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10.04.2026 / Profis

Hannover 96 im Gegnercheck

"Ein kunterbuntes Haus, ein Äffchen und ein Pferd" - Das hat nicht nur Pippi Langstrumpf vorzuweisen, die beiden tierischen Freunde sind nämlich auch in der Maskottchen-Historie von Hannover 96 zu finden. Von vielen verschiedenen Tieren wurden die 96er in der Vergangenheit unterstützt, darunter auch ein Affe und ein Pferd.

Die Spieler von Hannover 96 bejubeln ein Tor
Foto: Eibner-Pressefoto/ Claudius Rauch

Ein deutscher Schäferhund war der erste Charakter, der die Niedersachsen am Spielfeldrand unterstützte. Der Nachfolger war etwas kleiner und trug den Namen „Popo“. „Popo“ war ein Kapuzineraffe, der an einer Leine gehalten wurde – und gehörte zu den wenigen seiner Art, die so nah das Fußballgeschehen miterlebten. Um die Pippi-Langstrumpf-Analogie zu vervollständigen, begleitete in den 70er Jahren ein Pony die 96er und war gleichzeitig das letzte echte Tier, das im Stadion der Hannoveraner als Stimmungsmacher eingesetzt wurde. Mit dem Aufkommen heutiger Maskottchen heizten das Drahtmännchen „VicTOR“ und der Wolf „Hanno“ die Fans und die Mannschaft zudem an.

Bereits seit 2013 ist nun „EDDI“ – ein brauner Schweißhund – als Maskottchen von Hannover 96 immer mit dabei. Auf- und Abstiege hat er bereits miterlebt – und auch in dieser Saison verfolgt er jedes Heimspiel aus nächster Nähe.

Formkurve

Nur eine Niederlage in den letzten fünf Spielen zeigt, warum die Elf von Cheftrainer Christian Titz aktuell oben mitspielt. Acht Punkte aus den letzten fünf Spielen ist eine akzeptable Ausbeute, die „Die Roten“ vorweißen können, zumal mit Schalke und Elversberg zwei Top-Fünf-Teams auf dem Plan standen. Mit zurzeit 50 Punkten in der Liga belegt das Team aus Niedersachsen den fünften Rang und ist dadurch punktgleich mit den Lilien. Das ist die Bilanz der letzten fünf Spiele:

Gegnerische Mannschaft Endergebnis Punkteausbeute
SV Elversberg (H) 1:1 1
Eintracht Braunschweig (H) 1:0 3
FC Schalke 04 (A) 2:2 1
SpVgg Greuther Fürth (H) 1:2 0
DSC Arminia Bielefeld (A) 1:0 3

TOP SCORER - 2. Bundesliga

Top-Torjäger Top-Vorlagengeber
Benjamin Källman – 13 Tore Noel Aseko – 6 Assists
Daisuke Yokota – 4 Tore Maurice Neubauer – 4 Assists
Noel Aseko – 3 Tore Enzo Leopold – 4 Assists
Enzo Leopold – 3 Tore Mustapha Bundu – 3 Assists
Hayate Matsuda – 3 Tore Maik Nawrocki – 3 Assists

 

Der Trainer

Christian Titz

Christian Titz

Cheftrainer von Hannover 96
  • Geburtsdatum (Alter): 01.04.1971 (55)
  • Geburtsort: Mannheim
  • Nationalität: Deutsch
  • Im Amt seit: Juli 2025
  • Vorherige Trainerstationen: 1. FC Magdeburg, RW Essen, Hamburger SV, FC 08 Homburg

Prunkstück

Tiki-Taka, lange Bälle, Umschaltspiel oder der simple Doppelpass. All diese Aktionen setzen eine Sache voraus: Den Ball sicher von einem Spieler zum anderen bekommen! Einfacher ausgedrückt: Das Passspiel. Und die Passquote von Hannover 96 ist ein hervorragender Indikator. 85,9 Prozent aller Pässe der Titz-Elf finden erfolgreich zu ihrer Anspielstation – Bestwert in der Liga. Viel Ballbesitz (56,3 Prozent) hat Hannover dazu auch noch, mehr als jedes andere Team der Liga.

All Eyes on ...

Ein schneller Doppelpass, im Dribbling durch drei Gegenspieler hindurch, an die Sechzehnerkante und Abschluss – der Ball fliegt in Richtung langes Eck, Torgeschrei kommt auf, doch der Ball fliegt nicht ins Tor. Nahuel Noll pariert erneut, wie schon so oft in dieser Saison. Neunmal hielt er bereits die Null in der aktuellen Spielzeit und zeichnet sich dadurch immer wieder als fester Rückhalt für sein Team aus. Lediglich drei andere Torhüter konnten sich im Saisonverlauf mit mehr Weißen Westen auszeichnen.

Der 23-Jährige verbrachte seine Jugend bei 1860 München und der TSG Hoffenheim. Bei Letzteren steht er immer noch unter Vertrag und agiert aktuell als Leihspieler für die Niedersachsen. In Fürth konnte er zuvor, ebenfalls auf Leihbasis, bereits in der vergangenen Saison reichlich Zweitliga-Erfahrung sammeln. Wie Nolls Karriere im Sommer weitergeht, ist noch unklar, der Fokus liegt im Moment ohnehin auf Hannover. „Ich fühle mich in Hannover sehr wohl, fokussiere mich zu einhundert Prozent auf den Job hier. Und wenn wir alle den Job erledigt und die Saison gespielt haben, dann kann man im Sommer über alles reden“, erklärte Noll in einem Interview gegenüber der Bild-Zeitung.

Nicht nur zwischen den Pfosten weiß der Keeper mittlerweile zu glänzen, sondern auch mit dem Ball am Fuß. Klar zu erkennen ist, dass er im flachen Aufbauspiel eingebunden ist. Trotzdem ist er nicht verlegen, die Kugel auch mal lang und weit auf die Reise zu schicken. Wahrscheinlich erinnert er sich selbst gerne an das Hinrunden-Duell gegen Bielefeld zurück: Dort gewannen die 96er nicht nur, sondern profitierten auch von einer Vorlage Nolls, die den zwischenzeitlichen Ausgleich herbeiführte. Nur einem anderen Torwart gelang in dieser Spielzeit eine Vorlage: Marcel Schuhen. Bei der Partie am Samstag (11.4./20.30 Uhr) treffen die beiden dann aufeinander.

Nahuel Noll
Foto: Eibner-Pressefoto/Scott Coleman

Blick in die H96-Vitrine

  • Deutscher Meister: 53/54, 37/38
  • Deutscher Zweitligameister: 01/02, 86/87, 74/75
  • Landespokal-Niedersachsen-Sieger: 97/98, 96/97
  • Intertoto-Cup-Sieger: 73/74, 72/73, 67/68

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