Nürnberger bleibt in Darmstadt
Der SV 98 kann weiterhin auf die Dienste von Fabian Nürnberger bauen. Die Lilien haben den auslaufenden Vertrag mit dem bulgarischen Nationalspieler verlängert.
Die anwesenden Journalisten stellten die Fragen, Florian Kohfeldt lieferte die Antworten: Am Freitagvormittag (25.10.) fand die Pressekonferenz vor dem Heimspiel des SV Darmstadt 98 gegen den SSV Ulm (27.10./13.30 Uhr) statt. Der Cheftrainer der Lilien sprach dabei über das Duell am Sonntag, den kommenden Gegner und das Innenleben der Mannschaft nach dem Sieg gegen Köln. Wir haben die wichtigsten Aussagen für Euch zusammengefasst.
Personalupdate: Klaus Gjasula fällt krankheitsbedingt aus. Fabian Holland, Matthias Bader, Paul Will und Christoph Zimmermann fehlen weiterhin.
Es ist ein Spiel mit einer gewissen emotionalen Ausgangslage, die man fassen muss. Wir hatten ein Freitagabendspiel gegen den 1. FC Köln und zuvor 383 Tage kein Heimspiel gewonnen. Das Thema haben wir mit dem Sieg erledigt. Am Sonntag ist für uns die große Herausforderung, dass wir alle zusammen – wir und das gesamte Stadion – die gleiche Energie auf den Platz bringen. Die werden wir gegen einen sehr gut organisierten Gegner benötigen. Wir haben den Anspruch an uns, hier am Sonntag zu gewinnen. Mit Sicherheit werden wir auch Möglichkeiten dazu haben. Das wird uns aber eben nur gelingen, wenn wir die gleiche Energie wie letzte Woche Freitag auf den Platz bringen.
Gegen Ulm werden andere Dinge gefordert sein als noch gegen Köln. Wir werden mehr den Ball, aber gleichzeitig weniger Räume haben. Wir müssen uns Tempoaktionen in der Offensive deutlich härter erarbeiten. Wir müssen extrem aufmerksam in der Konterabsicherung und Gegenpressing sein. Das sind große Stärken der Ulmer. Sie sind eine körperlich große Mannschaft, die über Standards Gefahr entwickeln kann. Gleichzeitig hat Ulm in den letzten Wochen auch das ein oder andere Standardgegentor bekommen. Da müssen wir in der Offensive wach sein und unsere Chancen nutzen. Ich freue mich sehr auf dieses Spiel, weil es eine andere Facette von uns verlangen wird.
Ulm hat eine sehr gute Defensive. Sie sind extrem lauf- und zweikampfstark. Von allen Zweitliga-Teams haben sie den besten Zweikampfwert. Der SSV Ulm ist ein großer Traditionsverein, der eine bemerkenswerte Entwicklung genommen hat. Wir blicken mit großem Respekt, aber auch mit großer Freude auf den Sonntag.
Wir haben eine sehr hohe Rollenzufriedenheit in der Mannschaft. Natürlich haben alle den Anspruch, dauerhaft in der Startaufstellung zu stehen. Diesen Anspruch muss jeder Profi haben. Wir haben aber gerade sehr viele Spieler, die ihre Rolle im Mannschaftsgefüge verstehen, damit wir als Mannschaft Erfolg haben. Jeder hat in den letzten Wochen seine persönlichen Erfolgserlebnisse und positive Momente gehabt. Dann fällt es auch leichter, sich in gewisse Rollen einzufügen. Trotzdem muss jeder den Anspruch haben, mir zu zeigen, dass er am Wochenende in der Startelf stehen will.
Natürlich herrschte bei uns am Freitagabend und auch am Samstag eine gelöste Stimmung. Wir haben den Sieg einen Tag lang genossen. Mit Beginn der neuen Woche habe ich wieder Konzentration und Fokus gespürt. Im Idealfall nehmen wir aus solchen Spielen Selbstvertrauen und Klarheit mit. Was wir nicht mitnehmen dürfen, ist Lockerheit, das wäre tödlich. Ich konnte keinen Rückgang in puncto Intensität oder Konzentration feststellen. Wir haben eine kritische Analyse gehabt. Es war eine in Summe überzeugende Leistung. Trotzdem mussten wir ein paar Themen aufarbeiten. Und wir hoffen, dass wir inhaltlich wieder einen Schritt nach vorne gehen können gegen Ulm – auch wenn es ein anderes Spiel wird.