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27.11.2020 / Allgemein

„Haben eine unglaubliche Power entfacht“

Vom Anpfiff bis zum Abpfiff konzentriert, couragiert und mit einer großen Portion an Leidenschaft. Die Südhessen haben dank eines dominanten Auftritts im Merck-Stadion am Böllenfalltor die ersten drei Heimpunkte der Saison eingefahren. sv98.de fasst alle Stimmen nach dem 4:0-Heimsieg der Lilien gegen Eintracht Braunschweig zusammen.

Foto: Holtzem

Daniel Meyer:

Mit dem Elfmeter und durch einen individuellen Fehler haben wir zwei schnelle Gegentore bekommen. Das ist für eine Mannschaft immer schwierig wegzustecken. Die Treffer, die dann folgen, kann ich als Trainer in der Entstehung nur schwer nachvollziehen. Es ist eine Häufung von individuellen Fehlern, die uns das Spiel kaputt gemacht haben. Die Mannschaft war in der Halbzeitpause dementsprechend maximal frustriert und niedergeschlagen. Im zweiten Durchgang ging es für uns dann noch darum, die Partie mit Anstand zu Ende zu spielen, nicht auseinanderzufallen und Haltung zu bewahren. Das war nicht einfach. Es ist uns aber zumindest in der zweiten Hälfte gelungen, dass sich das Ergebnis nicht noch dramatischer gestaltet hat.

Markus Anfang:

Wir haben uns viel vorgenommen und die Jungs sind richtig gut in die Partie gekommen, wir waren von der ersten Sekunde an voll da. Gegen Paderborn gab es hier einen ähnlichen Spielverlauf, nur haben wir heute die Tore gemacht. Die Treffer haben wir ein Stück weit erzwungen, weil wir früh angelaufen sind und ein richtig gutes Umschaltspiel hatten. Wir haben die Fehler des Gegners provoziert und sie konsequent ausgenutzt. Vor dem Tor hatten wir die nötige Ruhe, um die entscheidenden Moment für uns zu nutzen. Dass wir mit 4:0 in die Pause gehen, hat für ein richtig gutes Gefühl gesorgt. Obwohl wir deutlich geführt haben, haben wir keinen Schritt weniger gemacht. Die Art und Weise wie wir nach Ballverlusten reagiert haben, hat heute dafür gesorgt, dass wir zu null gespielt haben. Es tut uns gut, dass wir auch mal ein klares Ergebnis erzielt haben. Die Jungs haben heute ein richtig gutes Fußballspiel gemacht. Aber wir dürfen jetzt nicht nachlassen, sondern müssen genau da weitermachen.

Tobias Kempe:

Die frühen Tore haben uns unglaublich viel Kraft gegeben. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir heute eine unglaubliche Power entfacht und uns die Tore erarbeitet, weil wir voll draufgegangen sind und jeden Zweikampf angenommen haben. Die 4:0-Führung zur Pause ist herausragend. Und genau dieses Potenzial, das wir heute gezeigt haben, steckt in dieser Mannschaft. Wir wollten nach den letzten beiden Niederlagen eine Reaktion zeigen. Das haben wir getan. Mein Auge weint aber jede Woche, dass wir nicht vor vollen Rängen spielen können. Deswegen müssen wir aber auf dem Platz umso mehr Stimmung machen. Ich hoffe, dass unsere Weltklasse-Fans bald wieder ins Stadion dürfen und wir mit ihnen so einen geilen Sieg feiern können. Insgesamt haben wir heute einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Doch am Freitag geht es schon in Düsseldorf weiter. Auf diesem Sieg ruht sich keiner aus. Wir haben ein geiles Spiel gemacht, mehr aber auch nicht.

Serdar Dursun:

Nach den letzten beiden Spielen wollten wir eine Reaktion zeigen. Umso glücklicher sind wir, dass es sofort in den ersten Minuten geklappt hat. Dadurch haben wir Selbstvertrauen bekommen, immer weiter nach vorne gespielt und ein sehr gutes Pressing aufgezogen. Nach einem 4:0 zur Pause wollten wir dann den Ball halten, keine einfachen Fehler machen und insgesamt geht der Sieg absolut in Ordnung. Das war wirklich gut heute. Meine vier Scorerpunkte genieße ich natürlich, auch wenn ich gerne nach der Halbzeit noch weiter gemacht hätte (lacht) Beim zweiten Elfmeter wollte ich Verantwortung übernehmen, aber wir haben uns beide gut gefühlt und dann entscheidet der Trainer.

Nicolai Rapp:
Der Sieg tut unheimlich gut. Wir waren direkt im Spiel, die beiden Tore geben dann natürlich Rückenwind. Wir wollten eine Reaktion zeigen, das waren wir speziell den Fans schuldig. Das ist uns gelungen. Wir haben auch nach dem 4:0 weitergespielt, sind in den Zweikämpfen gewesen und wollen unbedingt die Null halten. Aber jetzt dürfen wir nicht zufrieden sein, sondern wollen genauso weitermachen.

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