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30.07.2021 / Allgemein

„Habe allergrößten Respekt vor meiner Mannschaft“

Wie schon an Spieltag eins brachten die Lilien auch beim KSC eine leidenschaftliche Leistung auf den Platz. Trotz dezimierter Personallage versteckte sich der SV Darmstadt 98 keineswegs und schnupperten im zweiten Durchgang sogar am Ausgleich. Schlussendlich setzten sich im Karlsruher Wildparkstadion jedoch die Hausherren durch – 0:3, so das Endergebnis aus Darmstädter Sicht. Dementsprechend enttäuscht über den Spielausgang zeigten sich die Südhessen im Nachgang an den Mikrofonen. sv98.de hat alle Stimmen zur Partie zusammengefasst.

Foto: Eibner-Pressefoto

Torsten Lieberknecht:
„Glückwunsch an den KSC. Ich habe den allerhöchsten Respekt vor meiner Mannschaft und jedem einzelnen Spieler. Wenn wir diese harte Prüfung durch- und überstehen, werden wir im Laufe der Saison gestärkt zurückkommen. Die Standardsituation zum 0:1 war der Öffner für Karlsruhe, bei der wir uns nicht klug verhalten. In der zweiten Halbzeit sind wir gut aus der Kabine gekommen. Es gab den Moment, wo wir das Spiel hätten drehen können. Wir haben mit Phillip Tietz die große Chance zum 1:1, das Abseitstor wurde korrekterweise aberkannt. Aber das spiegelt so ein bisschen unsere Situation wider, ohne dass wir in Selbstmitleid verfallen: Den Jungs fehlt das Quäntchen Spielglück. Aber wir werden im Laufe der Saison zurückschlagen.“

Christian Eichner:
„Meine Mannschaft hat von Anfang an das gezeigt, was sie sich vorgenommen hat. Von Minute eins hat man gesehen, dass sie sich von den Zuschauern anstecken lassen haben. Wir sind ordentlich reingekommen, haben geduldig gespielt und sind verdient in Führung gegangen. Aber wir haben es versäumt, die Dinge klarer auszuspielen. Nach der Pause kommt der Gegner besser und aktiver in die Partie. Wir dagegen fangen an, Zirkus zu spielen und den Gegner einzuladen. Darmstadt hätte hochverdient das 1:1 machen können. Mit dem 2:0 war dann allerdings der Deckel drauf. Insgesamt geht der Sieg in Ordnung. Großes Kompliment aber an Darmstadt: Sie stecken in einer bescheidenden Situation. Ihrer Einstellung sowie die Art und Weise, wie sie uns heute Probleme bereitet haben, muss man Respekt zollen.“

Fabian Holland:
„Das Ergebnis fällt zu hoch aus für das, was wir heute gezeigt haben. Karlsruhe war keine drei Tore besser als wir. Wir hätten uns aber schon gewünscht, in der einen oder anderen Situation noch mutiger und zielstrebiger nach vorne zu spielen. In der Defensive hat heute nicht alles geklappt. Aber gerade nach der Halbzeit hatten wir eine gute Phase, in der wir mit ein bisschen mehr Glück das 1:1 machen können. Dennoch wissen wir, dass wir es besser können, als wir es gezeigt haben. Wir wussten natürlich, dass es aufgrund unserer Situation hier in Karlsruhe sehr schwierig werden wird. Wir wollten aber von vornherein keine Ausreden finden. Die elf Mann, die auf dem Feld standen, haben sich das zu einhundert Prozent verdient und waren in der Lage, Karlsruhe zu schlagen.“

Matthias Bader:
„Wir sind nach Wiederanpfiff gut in die zweite Halbzeit gekommen und haben viel Druck erzeugt. Leider wird das 1:1 zurückgenommen und dann hat uns der späte Doppelschlag das Genick gebrochen. Trotzdem müssen wir auf die Phase nach der Pause aufbauen, zumal es der letzte Rest war, der noch in uns gesteckt hat nach diesen zwei Wochen. Die Jungs haben es super gemacht, da muss ich speziell Clemens Riedel loben. Es waren auch heute wieder Spieler dabei, die nicht mal in der Vorbereitung über 90 Minuten auf dem Platz standen. Wir haben gekämpft, das Ergebnis ist sicherlich zu hoch. Das Wichtigste ist jetzt, dass wir den Kopf oben behalten und trotzdem mit breiter Brust auftreten. Dann werden wir auch Spiele gewinnen.“

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