FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Viel Leidenschaft, hohe Laufbereitschaft und großer Kampf. Die Lilien krallen sich einen Zähler im Hamburger Volksparkstadion. Zwar drehte der HSV eine zwischenzeitliche 1:0-Führung der Darmstädter, doch die Mannen in Blau und Weiß steckten während der gesamten Spielzeit nicht auf, schlugen zurück und erkämpften sich einen verdienten Punkt. Selbst ein Auswärtssieg war immer im Bereich des Möglichen für den SV 98. Dementsprechend waren die Aussagen der Protagonisten nach Spielende sowohl vom Stolz auf die eigene Leistung, aber auch von einer kleinen Portion Ärger über die verpasste Chance auf drei Punkte geprägt.
Torsten Lieberknecht:
„Es war ein packendes sowie hitziges und leidenschaftliches Spiel. In den ersten zehn Minuten mussten wir erst einmal mit der Atmosphäre zurechtkommen. Unsere Idee, wie wir den HSV bespielen wollen, hat dann in vielen Situationen gegriffen. Unser Mut wurde immer größer. Trotzdem geraten wir mit 1:2 in Rückstand, obwohl wir ein gutes Gefühl auf dem Platz hatten. Wir konnten den HSV immer wieder in Schach halten und hatten sogar die ein oder andere Torchance mehr. Nach dem Rückstand haben wir dann eine super Reaktion gezeigt, gleich wieder nach vorne gespielt und uns mit dem Ausgleich belohnt. In der zweiten Halbzeit hatte der HSV mehr Ballbesitz, wir haben aber auf dem Platz gut reagiert und gut verteidigt. Man muss hier heute festhalten, dass zum Schluss sogar ein Sieg möglich gewesen wäre. Daher spüre ich leichte Enttäuschung, auch wenn wir mit dem Punkt zufrieden sind. Für uns war das Spiel heute ein Anknüpfen an die letzten Spiele. Ich liebe diese Mannschaft, wie sie mit all den Herausforderungen umgeht.“
Tim Walter:
„Wir waren mit Anpfiff gut in der Partie und hatten direkt eine gute Torchance. Wir müssen nur konsequenter im Abschluss werden. Die Euphorie, die wir im Offensivspiel entfachen, können wir noch nicht in eine Euphorie in der Defensive ummünzen. Nach dem Elfmeter sind wir überragend zurückgekommen und verdientermaßen mit 2:1 in Führung gegangen. Dann kriegen wir ein Gegentor, das so einfach nicht passieren darf. Wir haben uns in der Halbzeit kurz geschüttelt und uns in der zweiten Hälfte wieder viele Torchancen erspielt. Die Mannschaft wollte bis zum Schluss das Spiel gewinnen. Mit der Punkteausbeute und dem Unentschieden heute sind wir nicht zufrieden, mit der Art und Weise dagegen schon.“
Klaus Gjasula:
„Der Punkt fühlt sich insofern gut an, weil sich unsere harte Arbeit heute ausgezahlt hat. Trotzdem sehen wir das Spiel mit einem lachenden und einem eher weinenden Auge, weil wir sogar noch mehr hätten mitnehmen können. In meinen Augen wäre auch ein Sieg nicht unverdient gewesen. Es war ein rasantes und wildes Spiel, in dem es keine Ruhephasen gab. Wir haben uns den Punkt redlich verdient. Für den Aufwand, den wir betrieben haben, hätten wir uns sogar noch mit dem Sieg belohnen können. Aber auf dem Punktgewinn können wir aufbauen. Jeder hat gekämpft und auch die Meter gemacht, die wehtun. Wenn wir das weiter verinnerlichen und Woche für Woche zeigen, werden wir eine erfolgreiche Saison spielen. Der ‚Man of the Match‘ war für mich heute Phillip Tietz, der ein überragendes Spiel gemacht hat. Er hat für die Mannschaft gekämpft, genauso wie es die Mannschaft für ihn getan hat.“
Phillip Tietz:
„Man hat gesehen, dass jeder Spieler heute unbedingt drei Punkte aus Hamburg mitnehmen wollte. Uns hat nicht viel dazu gefehlt, wir hatten super Chancen, oftmals haben nur absolute Kleinigkeiten zu einem Treffer gefehlt. Insofern ist es schon ärgerlich, dass wir keinen Dreier geholt haben. Mit dem Punkte müssen und können wir aber leben. Wir wollten uns auch für die Fans den Hintern aufreißen, die diese lange Anreise auf sich genommen haben. Jeder war für jeden da, wir wachsen als Mannschaft jede Woche weiter zusammen. Wir wissen, was wir können, der Trainer stellt uns sehr gut ein und die Inhalte setzen wir immer besser um. Wir sind eine wahre Gemeinschaft, das sage ich nicht einfach so, sondern aus vollem Herzen.“