Kaufoption gezogen: Dettoni bleibt eine Lilie
Grayson Dettoni wird auch zukünftig das Trikot des SV 98 tragen. Die Lilien haben die Kaufoption für den bislang vom FC Bayern München ausgeliehenen Verteidiger gezogen.
Pressekonferenz mit Florian Kohfeldt. Der Cheftrainer des SV Darmstadt 98 stand am Donnerstagmittag (26.9.) den anwesenden Journalisten als Gesprächspartner vor dem Heimspiel der Lilien gegen den 1. FC Magdeburg (28.9./13 Uhr) zur Verfügung. Der Coach sprach dabei über die kommende Begegnung, blickte aber auch auf den Sieg gegen Schalke zurück. Zudem beantwortete er die Fragen zur eigenen Spielidee und den beiden Neuzugängen. Wir haben die wichtigsten Aussagen für Euch zusammengefasst.
Personalupdate: Neben den Langzeitverletzten Fabian Holland, Matthias Bader und Paul Will fehlt weiterhin auch Oscar Vilhelmsson. Klaus Gjasula und Tobias Kempe fehlten in der Woche krankheitsbedingt. Ob sie eine Option für den Kader sind, klärt sich im weiteren Verlauf der Woche.
Wenn man die bisherige Saison und die Entwicklung FCM sieht, ist Magdeburg auf dem Papier der Favorit. Allerdings spüre ich bei uns eine große Bereitschaft, den ersten Heimsieg zu holen. Wir haben zweimal zuhause nicht verloren. Zudem hat uns der Sieg auf Schalke eine Brücke in die Saison gebaut. Über diese müssen wir nun drüber gehen. Wir haben die klare Absicht, einen Heimsieg zu holen. Man verspürt die Lust innerhalb der Mannschaft, gegen ein Top-Team der Liga zu sagen: „Hey, uns muss man auch erstmal schlagen.“ Diese Mentalität tut uns gut. Wir sollten sie kombinieren mit einem weiteren Schritt nach vorne in den fußballerischen Inhalten. Diesen werden wir brauchen. Denn Magdeburg wird inhaltlich das herausforderndste Spiel.
Ich versuche, die Elemente unserer Idee des Fußball so in Richtung des Gegners zu gewichten, dass die Elemente stärker zum Tragen kommen, die auf den Gegner am besten passen. Aber es wird keine völlig neue Idee sein.
Wir hatten letzte Woche auf Schalke inhaltlich keine 90 Top-Minuten. Gerade in der ersten Halbzeit können wir über unsere defensive Leistung sprechen, die nicht gut war. Doch hatten wir in der ersten Hälfte extrem gute Offensivaktionen, vom Chancenverhältnis war es auch definitiv kein Zwei-Tore-Abstand zur Pause. Mit der zweiten Halbzeit haben wir uns etwas erarbeitet. Natürlich gibt uns der Sieg auf Schalke Selbstvertrauen. Allerdings darf er nicht dazu führen, dass wir auch nur einen Millimeter weniger arbeiten.
Ich freue mich sehr, dass wir in der Lage waren, auf einem schwierigen Markt zu reagieren. Großes Kompliment an die sportliche Leitung. Auf beiden Positionen haben wir das bekommen, was wir uns erwünscht hatten. Mit Marco Thiede haben wir einen erfahrenden Zweitliga-Spieler erhalten. Er ist ein unglaublich guter Typ und ein Mannschaftsspieler, den man bedenkenlos einsetzen kann. Seine Verpflichtung war natürlich nach dem Ausfall von Matze Bader sehr wichtig. Bei Philipp Förster war es eine außergewöhnliche Konstellation, dass wir in der Lage waren, ihn zu verpflichten. Das Gesamtpaket Darmstadt 98 hat ihn überzeugt – sowohl die Spielidee als auch die grundsätzliche sportliche Herangehensweise, sich hin zu einer dominanten Mannschaft zu entwickeln, sowie das absolut moderne Arbeiten rund ums Team. Er ist vom Potential her ein Erstliga-Spieler und hat dies auch schon nachgewiesen. Er verfügt über sehr viel Kreativität und Ruhe am Ball. Er kann den letzten Pass spielen und auch selbst torgefährlich werden. Insgesamt passt er sehr gut zu unserer Spielweise. Nun kommt es für beide darauf an, sich zu beweisen. Beide Neuen werden wahrscheinlich am Samstag im Kader stehen.
Ich sehe Isac in Kombination mit den anderen unserer Spieler extrem wirkungsvoll. Er gibt uns Tiefe, verfügt über ein sehr gutes Spiel im Eins-gegen-Eins. Dass er einen unglaublichen Abschluss hat, ist offensichtlich. Er opfert sich zudem enorm für die Mannschaft auf und macht viele Läufe, die Räume für andere öffnen. Isac ist die Mischung aus einem zentralen Stürmer und einem Flügelspieler, während Fraser Hornby die Mischung aus einem zentralen Stürmer und einem Zehner ist. In der Kombination auch dahinter mit den Kreativspielern wie Killian Corredor, Luca Marseiler oder nun Philipp Förster hat Isac Jungs hinter sich, die ihn bedienen können. Wir haben insgesamt eine gewisse Facette in der Offensive.