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03.04.2019 / Allgemein

Gegner im Fokus: Greuther Fürth

Am Sonntag (7.4./13.30 Uhr) gastieren die Lilien bei der Spielvereinigung Greuther Fürth. Ein Duell mit gewisser Tradition und einigen besonderen Partien in der jüngeren Vergangenheit. Vor dem erneuten Aufeinandertreffen haben wir das "Kleeblatt" unter die Lupe genommen.

Allgemeines
Mit der Spielvereinigung Greuther Fürth empfängt ein Urgestein der zweiten Liga am Sonntag den SV 98. Die Mittelfranken bestreiten bereits ihre 30. Saison in dieser Spielklasse und stehen mit 1550 Punkten auf dem ersten Platz der Ewigen Tabelle. Die Spielvereinigung wurde am 23. September 1903 gegründet und feierte die größten Erfolge der Vereinsgeschichte mit den Deutschen Meisterschaften in den Jahren 1914, 1926 und 1929. Aber auch in der jüngeren Vergangenheit gehörte das „Kleeblatt“ stets zu den besten 36 Teams in Deutschland, seit 1997 sind 21 Zweitliga-Spielzeiten sowie ein Jahr in der Bundesliga (Saison 2012/13) notiert. In der Vorsaison sicherten sich die Fürther den Klassenerhalt allerdings erst am letzten Spieltag und auch in dieser Saison konnte sich das Team von Stefan Leitl noch nicht aller Abstiegssorgen entledigen. Mit aktuell 33 Zählern ist die Mannschaft aber auf dem besten Weg, auch in der nächsten Spielzeit in der zweiten Liga vertreten zu sein.
Kader
Nach der sportlich schwierigen Vorsaison veränderte sich das Gesicht des Kaders auf verschiedenen Positionen. Mit Khaled Narey verließ ein absoluter Leistungsträger den Verein und schloss sich dem HSV an, Serdar Dursun stürmt seit dieser Saison bekanntlich für die Lilien. Auch der langjährige Mittelakteuer Jurgen Gjasula ist nicht länger am Ronhof aktiv, der Vertrag des Routiniers wurde nicht verlängert. Gehalten wurden hingegen die letztjährigen Leihspieler Julian Green und Mario Maloca, die zur aktuellen Saison fest verpflichtet werden konnten. Beide kommen sehr regelmäßig zum Einsatz, ebenso wie die Sommer-Neuzugänge Daniel Keita-Ruel (Fortuna Köln), David Atanga (RB Salzburg), Fabian Reese (Schalke 04/Leihe) oder Maximilian Sauer (Eintracht Braunschweig). Mit Paul Seguin (VfL Wolfsburg(Leihe), Kenny Prince Redondo (Union Berlin) und Hans Nunoo Sarpei (VfB Stuttgart/Leihe) erhielt der Kader im Winter weiteren personellen Zuwachs. Einen Wechsel vollzogen die Fürther im Saisonverlauf auch auf der Trainerbank. Anfang Februar ersetzte der frühere Lilien-Spieler Stefan Leitl den bisherigen Übungsleiter Damir Buric, der nach 512 Tagen Amtszeit seinen Posten räumen musste.
Saisonverlauf
Die Spielvereinigung startete furios in die aktuelle Spielzeit, blieb bis zum 6. Spieltag ungeschlagen und grüßte noch am 10. Spieltag mit bereits 19 Punkten von Tabellenplatz 2. Mit der darauffolgenden 0:2-Niederlage in Darmstadt begann dann allerdings eine Phase, in der den Fürthern nur ein Sieg aus den verbleibenden 7 Spielen bis zur Winterpause gelingen sollte. Und auch der Pflichtspielstart in das Jahr 2019 verlief nicht unbedingt nach dem Geschmack der Grün-Weißen. Nach einem 0:1 im Heimspiel gegen Ingolstadt folgte eine 0:6-Packung beim SC Paderborn. Als Folge dieser Niederlage wurde der damalige Trainer Buric entlassen. Unter Nachfolger Leitl fanden die Fürther dann relativ schnell zurück in die richtige Spur. In den 6 Partien seit Amtsantritt setzte es für Leitl nur eine Niederlage (0:1 beim HSV), die Spiele gegen Duisburg und bei Jahn Regensburg konnten gewonnen werden. Zudem erfolgte in den Partien gegen Kiel, Heidenheim und Bielefeld jeweils eine Punkteteilung. Am heutigen Donnerstag (19 Uhr) hat das Team im Nachholspiel gegen Dynamo Dresden die Chance, weitere Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Sowohl in der Heim- als auch der Auswärtstabelle belegt die Spielvereinigung bislang den 11. Tabellenplatz, zumindest die Bilanz am heimischen Ronhof könnte nun mit den beiden Heimspielen gegen Dresden und Darmstadt aufgebessert werden.
Bilanz
Als Traditionsvereine mit gewisser räumlicher Nähe begegneten sich beide Teams in der Historie bereits 30. Mal. Das erste Aufeinandertreffen ist dabei für den 22. November 1964 notiert, an dem sich die Kontrahenten mit einem torlosen Unentschieden in der Regionalliga Süd voneinander trennten. In der Gesamtbilanz liegen die Fürther hauchdünn in Führung, 12 Erfolgen der Spielvereinigung stehen 11 Lilien-Siege und 7 Unentschieden gegenüber. Besonders in Erinnerung dürften die beiden zurückliegenden Gastspiele des SV 98 in Mittelfranken geblieben sein. In der Vorsaison gelang Hamit Altintop mit seinem letzten Ballkontakt im Lilien-Dress der umjubelte 1:1-Ausgleich in der Nachspielzeit, während die Begegnung am 17. Mai 2015 beinahe einen historischen Platz in den Geschichtsbüchern der Lilien erreicht hätte. Ein Sieg der Lilien hätte damals am 33. Spieltag den Bundesliga-Aufstieg bedeutet, durch die 0:1-Niederlage des SV 98 wurden die Feierlichkeiten allerdings um eine Woche nach hinten, und auf das Heimspiel gegen den FC St. Pauli verschoben.  

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