen, aber ein Doppelpack von Hans-Jürgen Bargfrede in der zweiten Hälfte und ein Treffer von Rüdiger Wenzel in der Nachspielzeit sorgten für großen Jubel auf Seiten der Norddeutschen.