FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Als Marcel Franke nach Spielende in die Mixed-Zone trat, kreisten die Fragen natürlich primär um das vermeintliche Handspiel des Innenverteidigers, aus dem der Elfmeter zur Fürther Führung entsprungen war. Eine mehr als zweifelhafte Entscheidung, die auch der angebliche "Täter" nicht wirklich nachvollziehen konnte. Die Franke aber zugleich nicht als Ausrede für die Niederlage der Lilien gelten lassen wollte, sondern den Grund viel eher im eigenen Spiel suchte.
"Wir hatten selbst genügend Möglichkeiten und müssen die Dinger machen", bilanzierte der 26-Jährige mit Blick auf die 90 vorausgegangenen Minuten, in denen die Lilien das Spiel bereits in der ersten Hälfte in die eigene Richtung hätten lenken können. "Da können wir nicht sagen, dass der Schiedsrichter das Spiel entschieden hat", so der gewohnt aufrichtige Franke, der aber auch den "fehlenden Faden bei der Regelauslegung" im Bereich Handspiel beklagte.
Den eigenen Faden im Spiel hatten die Lilien hingegen auch im Ronhof relativ schnell gefunden, defensiv ließen die Darmstädter im ersten Durchgang nahezu nichts anbrennen, während sie offensiv speziell bei den Chancen von Heller (2.) und Höhn (36.) einem Treffer sehr nahe gekommen waren.
Zwar hatten die Gastgeber nach dem Seitenwechsel etwas mehr vom Spiel, während Franke bei seinen Farben "eine Viertelstunde" erkannte, in denen der SV 98 ein wenig "den Zugriff verlor". Bis zur Elfmeterszene sorgte das Angriffsspiel der Spielvereinigung aber weiterhin für keinerlei Schweißausbrüche. "Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, die Niederlage war unser eigenes Verschulden, Fürth hat uns sicherlich nicht an die Wand gespielt", fasste Franke daher treffend zusammen, was auch Torhüter Daniel Heuer Fernandes einige Minuten später artikulierte: "Wir können uns vielleicht ankreiden, dass wir nach der Pause einen Tick zu wenig gemacht haben, um die Punkte mitzunehmen."
"Werden die Niederlage wegstecken und uns auf das Magdeburg-Spiel einstellen"
Mit sieben Punkten aus den vorherigen drei Partien war der SV 98 an den Ronhof gereist, um einen weiteren Schritt zum Klassenerhalt zu machen. Das Scheitern diesen Vorhabens ändert aber nichts am akribischen Weiterarbeiten rund um das Böllenfalltor: "Wir haben nach den Siegen schon signalisiert, dass wir jetzt nicht alles in Grund und Boden spielen werden. Da sind wir auf dem Boden geblieben. Und genauso werden wir jetzt die Niederlage analysieren und uns auf die nächste Aufgabe konzentrieren", erklärte Dimitiros Grammozis nach dem "unnötigen" 1:2, mit dessen Aufarbeitung der 40-Jährige bereits am Montagmorgen gemeinsam mit der Mannschaft begann.
Zumal nicht viel Zeit bis zur nächsten Herausforderung bleibt, die es erneut in sich haben dürfte: "Wer schon in Magdeburg gespielt hat, der weiß, was dort im Stadion abgeht. Wenn wir denken, wir fahren dort entspannt mit 33 Punkten hin, legen 90 Minuten ein wenig die Beine hoch und kommen mit 36 Zählern zurück, dann werden wir dort nichts holen", so Franke mit Blick auf die bevorstehende Auswärtsaufgabe, die der großgewachsene Blondschopf aber optimistisch angeht: "Wir haben in den vergangenen Wochen gezeigt, was wir für eine Mannschaft sind und welcher Charakter in uns steckt. Wir werden die Niederlage wegstecken und uns auf dieses Spiel einstellen. Wir sind von unseren Qualitäten überzeugt und werden auch dort wieder Lösungen finden."
"Wissen, dass es weiterhin um alles geht"
Denn, dass die Lilien weiterhin Punkte sammeln müssen in dieser Saison, das ist jedem einzelnen Teammitglied genau bewusst, wie Heuer Fernandes stellvertretend verriet: "Wir wissen, dass es weiterhin um alles geht. Es ist noch überhaupt nichts entschieden und wir müssen weiterhin Spiele gewinnen. Aber ich bin guter Dinge, dass wir diese Siege schon bald einfahren werden." Und auch Teamkollege Yannick Stark zeigte sich zuversichtlich: "Wir haben alles in der eigenen Hand." Bleibt nur zu hoffen, dass man sich mit dieser nicht wieder an die eigene Nase fassen muss, sondern mit vollen Händen aus Magdeburg zurückkehrt.