FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Kurz vor Abpfiff setzte Sandro Sirigu noch einmal an. Einen Gegenspieler ließ der 26-Jährige stehen, den zweiten, den dritten. "Mach's wie gegen Preußen Münster!", dachte sich Dominik Stroh-Engel in dem Moment, wie er später grinsend erzählte. Anders als in der vergangenen Saison wurde jedoch diesmal nichts aus Sirigus Solo. Sei's drum.
Diese Szene war der Schlussakkord einer unglaublich intensiven Partie der Lilien beim 1. FC Kaiserslautern. Das 0:0, da waren sich alle Beteiligten einig, haben sich die Darmstädter vollkommen verdient. Durch Kampf, durch Leidenschaft, durch Biss -durch den unbedingten Willen, auch am Betze zu bestehen. Und das tat das Team, samt Fans.
"95 Minuten lang haben die da draußen Alarm gemacht. Unsere Fans haben uns dazu getrieben, etwas zurückzugeben", beschrieb Dirk Schuster die Symbiose aus Mannschaft und den knapp 5000 mitgereisten Anhängern aus Darmstadt. Am Ende feierten alle gemeinsam.
"Man sieht den Lernprozess der Mannschaft", merkte Stroh-Engel an: "Wir standen bis zum Abpfiff sicher, waren fies und eklig. Lautern konnte nur bis zum Sechszehner kombinieren -danach war Endstation." Ob er mittlerweile anfange zu träumen, wurde DSE gefragt. "Ja", antwortete der 28-Jährige, "vom Klassenerhalt".
Von einem "soliden Fundament" sprach derweil Schuster mit Blick auf die 24 Zähler, die in der Zweitliga-Tabelle weiter Rang drei bedeuten: "Darauf dürfen wir uns aber keinesfalls ausruhen. Wir werden versuchen, noch in diesem Jahr so viele Punkte wie möglich zu holen."
Die erste Möglichkeit dazu besteht bereits am kommenden Freitag (18.30 Uhr) im Heimspiel gegen den Karlsruher SC. Nicht nur für den Chefcoach ist das Duell mit den Badenern aufgrund dessen Vergangenheit als Spieler ein besonderes: Lilien-Mittelfeldspieler Tobias Kempe trifft auf seinen Bruder Dennis. "Wir werden sicherlich im Vorfeld ein wenig flachsen", sagte Tobias Kempe, der vor einer Woche in Darmstadt geheiratet hatte.
Ob sich für ihn dadurch etwas hinsichtlich seines Fußballspiels geändert habe? "Nee", so Kempe, der grinsend hinzufügte: "Nur würde ich kommende Tore eben nicht mehr meiner Freundin widmen -sondern meiner Frau."