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24.11.2018 / Allgemein

„Haben uns teuer verkauft“

sv98.de hat die Stimmen zur 0:3-Niederlage gegen den 1.FC Köln zusammengefasst.

Markus Anfang
Wir sind heute in das erwartet schwere Auswärtsspiel rein gegangen: Darmstadt war sehr aggressiv, wir haben viele Zweikämpfe verloren und uns nicht gut gestaffelt. In der ersten Halbzeit sind wir nicht in die Partie gekommen, hatten nur eine Chance und haben kein gutes Spiel gemacht. In der Halbzeit haben wir dann besprochen uns besser zu staffeln, waren dann auch in der zweiten Hälfte aggressiver und haben mehr Zweikämpfe gewonnen. Es war ein Spiel mit vielen langen Bällen von beiden Seiten. Das 1:0 war dann gut herausgespielt, das 2:0 nach einem Standard passte dann in unser Spiel. Ich bin froh, dass wir nachgelegt haben und zu Null gespielt haben. Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel und ich bin froh über die drei Punkte.
Dirk Schuster
Ich denke, dass wir heute trotz der 3:0-Niederlage ein sehr anständiges Spiel gemacht haben. Wir haben von Beginn an etwas mehr riskiert und unsere Außenspieler auf die äußeren Spieler von Köln geschoben. In den Zweikämpfen haben wir uns gut behaupten können, die erste Halbzeit haben wir von fast allen Werten her dominiert. Leider ist der Ertrag vorne nicht so ausgefallen und so konnten wir keine hochkarätigen Chancen erspielen. Trotz des 0:0 haben wir in der ersten Halbzeit ein geiles Spiel gemacht, mit dem ich absolut einverstanden bin. In der zweiten Halbzeit ging es so weiter, die Mannschaft hat die taktische Marschroute sehr gut umgesetzt und wir waren gegen einen starken Gegner und absoluten Aufstiegsfavoriten bis zum 0:1 mindestens auf Augenhöhe. Das 1:0 war für uns auch schwer zu verteidigen und Köln hat seine individuelle Qualität in der Situation bewiesen. Wir sind heute etwas an der Effizienz und der Qualität der Einzelspieler gescheitert. Trotzdem kann man das 0:2 besser verteidigen und das 0:3 machen wir eigentlich selbst, danach wollten wir mit Blick auf das Torverhältnis noch Schadensbegrenzung betreiben. Vom Ergebnis her ist es ein sehr schlechtes Gefühl, von der Leistung aber ein sehr positives. Das müssen wir jetzt als Grundstein nehmen und auch in Berlin so auftreten. Wenn das passiert, bin ich zuversichtlich, dass wir dort etwas holen können.
Johannes Wurtz
Die erste Halbzeit war richtig gut, da haben wir die Kölner vor ordentliche Probleme gestellt. Ich hatte das Gefühl, da wussten sie nicht so ganz, was sie machen sollen. Wir hatten auch gute Chancen, die wir aber besser nutzen müssen. Schaffen wir es in Führung zu gehen, wird es noch ein Stück schwerer für den FC. In der zweiten Halbzeit bekommen wir dann zu einfache Gegentore. Im Endeffekt verlieren wir gegen ein effektive Spitzenmannschaft mit gestanden Bundesligaspielern. Wir waren besonders vor der Pause mit einem Spitzenteam absolut auf Augenhöhe, das müssen wir als positiven Aspekt mitnehmen. Vor der Pause haben wir genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir wollten Köln direkt vorne zustellen und sie nicht mit dem Ball in unsere Hälfte andribbeln lassen. Das haben wir sehr gut umgesetzt, jeder war aggressiv am Mann und zweikampfstark. So hatten wir auch Ballgewinne und Umschaltsituationen. Es war ein giftiges Spiel, aber das macht uns stark. Eng am Gegner sein, ihnen die Lust nehmen, so müssen wir es gegen jeden Gegner machen. Wenn das gelingt, werden wir noch einige Spiele gewinnen.
Marcel Heller
Kurz nach dem Spiel ist es schwer, die Gründe für diese Niederlage zu finden. Köln hat eine enorme individuelle Qualität, wie man speziell beim 1:0 sehen konnte. Das war gut gespielt. Danach ist es schwer für uns gewesen, aber wir haben alles versucht, haben uns nie aufgegeben. Allerdings kann der FC so ein Spiel dann clever zu Ende bringen. Nach dem 2:0 war ein wenig die Luft raus. Bis zum ersten Tor waren wir mindestens ebenbürtig, teilweise sogar besser. Wir waren sehr aggressiv, hatten viele Standards und Chancen auf unserer Seite. Am Ende gewinnt Köln natürlich verdient, aber es war auch möglich, selbst in Führung zu gehen. Köln hat versucht, unser Spiel heute anzunehmen, es war sehr kämpferisch von beiden Seiten. Aber wir haben es sehr gut verteidigt gegen eins der stärksten Teams der Liga. Leider hat es nicht gereicht, daher sind wir alle enttäuscht. Aber auf der Leistung können wir aufbauen. Wir wollten heute bewusst Risiko gehen. Eine Stunde ist das gut aufgegangen. Aber Köln hat die Klasse, ein Tor aus kleineren Fehlern zu machen. Wir müssen bis zur 60. Minute einfach selbst in Führung gehen, dann hätten wir es ihnen noch schwerer machen können. Leider bekommt man nie so viele Chancen auf diesem Niveau.
Terrence Boyd
Es war sehr schade, dass wir vor der Pause nicht selbst in Führung gegangen sind. Da haben wir teilweise die falsche Entscheidung getroffen, zu lange gezögert oder den letzten Pass schlecht ausgespielt. In der ersten Hälfte wäre eine Führung für uns sicher nicht unverdient gewesen, weil wir da wirklich ein klasse Spiel gemacht haben. Nach dem 0:1 wollten wir trotz des Rückstandes genauso weiterspielen, bekommen dann aber nur wenig später den zweiten Gegentreffer. Aber das kann gegen so eine Mannschaft passieren, trotzdem haben wir uns teuer verkauft. Wir können auch ein wenig stolz sein, wie wir heute dagegen gehalten haben.
Aytac Sulu
Wir haben wirklich gut gespielt, leider war der Ertrag dafür deutlich zu gering. Speziell die ersten 55 Minuten waren wirklich gut, da hatten wir mehr vom Spiel und hatten auch die besseren Torchancen. Die erste größere Lücke bei uns haben die Kölner sofort ausgenutzt, danach dann das 2:0 nach einem Standard nachgelegt. Da haben sie eine enorme individuelle Qualität und nutzen diese Dinge sofort aus. Das sind die Nuancen, die den SV 98 vom 1. FC Köln unterscheiden. Für mich ist klar, dass sie am Saisonende aufsteigen werden. Unsere Spielweise über 55 Minuten müssen wir mitnehmen, insgesamt können wir positiv auf dieses Spiel zurückblicken. Zumal das Ergebnis im Endeffekt zu hoch ausgefallen ist.

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