FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
„Wir werden morgen ein gutes Spiel zeigen“, mit diesen Worten beendete Torsten Frings die Pressekonferenz vor dem Spiel bei Union Berlin. Die Gründe für seine Überzeugung hatte der Lilien-Cheftrainer den anwesenden Journalisten zuvor bereits erläutert und dabei auch Einblick in das geschlossene Mannschaftsgefüge gewährt.
"Wir halten zusammen. Das ist ein ganz wichtiger Faktor", nannte Frings den Grundbaustein, der nötig ist, um sich aus der aktuellen Situation "herauszukämpfen." Zu diesem Vorhaben gehörte auch die "knallharte Analyse", die der 41-Jährige mit seiner Mannschaft in den Tagen nach dem Spiel gegen Sandhausen betrieb. Und die im gemeinsamen Dialog für klare Vorgaben hinsichtlich des morgigen Auftritts in der Hauptstadt sorgte: "Wir kommen nur aus der Situation, wenn wir die Ärmel hochkrempeln, wenn wir um jeden Ball fighten, den Ball haben möchten, mutig nach vorne spielen und hinten das Tor konsequent verteidigen."
Wiedergutmachungs-Mentalität
Auf die Umsetzung arbeitete die Mannschaft in insgesamt sieben Einheiten seit dem Sandhausen-Spiel hin und zeigte dabei eine "Wiedergutmachungs-Mentalität", wie es Kapitän Aytac Sulu in der Medienrunde nannte und angesprochen auf die Serie ohne Sieg anfügte: "Es ist keine angenehme Phase und eine Herausforderung, dort herauszukommen. Aber wir haben die Qualität dafür und eine gefestigte Mannschaft."
Die angesprochene Qualität werden Sulu und seine Mitspieler am Freitagabend auch benötigen, bei dem Versuch, den Berlinern die erste Heimniederlage der Saison zuzufügen. "Union war vor der Saison einer der Topfavoriten und ist jetzt oben mit dabei", weiß auch Frings um die Stärke des Gegners, die ihn aber nicht im Optimismus hinsichtlich einer möglichen Punkte-Entführung einschränkt: "Ich weiß, dass man überall und gegen jeden gewinnen kann. Warum sollen wir nicht unsere eigene Serie bei einem Gegner, der noch nicht zuhause verloren hat, brechen?"
"Bleiben trotzdem positiv"
Zudem gehen auch die Berliner mit einem Negativerlebnis in die Partie, nachdem sie am letzten Spieltag mit 3:4 beim 1. FC Heidenheim unterlagen. Ein Ergebnis, das zeigt, dass die Berliner "schlagbar" sind, wie Frings es nennt, auch wenn nicht nur sein Kapitän um die "unheimliche Qualität" des aktuellen Tabellendritten weiß.
Trotz der positiven Herangehensweise und dem optimistischen Blick in Richtung "Alte Försterei" wollte Frings nicht verhehlen, dass sein Team aufgrund der aktuellen Ergebnisse "nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzt." Ein Umstand, dem der ehemalige Nationalspieler mit einfachen Mitteln entgegenwirkt: "Wir bleiben trotzdem positiv. Für mich ist wichtig, dass wir zusammenhalten, ehrlich sind und gemeinsam gut arbeiten. Das sind Punkte, die wir haben und die Hoffnung machen, diese Situation zu überstehen."
"Unsere Fans sind überragend"
Für die morgige Aufgabe muss Frings neben den weiterhin Verletzten Felix Platte, Daniel Heuer Fernandes und Peter Niemeyer allerdings kurzfristig auf Artur Sobiech (Knieprellung) und Kevin Großkreutz (Zerrung) verzichten. Zumindest Tobias Kempe ist wieder ein Kandidat für den Kader, ohne allerdings für eine mögliche Startformation in Frage zu kommen.
Begleitet werden die Lilien von rund 1500 Fans, die sich auf den knapp 600 Kilometer langen Weg nach Berlin machen. Eine Zahl, die auch Frings den größten Respekt abnötigte: "Unsere Fans sind überragend. Sie unterstützen uns immer. 1500 Leute in Berlin sind Wahnsinn. Schon alleine für unsere Fans werden wir versuchen, alles abzurufen."